*** Türchen Nr. 22 ***

Guten Morgen meine Lieben! Nur noch 2x schlafen, dann kommt endlich das Christkind 🙂 Wie verbringt ihr die Weihnachtsfeiertage? Ich muss dieses Jahr zu Weihnachten arbeiten und werde dann am Stefanitag Weihnachten mit meiner Familie „nachfeiern“. Meistens treffen wir uns zum Brunch, wo dann geschmaust wird. Was habt ihr vor? Letztes Jahr, fast um die gleiche Zeit, hatte ich hier am Blog meine Schwedenwoche … ein köstliches Rezept, welches dabei entstanden ist, hab ich euch heute aus dem Archiv geholt und entstaubt. Schaut euch das an, diese köstlichen Egg Benedict im Schwedenstyle! Die werden heuer sicher den Weg auf den Frühstückstisch finden! 🙂 Was tischt ihr denn so auf?

God Morgon! 🙂 Habt ihr alle gut geschlafen? Bereit fürs Frühstück? Heute mach ich’s mal kurz und spann euch nicht weiter auf die Folter. Mein Frühstücksrezept für euch sind heute Egg Benedict im Schweden Style! Herrlich die Kombi aus Lachs, Toast und pochiertem Ei! Aber liest und probiert selbst. Und nicht abschrecken lassen, pochieren ist nicht so schwer, wie alle sagen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen 🙂 Meine waren auch nicht perfekt, aber wenn wir schon beim Sprüchen klopfen sind,- Übung macht den Meister! Sodala aber jetzt geht’s los.

Dezember 2015

image

Egg Benedict im Schweden Style

Zutaten für 2 Personen:

2 große Toastscheiben, 4 Eier, Salz, Schuss Essig, Senfsauce, 1/2 Bund Schnittlauch, ca. 250-300 g Räucherlachs, bisschen Butter

Und so schnell geht’s:

Wasser in einen Topf füllen,- ca. 5-6 cm hoch. Eine Prise Salz und einen Schuss Essig dazugeben und aufkochen lassen.

Inzwischen Schnittlauch schneiden und die restlichen Zutaten herrichten, damit ihr dann alles griffbereit habt.

Die Eier zum Pochieren sollten möglichst frisch sein und Zimmertemperatur haben. Kocht das Wasser, die Temperatur zurückdrehen, es darf nur noch simmern.

So und jetzt geht’s ans Eingemachte 🙂 Beim Pochieren gibt es einen kleinen Trick. Ihr nehmt einen Kochlöffel und rührt kräftig im Wasser um, so dass ein Strudel entsteht. Das Ei in die Mitte des Strudels vorsichtig hineingleiten lassen und dann heisst es nur noch warten. Ich bereite mir die Eier vorher immer einzelnd in einer kleinen Espressotasse vor, anstatt das Ei über dem Wasser aufzuschlagen.

Schreckt euch nicht, zu Beginn wird das Ei recht fransig ausschauen, doch mit der Zeit wird es fest und nach ca. 4-5 Minuten könnt ihr das pochierte Ei herausholen. Mit einem Siebschöpfer herausfischen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Mit den restlichen Eiern wiederholen. Dass es nicht so lang dauert, hab ich gleich mit zwei Töpfen pochiert.

Toastscheiben in den Toaster stecken.

Die Toastscheiben sind getoastet, jetzt nur noch ein bisschen Butter drauf, dann den Lachs, je Toast zwei pochierte Eier, Senfsauce und mit Schnittlauch bestreuen.

Noch einen Kaffee dazu oder ein Gläschen Prosecco und schon kann geschlemmt werden!

Eure Julie


*** Türchen Nr. 13 ***

Es ist der Tag der Lichterkönigin. An diesem Tag finden überall in Schweden, am Lucia-Morgen, leuchtende Luciaumzüge statt. Mit dem Luciafest soll Freude und Helligkeit in die dunklen Tage des ausklingenden Jahres gebracht werden! Und da diese Umzüge meistens am Morgen stattfinden, gibt es den Brauch, dass die Lucia nach dem Gesang ein traditionelles Frühstück mit Luciabrötchen, Pfefferkuchen und Glögg serviert. Und um an dieser Tradition fest zu halten, habe ich heute frische Luciabrötchen für euch. An alle Schweden unter auch,- ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein typisch schwedisches Rezept ist,- daher seid mir bitte nicht böse, ich habe mein bestes gegeben! 🙂

image

Luciabrötchen

Zutaten für ca. 8 Stück:

Teig: 425 g glattes Mehl, 2 Säckchen Safran, 75 g weiche Butter, 1 Prise Salz,     1 Pkg./7 g Trockengerm (oder 25 g frische Germ), 60 g Zucker, 1 Vanillezucker, 250 ml Milch, 50 g gestiftelte Mandeln

Sonst noch: 1-2 EL getrocknete Cranberrys (original Rosinen), 1 Eidotter zum Bestreichen

Und so wird’s gemacht:

Die Milch muss lauwarm sein. Jeweils 125 ml in ein Schüsserl geben. Einmal darin den Safran verrühren und im anderen Teil die Germ (Hefe) auflösen.

Und dann dürfen auch schon alle Zutaten zusammen in die Küchenmaschine. Die Prise Salz und die gestiftelten Mandeln erst zum Schluss dazugeben. So lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst.

Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort, ohne Zugluft 60-90 Min. aufgehen lassen.

Nach dem Rasten wird der Teig noch einmal durch geknetet. Den Teig in acht Stücke Teilen und zu Rollen formen. Luciabrötchen haben die Form von einem S, wobei die Enden jeweils, wie eine Schnecke eingerollt werden. Die Luciabrötchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, mit einem Geschirrtuch abdecken und rasten lassen, während das Backrohr aufheizt!

Das Backrohr auf 170°C vorheizen, die Lucias dürfen noch ein bisschen rasten. Ist die Temperatur erreicht, werden die Luciabrötchen noch mit einem versprudeltem Eidotter bestrichen und in die Mulden jeweils eine getrocknete Cranberry gedrückt. In Schweden werden sie original mit Rosinen gemacht, da ich aber nicht so ein Rosinen Fan bin, hab ich auf Cranberrys umdisponiert 🙂

Ab damit ins Backrohr! Dort bleiben sie für ca. 20-25 Minuten, bis sie goldbraun gebacken sind. Blech aus dem Backrohr holen und die Luciabrötchen am Blech auskühlen lassen!

Ich wünsch euch allen einen schönen Lucia Tag! 🙂 Eure Julie


Hej Schweden! Köttbullar mit Erdäpfelpüree & Preiselbeeren

Ich hab immer geglaubt, dass Köttbullar sich von unseren Fleischlaberln nicht wirklich unterscheiden, außer dass sie rund sind 🙂 Doch irren ist menschlich, heißt es doch, oder? Im Großen und Ganzen sind die Zutaten fast gleich, außer das die Schweden anscheinend sehr gerne mit Piment kochen. Wusste ich nicht, ich geb’s zu! 🙂 Und die Semmelbrösel werden nicht einfach so dazu gemischt, wie wir das bei Faschierten machen. Nein die werden zuerst in Suppe und Schlagobers eingeweicht, damit die Köttbullar flaumiger werden. Und was soll ich euch sagen, es stimmt und das Ergebnis hat mich begeistert! Und das Ganze dann in der Kombi mit frisch gekochtem Erdäpfelpüree, der himmlischen Rahmsauce, die alleine schon 1000ende Kalorien hat, aber egal 🙂 und Preiselbeeren! Aber überzeugt euch selbst und probiert diese köstlichen Köttbullar aus!

image

Köttbullar mit Erdäpfelpüree, Rahmsauce & Preiselbeeren

Zutaten für ca. 4 Portionen:

Köttbullar: 450-500 g Faschiertes (Rind & Schwein gemischt), 1 Zwiebel, 25 g Semmelbrösel, 4 EL Schlagobers, 3 EL Rindsuppe, 1 Ei, Salz, Pfeffer, 1/2 TL Paprikapulver, 1/2 TL Piment gemahlen (oder fein mörsern), Öl und etwas Butterschmalz, Mehl zum Arbeiten

Sauce: 300-400 ml Schlagobers, 250 ml Rindsuppe, 1 Prise Piment gemahlen, Salz, Pfeffer, Mehl oder Maizena zum Binden

Und sonst noch: Schnittlauch – wer mag zum Garnieren, Preiselbeeren

Zum Rezept für das Erdäpfelpüree geht es hier!

Und jetzt kochen wir schwedisch:

Für die Köttbullar Masse Zwiebel fein schneiden, in Öl glasig anschwitzen, beiseite stellen und auskühlen lassen.

4 EL Schlagobers mit 3 EL Suppe vermischen und die Semmelbrösel darin einweichen,- wird ein Gatsch, schreckt euch nicht! 🙂

In einer Schüssel Faschiertes mit Zwiebel, Ei, Gewürzen und den eingeweichten Semmelbrösel vermischen. Kleine Kugeln formen (16-20 Stück, je nach Größe) und in Mehl wälzen.

image

Backrohr auf 100-120°C vorheizen,- zum Warmhalten der Köttbullar,

In einer großen und etwas tieferen Pfanne 1-2 EL Butterschmalz erhitzen und die Fleischbällchen von allen Seiten gut anbraten. Im Backrohr abgedeckt warmhalten.

Den Bratenrückstand der Fleischbällchen mit Suppe ablöschen, mit Schlagobers aufgießen und mit einer Prise Piment würzen. Ein paar Minuten köcheln lassen. Dann durch ein feines Sieb abseihen und zurück in die Pfanne geben. Erst jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls die Sauce nicht „dick“ genug ist, nach Wunsch mit Maizena oder Mehl eindicken.

Dazu Mehl/Maizena mit kaltem Wasser glatt rühren und in die Sauce einrühren.

Fleischbällchen in die Sauce einlegen und noch ein paar Minuten mitköcheln lassen.

image

Und jetzt heißt es nur noch Anrichten! Die Köttbullar mit Erdäpfelpüree und Preiselbeeren servieren und perfekt ist ein schwedisches Abendessen 🙂

Schwedische Samstagsgrüße, Eure Julie 🙂