Dreierlei vom Zwetschkerl!

Da die Zwetschken Saison bereits im vollen Gange ist, gibt es heute ein Rezept aus dem Archiv, denn gewisse Rezepte braucht man nicht immer wieder neu erfinden oder? 🙂 Falls ihr noch ein paar Ideen braucht, dann einfach weiterlesen! Ich bekomm meine Zwetschken-Lieferung wahrscheinlich nächste Woche und dann wird auch bei mir wieder eingekocht und eingeweckt. Dieses Jahr werden definitiv mehr Rotwein-Zwetschken eingekocht 🙂 Die habens uns besonders angetan. Passen zum Kaiserschmarrn, aber auch auf den Frühstücks-Porrigde … einfach köstlich! Die müsst ihr unbedingt ausprobieren!

Noch gibt es Zwetschken, also schnell noch welche einkaufen und ausprobieren! 🙂 Heute hab ich eine klassische Zwetschkenmarmelade, eingelegte Rotwein-Zwetschken und ein gelungenes Experiment von mir, eine Zwetschkenmarmelade mit Portwein & Zimt!

 – September 2015 –

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Klassische Zwetschkenmarmelade

Zutaten:

1 kg Zwetschken (ein bisschen mehr kaufen, da ihr sie ja noch entkernen müsst!), 500 g Gelierzucker 2:1, einen Spritzer Zitronensaft und einen Schuss Rum, sterile & sauber Gläser

Ich hab zig Kilos eingekocht, daher schreib ich es euch einfach mal für einen Kilo Zwetschken auf! 🙂

Und so wird’s gemacht:

Zwetschken waschen, entkernen, abwiegen und im Verhältnis 2:1 mit dem Gelierzucker in einem Topf vermischen. Langsam erhitzen und aufkochen lassen.,- dann hab ich einfach den Pürierstab geschwungen! Jetzt nochmal aufkochen lassen und 8-10 Min. dahin köcheln lassen. Und schon kann abgefüllt werden. Sofort verschließen, auf den Kopf stellen und auskühlen lassen. Fertig! 🙂

Weiter geht’s mit eingelegten Rotwein-Zwetschken, die süchtig machen!

Rotwein-Zwetschken

Zutaten für ca. 10 mittelgroße Gläser:

1,5 kg Zwetschken, 750 g Kristallzucker, 5-6 Stück Nelken, 750 ml kräftigen Rotwein, 2 Zimtstangen, 1 Schuss Rum oder Weinbrand, 1 Spritzer Zitronensaft, sterile & saubere Gläser

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Und so schnell geht’s:

Zwetschken waschen, halbieren und entkernen. Zuerst den Rotwein mit den restlichen Zutaten erhitzen, aufkochen und ca. 5-10 Min. köcheln lassen, so dass sich die Flüssigkeit ein bisschen einkochen kann. Erst dann kommen die halbierten Zwetschken dazu.

Die Hitze jetzt ein bisschen zurück drehen und die Zwetschken im Rotweinsud ca. 5-10 Min. köcheln lassen. Und dann geht’s auch schon an’s Abfüllen! Ich hab die befüllten Gläser noch zur Sicherheit im Backrohr bei 100° C für ca. 30-40 Min. sterilisiert. Wie das genau geht, könnt ihr hier nachlesen!

Wie heißt es so schön, alle guten Dinge sind drei! 🙂 Als Abschluss hab ich jetzt noch mein Experiment für euch!

Zwetschkenmarmelade mit Portwein & Zimt

Zutaten:

Ca. 1,5 kg Zwetschken, ca. 200 ml Portwein, 1-2 TL Zimt, ca. 750 g Gelierzucker 2:1, 1 Spritzer Zitronensaft

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Und so hab ich’s gemacht:

Zwetschken waschen, entkernen und klein schneiden. Bei mir waren es schlussendlich 1,3 kg zurecht geschnittene Zwetschken. Dann hab ich den Portwein dazu gegeben,- soviel bis 1,5 kg erreicht waren.

In einem großen Topf wird jetzt alles mit Gelierzucker im Verhältnis 2:1,- bei mir waren es 750 g, vermischt und langsam erhitzt. Einmal aufkochen und dann kommt wieder der Pürierstab zum Einsatz 🙂 Nochmal aufkochen und dann ca. 8-10 Min. köcheln lassen. Kurz bevor die Marmelade in die Gläser gefüllt wird, kommt der Zimt und der Spritzer Zitrone dazu.

Wie stark das Zimtaroma sein soll, könnt ihr selbst entscheiden. Soll es ein Hauch sein, dann reicht 1 TL Zimt,- darf es ein bisschen intensiver sein, dann könnt ihr ruhig 2 TL Zimt dazu geben!

So und jetzt heißt’s nur noch abfüllen! Sofort verschließen, auf den Kopf stellen und auskühlen lassen!

 

Ich wünsch euch viel Spaß beim Ausprobieren & Experimentieren! Eure Julie

 


Herbstzeit ist Kürbiszeit! Heute wird’s wild! :-)

Hallo meine Lieben! Spät aber doch melde ich mich mit einem neuen Kürbisrezept. Die Herbst- und Winterzeit ist auch Wildzeit und da wir das gerne mögen, gibt es heute ein wildes Gericht mit Kürbis! 🙂 Wer von euch keine Wild mag, kann das optional z.B. auch durch Rind ersetzen. Auf los geht’s los!

Hirschkeulensteaks mit gegrilltem Kürbis aus dem Backrohr

Zutaten für ca. 3 Portionen:

Wild: ca. 500 g Hirschkeulensteak (im Ganzen), 3-4 Pimentkörner, 1 TL rosa Pfeffer, 250 ml Rotwein, 1 Schuss Portwein, 1 TL getrockneter Thymian, 2 Lorbeerblätter, 1 EL Wildgewürz

Sauce: 1 Knoblauchzehe, 1 kleine Zwiebel, 1 Suppenwürfel, 200 ml Wasser, 1 TL Zucker, Salz, 1-2 TL Maizena, 1 EL Butter, 1 EL Olivenöl

Kürbis: 1 Green Hokkaido (ca. 600 g), 1 Pkg. Speck (15-20 Scheiben), 1-2 TL Thymian getrocknet, 1-2 TL Rosmarin getrocknet, Fleur de Sel, Olivenöl

Bratkartoffeln: 1 kg Bratkartoffeln, Olivenöl, Salz

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um die Marinade für das Hirschfleisch. Das Fleisch sollte mindestens eine Stunde Zeit zum Durchziehen haben,- daher, wenn ihr wollt, könnt ihr es auch schon am Vortag einlegen, dann wird es perfekt!

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In einem verschließbaren Behältnis alle Zutaten für das Wild (siehe oben bei den Rezeptangaben) vermischen. Hirschkeulensteak kalt abwaschen, abtupfen und im Ganzen in die Marinade einlegen, Behältnis verschließen und ab in den Kühlschrank. Ab und zu mal wenden, dass die Marinade von allen Seiten gut aufgenommen werden kann.

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Backrohr auf 200°C vorheizen. Kürbis waschen, entkernen und in gleich große Spalten schneiden (nicht zu dünn). Der Hokkaido Kürbis, egal ob grün oder orange, kann mit Schale verarbeitet werden,- ihr braucht ihn also nicht schälen!

Eine Spalte jeweils mit einer Scheibe Speck umwickeln und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Kürbisspalten mit Thymian, Rosmarin und Fleur de Sel bestreuen. Noch ein paar Tropfen Olivenöl drüber und schon dürfen sie ins Backrohr für ca. 25-30 Minuten.

So und was fehlt jetzt noch? Ach ja, der Hirsch und die Sauce 🙂 Fleisch aus der Marinade nehmen, abtupfen und beiseite stellen. Die Marinade abseihen, da wir diese für die Rotweinsauce brauchen. Für die Sauce Zwiebel schälen und klein würfelig schneiden. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einer Pfanne 1 EL Butter und 1 EL Olivenöl erhitzen und den Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Mit der Marinade ablöschen, Wasser dazugießen, Suppenwürfel dazugeben und köcheln lassen, bis die Sauce schön einreduziert ist. Mit Salz und Zucker abschmecken, eventuell mit etwas Maizena abbinden,- wenn notwendig.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen,- am besten eine Pfanne verwenden, die ihr auch ins Backrohr stellen könnt. Das Hirschkeulensteak (im Ganzen) von allen Seiten 3-5 Minuten gut anbraten. Mit Alufolie abdecken und ins Rohr zu den Kürbisspalten stellen. Die Kürbisspalten waren bei mir schon 15 Minuten im Backrohr, bevor ich das Fleisch zugeschoben habe. Die Temperatur jetzt auf 160°C reduzieren, dann ist das Fleisch noch schön rosa im Kern und die Kürbisspalten gar.

Wenn ihr das Fleisch lieber durch habt, dann schiebt die Kürbisspalten und den Hirsch gleichzeitig ins Rohr,- bei ca. 180 °C!

Und schon kann angerichtet werden! Dazu gab’s bei uns Bratkartoffeln aus dem Airfryer und Preiselbeer-Gelee! 🙂

Die Kürbiswoche wird noch um einen Tag verlängert! 🙂 Morgen hab ich noch ein tolles Rezept für ein Kürbis-Chutney für euch!

Bis morgen, euer Julie!


Zwiebelrostbraten mit Rotwein- Feigensauce und Bratkartoffeln

Ich lese gerne Kochbücher und ich schaue gerne Kochshows. In einer dieser Kochshows (Koch mit Oliver!) war ein Gericht dabei, welches ich nachgekocht habe und euch heute vorstellen will. Ein moderner Klassiker!

zwiebelrostbraten modernZwiebelrostbraten mit Rotwein- Feigensauce und Bratkartoffeln

Zutaten für 2 Personen:

2 Stk. Beiried, 1 große Zwiebel, 3 Stk. frische Feigen oder 5-6 Stk. getrocknete Feigen, 1 Stk. Rindssuppenwürfel, 4-5 Stk. Kartoffeln, 1/4 l Rotwein, Röstzwiebel (fertig gekauft oder selbstgemacht), Öl für die Pfanne

Und so geht’s:

Kartoffeln kochen und schälen. Backrohr auf 100 Grad vorheizen.

Den Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Feigen, ob frisch oder getrocknet, in kleinere Stücke schneiden. Die frischen Feigen nicht schälen!

Den Fettrand des Beirieds einschneiden und kurz in heißem Öl auf beiden Seiten anbraten. Auf einen Teller legen und mit Alufolie abdecken und ins Backrohr schieben zum Rasten.

In der gleichen Pfanne jetzt den Zwiebel anrösten, den Rindssuppenwürfel darüber bröseln und mit Rotwein ablöschen. Die Sauce bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Kartoffeln vierteln und in genügend Öl herausbacken, bis sie eine goldgelbe Kruste haben.

Damit die Sauce eine fruchtige Note bekommt, die Feigen in die Sauce geben und noch 2-3 Minuten mitköcheln lassen.

Jetzt muss nur noch angerichtet werden! Mahlzeit, Eure Julie