Spargelzeit

Es ist Spargelzeit! In Österreich ist es meistens gegen Ende April soweit. Und ab dann gibt es kein Halten mehr. Man findet ihn so gut wie in jeder Küche, ob privat oder im Restaurant!

Habt ihr gewusst, dass man den Spargel schon seit 5000 Jahren als Gemüse- und Heilpflanze kennt? Schon die alten Griechen und Römer schwörten auf seine Heilkräfte. Und der positivste Nebeneffekt, neben dem Geschmack natürlich, ist dass es fast kein anderes Lebensmittel gibt, dass so wenig Kalorien hat und gleichzeitig so viele Vitamine und Nährstoffe enthält, wie unser Herr Spargel!

In meinen Anfangszeiten hab ich mich nicht getraut Spargel zuzubereiten. Heute hingegen, probier ich einfach mal was aus und hab schon die ein oder andere Zubereitungsart für mich entdeckt. Damit ihr euch etwas leichter tut – als ich damals – hab ich euch hier ein paar interessante Infos zusammengeschrieben!

spargel

Wie erkenne ich frischen Spargel?

Wenn ihr die Spargelstangen vorsichtig aneinander reibt, muss dabei ein quietschendes Geräusch entstehen. Ein weiteres Zeichen an dem man die Frische des Spargels überprüfen kann, ist die Schnittfläche an der Unterseite. Diese darf nicht eingetrocknet sein!

Lagerung von Spargel

Natürlich schmeckt der Spargel erntefrisch am besten. Er lässt sich aber problemlos ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Der weiße Spargel fühlt sich in einem feuchten Tuch sehr wohl. Der grüne und violette Spargel in einem offenen Plastikbeutel.

Was ich selbst nicht gewusst habe, ist dass man Spargel auch sehr gut einfrieren kann. Hierfür muss man ihn aber gründlich schälen und in einen Gefrierbeutel geben. So haltet der Spargel ca. 3-5 Monate im Tiefkühler. Vor der Zubereitung aber nicht auftauen, sondern direkt in das kochende Wasser legen!

WISSENSWERTES – Weißer Spargel

Weißen Spargel muss man immer gut schälen! Habt ihr einen Spargel schon ein paar Tage daheim, dann schneidet vom Stängel unten ca. 1,5-2 cm ab und legt ihn in kaltes Wasser. So kann sich der weiße Spargel wieder mit Wasser vollsaugen und lässt sich danach besser schälen.

Zum Thema Zubereitung liest man die verschiedensten Dinge. Ich koche den weißen Spargel stehend im Topf, damit die Spitzen nicht verletzt werden. Dazu gebe ich Salz, eine Prise Zucker, bei weißen Spargel einen Schluck Milch und ein Stück altes Weißbrot. Diese Art der Zubereitung hab ich von meiner Oma übernommen. Da ich in meinen Anfangszeiten aber noch keinen Spargeltopf in meinem Besitz hatte, hab ich mit dem weißen Spargel auch die „Backrohr-Variante“ ausprobiert. Dafür den Spargel in eine Auflaufform legen, nur wenig Wasser dazu und die üblichen Verdächtigen. Salz, Zucker, Milch und altes Weißbrot. Das Ganze dann mit Alufolie abgedeckt und bei ca. 120°C im Backrohr gegart.

Wie erkenne ich, dass der Spargel gar ist?

Dies könnt ihr überprüfen, wenn ihr mit einer Gabel leicht in das Ende (meist die dickste Stelle) sticht. Geht das leicht, dann ist der Spargel fertig!

Wissenswertes – Violetter Spargel

Violetter Spargel kann roh und gekocht gegessen werden! Praktisch ist auch, dass man ihn nicht schälen muss. Einfach gründlich waschen, ein Stück von den Enden abschneiden und schon kann der violette Spargel verarbeitet werden. Da er ein bisschen süßlicher schmeckt, verarbeite ich ihn gerne roh. Schmeckt köstlich in Salaten! Ich hoffe ich bekomme heuer wieder einen, denn letztes Jahr war ich zu spät dran. Da der violette Spargel nur in geringem Ausmaß angebaut wird, ist er natürlich auch schneller ausverkauft!

Wissenswertes – grüner Spargel

Mein absoluter Liebling! Grünen Spargel muss man eigentlich nicht schälen, außer die Stangen sind sehr dick. Dann empfehle ich euch, dass untere Drittel zu schnellen, da die Schale meist ein bisschen dicker bzw. fasrig ist. Ansonsten ein Stück der Enden abschneiden und in Salzwasser bissfest blanchieren. Eine weitere Variante ist, ihn in der Pfanne zuzubereiten. Entweder ganz oder in Stücke geschnitten in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und anrichten. Ich lösch den grünen Spargel auch sehr gern mit einem Schuss Weißwein in der Pfanne ab und lass ihn dann noch ein bisschen dünsten. Zeitangaben kann ich euch hierfür nicht geben, denn jeder mag ihn anders. Die einen essen ihn gerne knackig, die anderen eher weich. Probiert dazwischen einfach mal ein Stück! 🙂

Was mach ich mit den Schalen & Co.?

Auf jeden Fall nicht wegwerfen! Ich koche daraus gerne einen Spargelsud – perfekt für die nächste Suppe! Einfach die Schalen und Endstücke in einen kleinen Topf geben, Wasser dazu und köcheln lassen. Wenn das Wasser einen intensiven Spargelgeschmack hat, die Schalen & Co. abseihen. Den gewonnenen Spargelsud entweder gleich weiterverarbeiten oder einfrieren. Er hält sich aber auch 1-2 Tage im Kühlschrank.

Eure Julie