*** Türchen Nr. 9 ***

Gestern gab’s ja schon einen Spoiler Alarm, was sich heute hinter dem Türchen Nr. 9 verstecken wird. Das gschmackige Apfel-Zwiebel-Chutney, welches ich gestern zum Garnieren der käsigen Appetizer verwendet hab, hab ich selbst gemacht und macht sich auch unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk aus der Küche super! Also wer hat nochmal Lust zum Einkochen?! 🙂

apfel zwiebel chutneyApfel-Zwiebel-Chutney

Zutaten für ca. 20-22 Gläser á 200 ml:

2 kg Äpfel (entkernt & geschält), 1 kg roter Zwiebel (geschält), 40 g Ingwer (2-3 cm), Öl, 1 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Chiliflocken, 1 TL Koriander gemahlen, 1/2 TL Senfkörner, Saft 1 Zitrone, 1 TL Garam Masala, 600 ml Apfelessig, 500 g Rohrzucker, 100 ml Weißwein, 250 g Gelierzucker 2:1, 4 TL Salz

Und so wird’s gemacht:

In eine größere Schüssel etwas kaltes Wasser gießen, die Zitrone auspressen und den Saft zum Wasser geben. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Ins Zitronenwasser legen. Die Zwiebel schälen und fein nudelig schneiden. Den Ingwer schälen und ganz fein hacken. Alle Gewürze (außer Salz) miteinander vermischen – Senfkörnen grob zerstossen.

Öl (ca. 2 EL) in einem großen Topf erhitzen, die Gewürze und Ingwer leicht anrösten. Den Zwiebel dazu geben, kurz mitrösten und mit Weißwein ablöschen. Als nächstes die Äpfel aus dem Zitronenwasser nehmen und in den großen Topf geben. Zudecken und 10 Min. sanft köcheln lassen – ab und zu mal umrühren. Wenn die Äpfel dann schon ein bisschen weicher sind, kommen der Rohrzucker und der Essig dazu. Bei mittlerer Temperatur musig einkochen – das dauert je nach Schnittgröße 30-40 Minuten. Ab jetzt ohne Deckel köcheln lassen – und bitte nicht auf das Umrühren vergessen!

Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, mit Salz abschmecken und den Gelierzucker dazugeben. Gut verrühren und für 5-7 Minuten köcheln lassen. Danach sofort in saubere & sterile Gläser abfüllen und verschließen. Ich hab dann die Gläser für 10-15 Minuten auf den Kopf gestellt – danach wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen. Kühl und dunkel lagern, dann halten euch die Chutneys 4-6 Wochen! Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann sterilisiert die fertig abgefüllten Gläser noch im Backrohr! Wie das geht, könnt ihr hier nachlesen!

Dann heißt es nur noch beschriften, hübsch verpacken und schon habt ihr ein paar köstliche Geschenke aus der Küche für eure Freunde & Familien!

Viel Spaß beim Einkochen! Eure Julie


Quiche Lorraine

Quiche Lorraine im Julie Style!

Kennt ihr das, wenn ihr schon nach dem Aufstehen darüber nachdenkt, was ihr am Abend kochen sollt? So ist es mir vor ein paar Tagen gegangen und ich hatte einfach keine Idee. In der Arbeit ging dann das Grübeln weiter. Als ich dann meiner Kollegin zu sah, als sie gerade Spinatquiche machte, kam der Geistesblitz! Nein keine Angst, es kommt jetzt nicht das dritte Rezept für eine Spinatquiche, aber dass es Quiche gibt, stand somit fest. Da ich Gusta auf irgendwas Fleischiges hatte, stand der Entschluss fest: Quiche Lorraine – denn Speck ist ja schließlich auch Fleisch 🙂

Julie’s Quiche Lorraine

Zutaten für 1 Quiche:

Teig: 230 g Mehl, 1 TL Backpulver, 150 g Butter od. Margarine, 3 EL Schlagobers, 1 Prise Salz, 1 Ei

Füllung: ca. 250 g Knoblauchspeck, 1 rote Zwiebel, 1 weiße Zwiebel, 4 Eier, 150 g Creme fraiche (1 Becher), Muskat, Salz, Cayennepfeffer, 150 g Bergkäse, Butter und Mehl (oder Brösel) für die Form

Sauce: 250 g Sauerrahm, 150 g Creme fraiche, 1 EL Mayo, 1 TL Senf, Salz, Cayennepfeffer

Und so geht’s:

Für den Quiche Teig werden alle Zutaten miteinander verknetet. Am besten funktioniert das in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer,- hier aber die Knethaken verwenden. Den glatten Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen! Während der Teig im Kühlschrank rastet, kümmern wir uns um die Füllung. Hierfür die Zwiebel schälen und in feine Streifen (Halbringe) schneiden. Den Speck in Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne den Speck ohne Fett anbraten. Ein paar Minuten später die Zwiebelstreifen dazu geben und kurz mitanrösten. Beiseite stellen und auskühlen lassen.

Für den Guss 4 Eier versprudeln und mit dem Creme fraiche verrühren. Mit Salz, Cayennepfeffer und Muskat kräftig abschmecken. Den Bergkäse grob raspeln.

Für die Sauce, die ich zur Quiche Lorraine gereicht hab, einfach alle Zutaten miteinander vermischen und abschmecken. Kühl stellen!

Die Quicheform ausbuttern und mit Mehl stauben. Den gekühlten Teig rund ausrollen. Die Form mit dem Teig auslegen und die überstehenden Ränder abschneiden.

Quiche roh

Speck-Zwiebel-Mischung auf dem Teig verteilen. Dann den Bergkäse darüber streuen. Als letztes den Guss über die Füllung gießen und schon geht’s ab ins Backrohr! Dort darf die Quiche für ca. 40-45 Minuten bleiben. Falls sie euch zu schnell zu dunkel wird (je nach Backrohr), einfach mit Alufolie abdecken.

Wenn die Quiche fertig ist, das Backrohr ausschalten und für ca. 10 Minuten einen Spalt offen lassen,- so hat die Quiche noch ein bisschen Zeit sich zu „setzen“, bevor ihr sie anschneidet.

Ja und dann heißt es nur noch die Sauce aus der Kühlung holen, anschneiden und anrichten! Ich wünsch euch Guten Appetit und ein schönes Wochenende!

Eure Julie


„Hüttengaudi deluxe“ – Bereit für den nächsten Gang?

Hat der erste Gang gemundet? Bereit für den nächsten? Der zweite Gang, den ich euch serviere, hab ich in „Eichgrabner Zwiebelsuppe“ umbenannt, da ich glaub ich aus vier Rezepten mein eigenes gemacht habe. Und da Eichgraben seit fast fünf Jahren meine neue Heimat ist, bietet sich der Name irgendwie an! 🙂 Also dann, ab an den Herd und lasst uns kochen! 🙂

Eichgrabner Zwiebelsuppe

Zutaten für 4 Personen:

500 g rote Zwiebeln, 500 g weiße/gelbe Zwiebeln, 2 EL Butter, 3 EL Olivenöl, 1 TL Zucker, 1/2 TL Salz, 650-700 ml Rindsuppe, 500 ml Gemüsesuppe, 2-3 EL Weinbrand, 2 Knoblauchzehen, 1 EL Thymianblätter, 1 Lorbeerblatt, 100 g Gruyère Käse, 1 kleines Baguette, 1 Bund Schnittlauch, Salz & Pfeffer

Und so wird’s suppig:

Zuerst einmal kommt die Arbeit, die mich meist zum Weinen bringt 🙂 Ihr wisst was ich meine? Ja, Zwiebel schälen & schneiden und diesmal gleich einen ganzen Kilo!! Da haben mir auch keine Kontaktlinsen oder der berühmte Schluck Wasser im Mund geholfen, um meine Tränen zurückzuhalten 🙂 Aber für den guten Geschmack müssen wir da jetzt durch! Eigentlich schlimm, ich hab so viele Küchengeräte, aber eins zum Gemüse schneiden fehlt noch! Da muss ich nachher doch glatt mal nachschauen, ob es da ein Zubehörteil für die KitchenAid gibt?! 🙂

Den geschälten Zwiebel halbieren und in feine Halbringe schneiden. Als nächstes den Knoblauch schälen und fein hacken. Wenn ihr frischen Thymian verwendet, die Blätter sorgfältig abzupfen. Gruyère Käse fein reiben und in den Kühlschrank stellen. Baguette in dünne Scheiben schneiden und schon sind wir mit den Vorbereitungsarbeiten fertig!

In einem großen Topf Butter und Olivenöl bei mittlerer Hitze zerlassen. Dann die Zwiebeln, Knoblauch, Thymianblätter, 1/2 TL Salz und das Lorbeerblatt in den Topf geben und kurz glasig anschwitzen.

Jetzt die Hitze zurückdrehen, am besten auf die niedrigste Stufe und Deckel auf den Topf. So dürfen die Zwiebeln jetzt 15-20 Minuten dünsten, ohne dass sie Farbe annehmen. Ab und zu umrühren, damit sich nichts am Boden anlegen kann!

Inzwischen könnt ihr die Rinds- und Gemüsesuppe zum Aufgießen bereitstellen und das Backrohr auf 160-180°C vorheizen. Denn jetzt ist ein bisschen Zeit und wir können uns um die Croutons kümmern.

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Die Baguettescheiben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech aufteilen, ein bisschen Gruyère Käse drauf und ab damit ins Backrohr. Dort bleiben sie je nach Hitze ca. 10-12 Minuten. Wenn der Käse geschmolzen und goldbraun ist, dann sind sie fertig! Wenn euch dass zwischendurch zuviel Stress ist, könnt ihr die Croutons natürlich auch schon früher zubereiten. Ich hab um 13.00 Uhr zum Essen geladen und hab sie schon am Vormittag zubereitet, um ein bisschen weniger Stress zu haben!

Nach den 15-20 Minuten kommt der Deckel weg und wir geben Gas! 🙂 Die Hitze hochdrehen und jetzt heißt es dabei bleiben! Denn jetzt kann es schnell gehen und wir wollen doch nicht, dass der schön gedünstete Zwiebel jetzt anbrennt. Also dann, Hitze hochdrehen und unter Rühren den Zwiebel goldbraun anrösten. Ist das goldbraune Stadium erreicht, wird mit den Suppen abgelöscht und aufgegossen. Nun darf die Suppe 20-30 Minuten köcheln.

Inzwischen wird noch der Schnittlauch fein geschnitten und nachdem die Zwiebelsuppe brav geköchelt hat, wird diese nur noch mit Salz, Pfeffer, Weinbrand und Zucker abgeschmeckt und schon kann angerichtet werden. Die Zwiebelsuppe mit Croutons und frischem Schnittlauch servieren und der zweite Gang ist fertig!

Morgen geht’s dann an die Hauptspeise! 🙂 Eure Julie