Weiter geht’s mit den „Einkoch-Spielen“! Trauberl Sirup

Ehrlich gesagt, weiß ich schön langsam nicht mehr, ob es ein Fluch oder Segen ist … so viele Weintrauben … und es ist noch immer kein Ende in Sicht! Vielleicht hätte ich doch unter die Winzer gehen sollen 🙂 Nichtsdestotrotz mussten Ideen her. Und da purzelte auch schon eine via Instagram von der lieben Sina daher. Ich hätte nie daran gedacht, aus Weintrauben einen Sirup zu machen. Daher ein großes DANKE liebe Sina für die Inspiration! Auf Instagram gab’s dann noch eine kleine Abstimmung zur Namensfindung … and now we proudly present the one and only – Trauberl Sirup! 🙂 Gleich vorweg – das heutige Rezept ist eher eine Anleitung!

Trauberl Sirup

Blaue Weintrauben waschen, verdorrte Trauben entfernen, wie auch die zu dicken Stiele! Bei mir hat dann der Dampfentsafter die Arbeit übernommen. Den Traubensaft hab ich dann wie folgt zu Sirup eingekocht:

  • 1 Liter Traubensaft
  • 1 kg Sirupzucker für Steinobst und Beeren (der rote 🙂 Firma wird nicht genannt, da ich dieses Schmafu mit als Werbung kennzeichnen nicht leiden kann!)
  • 1 Vanilleschote (bisschen aufritzen und klopfen)
  • Saft von einer halben Zitrone

Den Traubensaft mit dem Sirupzucker, der Vanilleschote und dem Zitronensaft bei mittlerer Temperatur aufkochen. Dann für ca. 10-12 Minuten bei hoher Temperatur sprudelnd kochen lassen. Wenn sich Schaum bildet, diesen abschöpfen.

Den fertigen Sirup in sterile Flaschen füllen und sofort verschließen. Kühl & trocken lagern. Der geöffnete Sirup muss dann in den Kühlschrank. Ich hab dieses Mal auf das zusätzliche „Pasteurisieren“ im Backofen verzichtet. Wollt ihr trotzdem auf Nummer sicher gehen, dann einfach hier entlang, da findet ihr die Anleitung dazu!

Gutes Gelingen! Eure Julie

 


rosmarin sirup

Ein gelungendes Experiment! Rosmarin-Sirup

Gestern gab’s auf Instagram ja schon eine kleine Vorschau, was euch heute hier bei mir erwartet! Ich hab ein kleines Experiment gestartet. Experiment deswegen, weil ich nie auf die Idee gekommen wäre mit Rosmarin eine Sirup anzusetzen. Trocknen & rebeln und dann als Gewürz in der Küche verwenden, dass ist die klassische Vorgehensweise zum Ende des Sommers bei mir. Kurze Vorgeschichte: ich bin eine „kleine“ Unterstützerin des österreichischen Start Ups Unverschwendet! Kennt ihr das? Cornelia und ihr Team nehmen sich dem übrig gebliebenen Obst & Gemüse an und verarbeiten es. Ganz klassisch nach den alten Methoden. Einkochen, einlegen, einwecken usw.! Eine wirklich tolle Idee! Und durch Unverschwendet bin ich auch auf die Idee mit dem Rosmarin Sirup gekommen, da ihn Cornelia ein paar Mal auf ihren Blog erwähnt hat. Also hab ich ihr ein kleines Hilfe-Mail geschickt, welches auch prompt beantwortet wurde. Sie hat mir dann ein paar Hilfestellungen gegeben und vor allem eine Info, auf die ich nie gekommen wäre! Denn der Rosmarin wird nicht endlos abgezupft, sondern gleich samt den Zweigen verarbeitet, da in denen die meisten Rosmarin Essenzen stecken. Habt ihr das gewusst? Ich bin ehrlich – ich NICHT! So aber jetzt ran an den Rosmarin! 🙂

Ein Sirup namens Rosmarie 🙂

Zutaten für ca. 3 Liter Sirup:

Ich hab gleich eine größere Menge eingekocht, da ich wirklich viel Rosmarin hatte und praktischerweise auch den passenden großen Topf dazu 🙂 Habt ihr das nicht, einfach die Menge 1:1 machen! Auf einen Liter Wasser einen Kilo Zucker verwenden. Ansonsten ist die Verarbeitung und Zubereitung dieselbe.

3 kg Zucker, 3 Liter Wasser, 3 Bio Zitronen, 3 große Bund frischen Rosmarin (samt Zweige/Geäst/Asterln), 1-2 TL Zitronensäure

Sonst noch: einen großen Topf, ein großes Sieb, ein Passiertuch, sterile Flaschen

Und so wird’s gemacht:

Rosmarin samt den Asterln waschen und trocken tupfen. Die Bio Zitronen waschen und halbieren. Wasser und Zucker in einem großen Topf zum Kochen bringen. Zitronen und den Rosmarin (wenn dieser sehr lange Äste hat, eventuell klein schneiden) dazu geben und sanft eine Stunde köcheln lassen.

Nach der Stunde den Sirup ein bisschen abkühlen lassen, abdecken (Deckel oder mit Folie) und an einem kühlen Ort drei Tage ziehen lassen.

Nach den drei Tagen geht’s wie folgt weiter: Das Passiertuch in das Sieb legen. Den angesetzten Sirup abseihen. Es dauert dadurch vielleicht ein bisschen langsamer, ist aber ratsam, da wir ja den Rosmarin samt den Asterln verwendet haben. Und wir wollen doch keine kleinen Rückstände im Sirup 🙂 Dabei auch die Zitronen auspressen!

Zum abgeseihten Sirup hab ich zur Sicherheit noch 1-2 TL Zitronensäure dazu gegeben. Den Sirup aufkochen und für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Ist das alles getan, geht es auch schon ans Abfüllen. Den Rosmarin Sirup zügig in sterile Flaschen füllen und verschließen.

Ich hab meine Flaschen dann noch im Backofen sterilisiert. Wie das geht, könnt ihr hier nachlesen!

Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich bin schon auf euer Feedback gespannt! 🙂 Morgen meldet sich wieder mal mein Schwesterchen hier am Blog. Sie hat für euch den passenden Drink zum Sirup im Gepäck 🙂

Eure Julie


Der Sommer sagt auf Wiedersehen!

Der Herbst ist eindeutig bei uns angekommen! Daher beginnt auch die Zeit meinen Garten winterfit zu machen und meine Kräuter abzuernten. Unter anderem hat meine Pfefferminze nochmal Gas gegeben. Und da der erste Sirup schon so gut geworden ist, wurde ich zur Wiederholungstäterin! 🙂 Eine herrliche erfrischende Möglichkeit, ein bisschen Sommerfeeling in die kommenden tristen Herbst- und Wintertage zu bringen!

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Pfefferminz-Sirup

Zutaten für ca. 3 Liter fertigen Sirup:

3-4 Bund frische Pfefferminze, 1 unbehandelte Zitrone, 3 kg Sirupzucker, sterile & saubere Flaschen

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Und so wird’s gemacht:

Pfefferminze waschen und trocken tupfen. Zitronen waschen und halbieren und beides in zwei große Gläser (á 3 Liter) aufteilen.

In einem großen Topf den Sirupzucker mit Wasser (Menge laut Packung) aufkochen und dann über die Kräuter gießen. Gut verschließen und 2 Tage an einem kühlen Ort durchziehen lassen.

Nach den zwei Tagen: Sirup abseihen, Kräuter und Zitrone dabei gut ausdrücken. In einem großen Topf aufkochen und ca. 5 Min. köcheln lassen. In saubere Flaschen abfüllen und gleich verschließen. Falls ihr, so wie ich eine größere Menge zubereitet, dann empfiehlt es sich, die Flaschen im Backrohr noch zu sterilisieren. Dann ist der Sirup länger haltbar und muss erst in den Kühlschrank, wenn die Flasche geöffnet wurde! (Wie das Sterilisieren funktioniert, kannst du hier nachlesen!) Ansonsten an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank aufbewahren.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂 Eure Julie