Mohnknödel mit Vanillesauce

Auf’tischt wird heut‘ im Waldviertel mit Eva & Herb! Mohnknöderl mit Vanillesauce

Heute Nachmittag machen wir einen Abstecher ins Waldviertel! Genauer gesagt fahren wir nach Armschlag ins Mohndorf! Schon als Kind hab ich die Tagesausflüge mit meinen Großeltern dorthin genossen. Am schönsten ist es ja, wenn man es schafft zur Mohnblüte (Juli) hin zu fahren. In den Sommermonaten kann man dann sogar mit dem Mohnexpress „durch“ die Felder fahren! Ein Erlebnis für jung & alt 🙂 Ich nutze den Ausflug ins Mohndorf auch immer gerne, um meine Mohnvorräte aufzustocken. Dieses Mal hab ich nicht nur beim Graumohn, sondern auch beim Weißmohn zugeschlagen. Wichtig! Wenn ihr keine Mohnmühle daheim habt, dann ist es ratsam den gequetschten Mohn zu kaufen! Beim letzten Einkauf hab ich noch erfahren, dass man Mohn super einfrieren kann. Ein hilfreicher Tipp, denn so halten meine Vorräte noch länger und haben keine Chance ranzig zu werden!

Gekocht wird heute von Eva & meinem Dad! Die beiden haben meine lange Liste – meinen Koch & Backplan gesehen und sofort zugesagt, mich zu unterstützen 🙂 Herausgesucht haben sie sich etwas Süßes! Ihr könnt euch sicher denken, welche Zutat heute den Hauptdarsteller gibt? Genau Herr Mohn spielt heute die Hauptrolle! Eva & mein Papa servieren euch heute Waldviertler Mohnknöderl mit Vanillesauce.

MohnknödelEva’s Mohnknöderl mit Vanillesauce

Zutaten für 16-18 Knöderl:

Knödel: 1 kg mehlige Erdäpfel, 4 Eidotter, 60 g Kristallzucker, 150 g griffiges Mehl, 4 EL gequetschter/gemahlener Graumohn, 4 EL gequetschter/gemahlener Weißmohn, 2 El gemahlene Haselnüsse, 1 Msp. Tahiti Vanille, 1-2 Prisen Salz

Butterbrösel: 50 g Butter, 100 g Semmelbrösel, 1 gehäufter EL Kristallzucker

Sauce: 15 g Maizena, 400 ml Milch, 2 Eidotter, 40 g Kristallzucker, 100 ml Schlagobers, 2 Päckchen Vanillezucker

Sonstiges: Staubzucker zum Bestreuen, 50 g zerlassene Butter zum Garnieren, Mehl zum Arbeiten

Und so wird’s gemacht:

Für den Knödelteig die Erdäpfel in einem großen Topf mit Wasser weich kochen. Während die Erdäpfel kochen, kümmern wir uns um die Vanillesauce.

Für die Vanillesauce das Maizena mit etwas Milch (ca. 50 ml), den Eidottern und dem Kristallzucker glatt rühren. Die restliche Milch zusammen mit dem Schlagobers und dem Vanillezucker aufkochen. Kurz beiseite ziehen und die Maizena-Mischung einrühren. Wieder auf den Herd stellen und unter rühren einmal aufkochen lassen. Die fertige Sauce in eine Schüssel umfüllen und mit Frischhaltefolie abdecken. Die Folie soll die Oberfläche der Sauce berühren, denn so kann sich keine Haut bilden. Auskühlen lassen.

Die weich gekochten Erdäpfel abseihen und ausdampfen lassen. Danach schälen und durch die Erdäpfelpresse in eine größere Schüssel drücken. Mit den Eidottern, Zucker, Salz und Mehl rasch zu einem Teig verkneten. Die Teigmasse halbieren. In die eine Hälfte 4 EL Graumohn dazugeben und gut verkneten. In die andere Hälfte 4 EL Weißmohn, 2 EL gemahlene Haselnüsse und eine Messerspitze Tahiti Vanille (optional 1 Msp. Mark einer Vanilleschote) dazugeben und gut verkneten.

In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Mit bemehlten Händen (so bleibt weniger Teig auf den Händen kleben) 16-18 gleich große Knöderl formen. Die Knödel ins kochende Wasser einlegen und die Temperatur reduzieren, so dass das Wasser nur noch sanft köchelt. Nun die Knödel 15-20 Minuten ziehen lassen.

Während wir warten, dass die Knödel auf der Wasseroberfläche tanzen (denn dann sind sie fertig), bereiten wir die Butterbrösel zu. Dafür in einer beschichteten Pfanne die Butter zerlassen, Brösel und Zucker dazugeben und goldbraun rösten. Immer wieder umrühren, damit sie gleichmäßig braun werden! In einen tiefen Teller um leeren und auskühlen lassen.

Die fertigen Knödel mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser holen, abtropfen lassen und in den Butterbröseln wälzen. Auf einem Teller mit der Vanillesauce anrichten und mit zerlassener Butter und Staubzucker garnieren!

Ihr habt noch nicht genug von Mohn? Dann schaut doch gleich rüber zu Sophie! Bei ihr gibt’s heute nämlich selbstgemachte Mohnzelten!

Lasst es euch schmecken! Eure Julie

 

Julie’s Gasthaus Tipp: Wenn ihr einen Ausflug ins Waldviertel plant, dann macht einen Abstecher ins Mohndorf in Armschlag! Nicht dass ihr dort den besten Mohn von ganz Österreich zu kaufen bekommt, ihr könnt ihn beim Mohnwirt um die Ecke auch gleich genießen! 🙂


weiches ei aus dem backofen

Frühstücksei mal anders!

Um Ostern herum ist das Ei der große Star in der Küche! Auch bei mir ist heute das Ei der Hauptdarsteller. Am Sonntag kommt bei uns ziemlich oft ein weich gekochtes Ei auf den Frühstückstisch. Um hier mal ein bisschen Abwechslung rein zu bringen, hab ich mal was neues ausprobiert 🙂

Frühstücksei mal anders

Zutaten für 2 Personen:

6 kleine Scheiben Baguette oder Weißbrot, 6 Scheiben Serrano Schinken, 4 Eier, etwas Butter, Salz, Pfeffer, 2 feuerfeste Formen

Und so geht’s:

Backofen auf 180°C vorheizen.

Die feuerfesten Förmchen (Schüsserl) ausbuttern. Die Baguettescheiben auf beiden Seiten mit Butter bestreichen und auf einer Seite mit Serrano Schinken belegen. In jedes Schüsserl kommen drei Scheiben. Diese gut an den Rand drücken.

In jede Form zwei Eier schlagen, mit Salz und Pfeffer würzen und schon dürfen sie ins vorgeheizte Backrohr!

weiches ei aus dem backofen

Dort bleiben sie ca. 20-25 Minuten,-je nach dem wie fest ihr euer Ei genießen wollt. Ich hatte sie ein bisschen länger drin, da meine bessere Hälfte die Eier lieber ein bisschen fester isst.

Sollte euch das Brot zu schnell zu dunkel werden, einfach mit Alufolie abdecken! Beim Herausnehmen aufpassen, denn man vergisst sehr gern, dass die Förmchen sehr heiß werden!

Ich wünsch euch einen wunderschönen Montag Morgen und einen guten Start in die Woche!

Eure Julie


Bruschetta mal anders!

Dieses Jahr hab ich in einem meiner zwei Hochbeete Blattspinat angesetzt und hurra er wächst und gedeiht! Im Schnitt kann ich alle zwei Wochen die großen Blätter abernten, für zwei Personen die perfekte Menge 🙂 Die Idee zum heutigen Beitrag ist beim Einkaufen entstanden, als ich plötzlich große Bruschetta-Brotscheiben in den Händen gehalten habe 🙂 Ich hatte da so ein bestimmtes Bild im Kopf … Bruschetta-Brot, Rührei, Feta, Blattspinat aus der Pfanne und geröstete Pinienkerne drüber… und was soll ich sagen, es war köstlich und wird sicher bald wieder gekocht!

Bruschetta mit Spinat & Rührei

Zutaten für 2 Personen:

2 große Scheiben Bruschetta-Brot, 4 Eier (Größe L), 3-4 EL Schlagobers, 50 g Pinienkerne, 150-200 g Feta (1 Pkg.), 2 kleine Tomaten, 5-6 handvoll Blattspinat, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, Muskatnuss frisch gerieben, Olivenöl,  Sonnenblumenöl und 2 beschichtete Pfannen 🙂

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Und so schnell geht’s:

Zuerst wird mal ein bisschen was vorbereitet 🙂 Blattspinat waschen und grob schneiden. Knoblauch schälen und feinblättrig schneiden. Feta aus der Verpackung nehmen.

Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten. Aufpassen, das kann schnell gehen,- nicht dass sie euch zu dunkel werden! Zum Auskühlen aus der Pfanne auf ein Küchenpapier geben. Lasst die Pinienkerne nicht in der Pfanne, da diese noch Hitze abgibt und sie euch dann erst recht verbrennen!

Tomaten waschen und klein schneiden. Ob in Scheiben oder geviertelt, dass ist euch überlassen. Eier mit Schlagobers in einer Schüssel versprudeln.

In einer beschichteten Pfanne ein bisschen Olivenöl erhitzen, Blattspinat und Knoblauch dazu geben und da der Spinat ziemlich schnell Flüssigkeit abgibt, ist es eher andüsten als anrösten 🙂 Ca. 5 Min. dünsten lassen,- mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken und die Hitze auf die kleinste Stufe zurück drehen.

Bruschetta-Brotscheiben mit ein bisschen Olivenöl einpinseln und in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten anrösten bzw. antoasten. Ihr könnt sie natürlich auch in einem Toaster toasten,- so ein Gerät hab ich nur leider nicht 🙂 Gleich auf 2 Teller legen.

Pfanne mit Küchenpapier auswischen und ca. 1-2 EL Sonnenblumenöl erhitzen. Die versprudelte Ei-Schlagobers-Mischung eingießen und bei mittlere Hitze stocken lassen. Mit dem Kochlöffel öfters rühren, dass ihr den gewünschten Rührei-Effekt bekommt 🙂

Und jetzt heißt es nur noch anrichten!

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1. Lage: das getoastete Bruschetta-Brot

2. Lage: in der Mitte das Rührei anrichten (mit Salz & Pfeffer würzen) und seitlich daneben den Blattspinat

3. Lage: pro Teller einen 1/2 Feta drüber bröseln

Topping: Pinienkerne

Deko: Tomaten

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche meine Lieben! Eure Julie