blutwurstknödel

Ein kulinarischer Tag im grünen Herzen Österreichs! Blunznknödel

Guten Abend meine Lieben! Habt ihr auch schon so einen vollen Bauch, wie ich? 🙂 Aber wir wollen diesen Tag ja noch kulinarisch abschließen, daher hab ich noch ein Abendessen für euch gekocht! Gefastet wird dann morgen! 🙂 Ich wollte euch zuerst ein Blunzgröstl servieren, hab dann aber ein bisschen umdisponiert. Die Zutaten sind eigentlich die gleichen, nur hab ich sie anders verarbeitet 🙂

Blunznknödel mit Krautsalat

Zutaten für 4 Portionen:

Teig: 2 große mehlige Erdäpfel (330 g), 150 g Topfen, 45 g fast flüssige Butter, 100 g glattes Mehl, 30 g Grieß, 1 Ei, Salz

Fülle: 1 mittelgroße Zwiebel, 350 g Blunzn, etwas neutrales Öl, 2 Knobizehen, 2 EL Semmelbrösel, Salz, Pfeffer und Majoran

Guss: 200 ml Milch, 100 ml Schlagobers, 2 EL Sauerrahm, 3 Eier, Salz

Krautsalat: 1 Kopf Weißkraut (ca. 1,2 kg), 150 g Speckwürfel, 1 mittelgroßer Zwiebel, Schuss Weißwein, 2-3 TL Kümmel (je nach Geschmack), etwas Apfelessig, Öl, Salz und Pfeffer

Sonstiges: Butter für die Form, Mehl zum Arbeiten

Und so wird’s gemacht:

Die Erdäpfeln mit der Schale in Salzwasser weich kochen.

Begonnen hab ich mit der Fülle für die Blunznknödel. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfelig schneiden. Die Blunzn aus der Haut schälen und in kleine Stück schneiden. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Dann die Blunzn und den Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten. Als nächstes die Semmelbrösel dazugeben, gut durchmischen und mit Salz, Pfeffer und Majoran kräftig abschmecken. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Als nächsten kümmern wir uns um den Krautsalat, da der doch ein bisschen Zeit zum Kochen braucht. Dafür das Kraut vierteln, den Strunk entfernen und in feine dünne Streifen schneiden (oder durch die Reibe einer Küchenmaschine jagen – ich hab das meiner KitchenAid überlassen!). Den Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden.

In einer Pfanne/Topf etwas Öl (nicht zu viel, lieber später noch was dazugeben) erhitzen und den Speck darin gut anbraten. Als nächstes die Zwiebelwürfel dazugeben und kurz mitrösten. Als letztes kommt das Kraut hinzu. Mitrösten und alles mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Mit Wasser aufgießen, so dass das Kraut fast bedeckt ist. Mit ein bisschen Salz und Kümmel würzen und für ca. 30-40 Minuten (je nach Schnittstärke des Krauts) dünsten. Ab und zu dazwischen umrühren und eventuell Wasser nachgießen!

Jetzt sind die Erdäpfel wahrscheinlich schon weich, also geht’s weiter mit dem Teig! Die Erdäpfel schälen und durch die Erdäpfelpresse in eine Schüssel drücken. Die Erdäpfelmasse ein bisschen salzen und mit dem Topfen vermischen. Danach kommen die fast flüssige Butter, Grieß, Mehl und Ei dazu. Alles zu einem glatten Teig verkneten und im Kühlschrank für 30-40 Minuten rasten lassen.

Während der Rest rasten und köchelt nehmen wir uns wieder der Blunzfülle an. Die Blunznmasse mit der Hand einmal gut durchkneten und 8 Kugeln daraus formen.

Das Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen. Alle Zutaten für den Guss gut miteinander verrühren. Eine Auflaufform mit Butter ausfetten.

blunzenknoedel_zubereitungDen Erdäpfel-Topfen-Teig aus dem Kühlschrank holen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gut durchkneten und dann in 8 Teile teilen. Je ein Stück in der Hand zu einer Kugel formen, auf der Handfläche flach drücken, eine „Blunznkugel“ in die Mitte setzen und mit dem Teig ummanteln. Das fertige Knödel in die Auflaufform setzen. Den Rest genauso verarbeiten.

blutwurst knödelDen Guss über die Knödel gießen und dann geht’s auch schon ab ins Backrohr! Dort bleiben die Blunznknödel für ca. 35-40 Minuten. Wenn sie goldbraun gebacken sind, dann sind sie fertig!

Wenn das Kraut bissfest ist (je nach Geschmack – manche mögen’s weicher), vom Herd weg nehmen. Kurz überkühlen lassen und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Vor dem Essen eventuell nochmals erwärmen, falls ihr die Variante „lauwarmer Krautsalat“ lieber habt. Wenn nicht einfach auskühlen lassen und gegebenenfalls in eine Schüssel um leeren!

Unsere Blunznknödel sind goldbraun gebacken, das heißt sie sind fertig und wir können essen! 🙂 Ich hab dazu noch eine Schüssel grünen Blattsalat serviert, da ich nicht so der Krautsalat Fan bin, aber der Rest der Essensmannschaft schon! 🙂

Julie’s Tipp: Wozu verwende ich glattes bzw. griffiges Mehl? Ich hatte da lange nicht den Durchblick. Kurz zusammengefasst: Alles was ins Wasser hüpft und darin gekocht wird – griffiges Mehl. Für alles was gebacken bzw. gebraten wird – glattes Mehl!

Ich hoffe unser kulinarischer Tag in der Steiermark hat euch gefallen?! War das ein oder andere für euch dabei? Morgen haben wir einen Tag frei zum Fasten 🙂 Am Montag melden wir uns dann frisch & fröhlich aus dem schönen Kärnten wieder!

Eure Julie

 


Quiche Lorraine

Quiche Lorraine im Julie Style!

Kennt ihr das, wenn ihr schon nach dem Aufstehen darüber nachdenkt, was ihr am Abend kochen sollt? So ist es mir vor ein paar Tagen gegangen und ich hatte einfach keine Idee. In der Arbeit ging dann das Grübeln weiter. Als ich dann meiner Kollegin zu sah, als sie gerade Spinatquiche machte, kam der Geistesblitz! Nein keine Angst, es kommt jetzt nicht das dritte Rezept für eine Spinatquiche, aber dass es Quiche gibt, stand somit fest. Da ich Gusta auf irgendwas Fleischiges hatte, stand der Entschluss fest: Quiche Lorraine – denn Speck ist ja schließlich auch Fleisch 🙂

Julie’s Quiche Lorraine

Zutaten für 1 Quiche:

Teig: 230 g Mehl, 1 TL Backpulver, 150 g Butter od. Margarine, 3 EL Schlagobers, 1 Prise Salz, 1 Ei

Füllung: ca. 250 g Knoblauchspeck, 1 rote Zwiebel, 1 weiße Zwiebel, 4 Eier, 150 g Creme fraiche (1 Becher), Muskat, Salz, Cayennepfeffer, 150 g Bergkäse, Butter und Mehl (oder Brösel) für die Form

Sauce: 250 g Sauerrahm, 150 g Creme fraiche, 1 EL Mayo, 1 TL Senf, Salz, Cayennepfeffer

Und so geht’s:

Für den Quiche Teig werden alle Zutaten miteinander verknetet. Am besten funktioniert das in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer,- hier aber die Knethaken verwenden. Den glatten Teig ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen! Während der Teig im Kühlschrank rastet, kümmern wir uns um die Füllung. Hierfür die Zwiebel schälen und in feine Streifen (Halbringe) schneiden. Den Speck in Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne den Speck ohne Fett anbraten. Ein paar Minuten später die Zwiebelstreifen dazu geben und kurz mitanrösten. Beiseite stellen und auskühlen lassen.

Für den Guss 4 Eier versprudeln und mit dem Creme fraiche verrühren. Mit Salz, Cayennepfeffer und Muskat kräftig abschmecken. Den Bergkäse grob raspeln.

Für die Sauce, die ich zur Quiche Lorraine gereicht hab, einfach alle Zutaten miteinander vermischen und abschmecken. Kühl stellen!

Die Quicheform ausbuttern und mit Mehl stauben. Den gekühlten Teig rund ausrollen. Die Form mit dem Teig auslegen und die überstehenden Ränder abschneiden.

Quiche roh

Speck-Zwiebel-Mischung auf dem Teig verteilen. Dann den Bergkäse darüber streuen. Als letztes den Guss über die Füllung gießen und schon geht’s ab ins Backrohr! Dort darf die Quiche für ca. 40-45 Minuten bleiben. Falls sie euch zu schnell zu dunkel wird (je nach Backrohr), einfach mit Alufolie abdecken.

Wenn die Quiche fertig ist, das Backrohr ausschalten und für ca. 10 Minuten einen Spalt offen lassen,- so hat die Quiche noch ein bisschen Zeit sich zu „setzen“, bevor ihr sie anschneidet.

Ja und dann heißt es nur noch die Sauce aus der Kühlung holen, anschneiden und anrichten! Ich wünsch euch Guten Appetit und ein schönes Wochenende!

Eure Julie


Pikanter French Toast mit grünem Spargel

Verzeiht mir die krankheitsbedingte „Ruhephase“ diese Woche am Blog. Heute geht’s schon wesentlicher besser und auf Instagram hab ich ja schon eine Vorschau gepostet, was es als nächstes von mir hier zu lesen gibt! 🙂 Die Inspiration zu diesem Gericht stammt aus dem Newsletter vom Magazin „Essen & Trinken“. Ich hatte ziemlich schnell eine Idee im Kopf, wie ich diesen pikanten French Toast umsetzen will. Und das Ergebnis hat nicht nur meine bessere Hälfte überzeugt, sondern auch mich. Die „Toppings“ sind gut austauschbar, schnell gekocht ist der pikante French Toast auch UND man kann Reste aus dem Kühlschrank super verwerten. Meine Reste waren altes Brot, Fetakäse, Speckwürfel und eine angefangene Packung Pinienkerne! Also ab in die Küche und schaut mal, was euer Kühlschrank so her gibt! 🙂

pikanter french toast

Pikanter French Toast mit grünem Spargel

Zutaten für zwei hungrige Mäuler:

4 Scheiben altbackenes Brot (ich hatte ein Weizensauerteig Brot daheim), 1 Bund grüner Spargel, 4 Eier, 4 EL Schlagobers, 100 g Speckwürfel, 50 g Pinienkerne, ca. 100-150 g Fetakäse, Bärlauchbutter, Olivenöl, Salz & Pfeffer

Dazu gab’s nochmal die Tomaten-Basilikum-Sauce, die ich euch schon beim Spargelexperiment vorgestellt habe!

pikanter french toast

Und so schnell geht’s:

Die Tomaten-Basilikum-Sauce zubereiten. Das Rezept dazu findet ihr hier.

Spargel waschen und die Enden abschneiden. Dicke Spargelstangen eventuell schälen. In einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Spargelstangen darin anbraten, bis sie bissfest sind. Zum Schluss etwas Bärlauchbutter dazugeben und mit Salz & Pfeffer würzen.

Speckwürfel in einer Pfanne ohne Fett auslassen, knusprig braten und warm halten. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Vergesst nicht drauf, die Pinienkerne aus der Pfanne zu nehmen, da diese noch Hitze abgibt und sie dann zu dunkel werden.

Eier mit Schlagobers versprudeln und mit etwas Salz würzen. Die altbackenen Brotscheiben einlegen. Einmal wenden, so dass sich alle Seiten vollsaugen können.

In einer Pfanne neutrales Öl erhitzen und die Brotscheiben einlegen. Von beiden Seiten goldbraun braten. Herausnehmen und mit Küchenpapier abtupfen.

spargel french toast bb

Aufbau vom pikanten French Toast:

  • Brotscheiben
  • gegrillter grüner Spargel
  • Feta
  • Speckwürfel
  • Pinienkerne
  • Sauce dazu anrichten

Ist das getan, kann auch schon gegessen werden! Lasst es euch schmecken meine Lieben! Vielleicht probiert ihr den pikanten French Toast auch mal aus und lasst mir ein Foto da?

Und jetzt ab ins Wochenende! Happy Friday,- auch wenn es der 13. ist! 🙂 Eure Julie