Frisch gebackenes Winzerbrot!

Ich find’s lustig zu beobachten, dass ich in letzter Zeit immer Lust & Zeit zum Brot backen habe, wenn es draussen sonnig und richtig schön warm ist! 🙂 Als wäre es dann nicht eh schon warm genug im Haus,- nein dann wird auch noch das Backrohr auf 250°C aufgeheizt.

Aber da ich an solchen Tagen meine derzeit sehr kostbare Freizeit eh eher im Garten und auf der Terrasse verbringe, bekomm ich von der Hitze im Haus nix mit 🙂 Vor ein paar Wochen hab ich den Onlineshop vom Backprofi Ofner durchforstet und was soll ich euch sagen, der Warenkorb wurde voller und voller. Neben einem neuen Blech zum Brot & Pizza backen, hab ich mir auch ein Backofenthermometer zugelegt. Denn in letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass mein Backrohr nicht wirklich so heizt, wie ich will. Und ich hatte Recht! Mit im Einkaufskorb waren auch ein paar Kilo Mehl in den verschiedensten Typen, getrockneter Sauerteig, Backmalz, ein Gärkörbchen und Teigkarten. Jetzt bin ich wieder gerüstet für die nächsten Brot-Back-Tage! 🙂 Auf der Homepage vom Backprofi Ofner hab ich auch das heutige Rezept zum Winzerbrot gefunden. Ein bisschen hab ich’s abgewandelt … ihr kennt mich ja! 🙂 Und da es draußen so schön war und das Brot ja eh auskühlen musste, hab ich die Zeit genutzt und wieder mit meiner Kamera geübt. Vor allem die Sache mit der Blende 🙂 Schon langsam hab ich glaub ich den Dreh raus, wie man schon beim Fotografieren, den „Hintergrund“ unscharf bekommt. Was sagt ihr, gefallen euch die Fotos?

Winzerbrot

Winzerbrot

Zutaten für 2 kleine Brote:

320 g Wasser, 20 g Weißwein, 260 g Roggenmehl (Type 960), 175 g Weizenmehl (Type 1600),
1 Pkg. Trockengerm, 1 EL Salz, 10 g Backmalz, 20 g getrockneter Sauerteig, 1 EL Öl, 130 g Walnüsse (ganz)

Winzerbrot

Und so geht’s:

Alle Zutaten genau auswiegen und in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Zu Beginn wird 8 Minuten langsam geknetet. Dann die Geschwindigkeit erhöhen und weitere 2 Minuten kneten. Schreckt euch nicht, der Teig ist (typisch Roggensauerteig) eher patzig als glatt.

Die Schüssel abdecken und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Nach dem Rasten den Teig auf eine mit Roggenmehl bemehlte Arbeitsfläche setzen. In zwei Teile teilen und rund wirken. Die zwei Laibe mit einem Tuch abdecken und nochmals 45-60 Minuten gehen lassen. Inzwischen das Backrohr auf 250°C vorheizen.

winzerbrot

Die zwei Brotrohlinge vorsichtig auf das Backblech setzen (ich hab mein neues Brotbackblech mit kleinen Löchern verwendet) und auf der mittleren Schiene ins Rohr schieben. Da wir jetzt noch Dampf brauchen, hab ich einfach ein paar Eiswürfel in ein feuerfestes Gefäß gegeben und unten ins Backrohr gestellt. Die ersten 5 Minuten auf 250°C backen. Dann kurz die Ofentür öffnen, damit der Dampf kurz entweichen kann – wieder schließen und die Temperatur auf 190°C reduzieren. Bei dieser Temperatur brauchen die Brote ca. noch weitere 35-45 Minuten (je nach Backrohr). Wer sich nicht sicher ist,- Klopfprobe auf der Unterseite des Brotes machen. Klingt es hohl, dann ist es fertig!

Die frisch gebackenen Winzerbrote auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen!

Ich bin schon gespannt, wer von euch die Winzerbrote versucht! Viel Spaß damit meine Lieben und einen schönen Start ins Wochenende! Bei mir wird’s sehr arbeitsreich … belohnt werd ich aber nächste Woche! Da heißt es dann eine Woche Urlaub! 🙂

Eure Julie


Das grüne Gold! Teil 3

Letztes Jahr hab ich mit der Beitragsreihe „Das Grünes Gold“ angefangen, welche ich heuer weiterführen möchte. Grünes Gold fragt ihr euch? Mit grünem Gold ist Bärlauch (Wild Garlic) gemeint. Ich liebe ihn heiß und kann gar nicht genug davon bekommen! Schade eigentlich, dass Bärlauch nicht das ganze Jahr wächst 🙂 Letzes Jahr war ich fast schon ein bisschen spät dran und hab, das was ich noch in Opa’s Garten gefunden habe, zu Erdäpfelknödel mit Mozzarella & Bärlauchsauce und zu Bärlauch-Ciabatta verarbeitet. Heuer hab ich ein besseres Timing, da „unser“ Bärlauch im Garten jetzt erst richtig Gas gibt! Was ich daraus gemacht habe, verrate ich euch heute und morgen 🙂 Also spann ich euch nicht länger auf die Folter und los geht’s! Um ein bisschen länger was vom geliebten Grün zu haben, hab ich einen Teil zu Pesto verarbeitet.

Bärlauch-Pesto

Zutaten für zwei WECK-Gläser á 290 ml:

200 g Bärlauch, 50 g Parmesan (frisch gerieben), 50 g Walnüsse, ca. 100 ml neutrales Öl (zum Pürieren), ca. 75 ml Olivenöl + Olivenöl zum Bedecken, Salz, Pfeffer aus der Mühle

Und so wird’s gemacht:

Bärlauch gut waschen und trocken tupfen (oder wer eine Salatschleuder hat,- mit der geht’s noch schneller!) Diesen dann in feine Streifen schneiden und in ein schmales hohes Gefäß zum Pürieren geben.

Das neutrale Öl dazugießen (ich hab Rapsöl verwendet) und den Bärlauch pürieren. Ich püriere immer mit neutralen Öl, da es nämlich passieren kann, dass das Pesto bitter wird, wenn ihr für diesen Schritt Olivenöl verwendet. (Mir ist das nämlich leider schon ein paar Mal passiert 😦 )

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Den Parmesan fein reiben und zur pürierten Bärlauchmasse geben. Die Walnüsse hab ich in der Moulinex (Küchenmaschine zum Zerkleinern) ganz fein zerkleinert. Auch diese kommen jetzt in die grüne Masse dazu. Alles gut verrühren und soviel Olivenöl zu gießen, dass eine geschmeidige Masse entsteht. Jetzt nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und schon ist das Bärlauchpesto fertig!

Das Pesto in saubere und sterile Gläser abfüllen, die gut verschließbar sind. Das Bärlauchpesto mit Olivenöl bedecken (0,5-1cm), denn so haltet es euch im Kühlschrank ein paar Monate. Nicht vergessen, immer wenn ihr etwas Pesto aus dem Glas nehmt, kontrollieren, ob die Olivenölschicht noch ausreicht, damit es euch nicht verdirbt.

Das Bärlauchpesto ist vielseitig einsetzbar. Ihr könnt es für die nächste Pasta-Orgie verwenden, Brot damit backen, als Fülle in Knödeln verwenden oder auch Gemüsegerichte damit verfeinern! Lasst eurer Phantasie freien Lauf und probiert einfach aus! 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren! Eure Julie


#fernweh#türkei

 

Wo wir schon überall waren diese Woche … 🙂 Wer erst heute mit aufspringt, dem Winterblues den Kampf anzusagen,- diese Woche kochen wir uns quer durch die Küchen dieser Welt. Gleichzeitig hat am Montag unser Blogevent „Fernweh-Woche/7 Blogger/7 Länder“ begonnen, welches ich am Montag mit dem ersten Zwischenstopp in Marokko eröffnet habe.

Damit ihr einen kurzen Überblick habt, wo wir schon überall waren, gibt es jetzt noch schnell eine kurze Zusammenfassung, bevor es heute weiter in die Türkei geht!

MAROKKO (Julie’s KochArt): Zaalouk mit frischem Fladenbrot

JAPAN (Julie’s KochArt): Homemade Maki

THAILAND (Dearlicious): Khao Pad Sapparod

CHINA (Eve’s Kinderrezepte): Gebackenes Hühnchen süß-sauer mit Reis

INDIEN (Julie’s KochArt): Huhn-Madras-Aufstrich

SPANIEN (Erdbeerqueen): Homemade Tapas

So aber jetzt ab in den Flieger – unser nächster Halt ist die Türkei! 🙂 Bei mir wird heute Baklava gebacken! Das Rezept dazu bzw. die Anleitung dafür hab ich von einer lieben Arbeitskollegin bekommen. Sie selbst kommt zwar nicht aus der Türkei, backt es aber selbst immer nach „türkischer Art“. Es gibt ja so viele Arten, wie Baklava zubereitet wird. Mit Baklavateig oder Blätterteig, mit Walnüssen oder Pistazien und mit Sirup übergossen oder auch nicht. Ich persönlich glaub, dass meine Variante heute eher in die griechisch-türkische Richtung geht! Aber vielleicht könnt ihr mir hier ja weiterhelfen!? 🙂

Julie’s Baklava

Zutaten für 1 Form (rechteckig/ca. 20×35 cm):

Teig & Füllung: ca. 1/2 Pkg. Baklavateig, 250 g Butter, 500 g Walnüsse, 80 g Staubzucker

Sirup: 300 g Kristallzucker, 200 g Honig, 1 Zimtstange, 400 ml Wasser

Und so wird’s gemacht:

Das Backrohr auf 150°C vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. Die Backform mit der flüssigen Butter ausstreichen. Walnüsse und Staubzucker vermischen und schon kann es los gehen!

Der Aufbau ist wie folgt:

  • Teigblätter auf die Form zuschneiden. Immer zwei Teigblätter mit ein bisschen flüssiger Butter zusammen kleben.
  • Begonnen wird mit einer Schicht Teigblätter, die in die ausgebutterte Form gelegt werden
  • Mit Butter bestreichen und mit der Nuss-Zuckermischung bestreuen
  • Wieder 2 Teigblätter auf die Nuss-Zuckermischung legen und von vorn beginnen,- ca. 5x
  • Als Abschluss kommen wieder 2 Teigblätter in die Form, diese werden aber nur noch mit Butter bestrichen

Bevor es ins Backrohr geht, wird das Baklava noch geschnitten. Wie? Das sieht ihr hier am Foto unten.

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Und dann geht’s ab ins Backrohr! Die ersten 30 Minuten wird das Baklava bei ca. 150°C gebacken. Dann erhöht ihr die Temperatur auf 180°C für weitere 30 Minuten. Ab jetzt heißt es ein Auge drauf zu haben, dass das Baklava nicht zu dunkel wird.

Das fertige Baklava aus dem Backrohr nehmen und vollständig auskühlen lassen! Jetzt fehlt uns nur noch der Sirup. Für diesen alle Zutaten in einem Topf aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen, so dass der Sirup Zeit hat, ein bisschen einzudicken.

Den heißen Sirup über das ausgekühlte Baklava gießen. Wichtig ist, dass ihr dieses jetzt mit z.B. zwei Tellern oder einem schweren Brett (einfach ein bisschen erfinderisch sein! ) beschwert, so dass es gut im Sirup liegt und nicht aufsteigen kann! Für ca. 1-2 Stunden ziehen lassen, dann ist das Baklava bereit verschmaust zu werden.

Das Baklava nicht in den Kühlschrank stellen, da es sonst hart wird. Einfach mit einem Deckel oder Alufolie abdecken und in der Küche stehen lassen! So haltet es sich trotzdem 3-4 Tage (wenn es vorher nicht schon zusammen gegessen worden ist)!

Viel Spaß damit! 🙂 Eure Julie