Schnelle Frühstücksweckerl

Guten Morgen meine Lieben! Am Wochenende gab’s zum verspäteten Geburtstagsfrühstück meiner besseren Hälfte frisch gebackene Brötchen. Eigentlich aus der Not heraus, denn geplant hatte ich eine süßes Frühstück, doch das Geburtstagskind hat sich dann doch umentschieden. „Jetzt hamma den Salat“ hätte meine Omi früher gesagt 🙂 Aber da bei mir ja Zutaten wie Mehl, Zucker ect. fast immer vorrätig sind, war das Gott sei Dank ja kein Problem. Die einzige fehlende Zutat war die frische Germ. Da es aber schnell gehen sollte, d.h. kein langes Teig aufgehen lassen, hab ich mich für einen Teig mit Natron entschieden. Die Inspiration für diese schnellen Frühstücksweckerln hab ich aus dem neuen Jamie Oliver Kochbuch „Superfood“.

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Frühstücksweckerl

Zutaten für 4 große Weckerl:

200 g Dinkelmehl, 50 g Weizenmehl (Type 550), 100 g Roggenmehl, 30 g Haferflocken, 30 g Sonnenblumenkerne, 300 ml Buttermilch, 1 TL Natron, 1-2 TL Fleur de Sel (oder Meersalz), 1 Ei, Mehl zum Arbeiten

Und so schnell geht’s:

Backrohr auf 190°C vorheizen!

Zuerst werden alle trockenen Zutaten miteinander vermischt. In einer kleinen Schüssel die Buttermilch und das Ei versprudeln und danach zu den trockenen Zutaten geben.

Ich hab wieder mal meine KitchenAid arbeiten lassen. Den Teig gut verkneten,- ca. 5 Minuten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche und mit bemehlten Händen, da der Teig eher patzig ist, nochmals durchkneten und in 4 Stücke teilen und in Kugeln formen.

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Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und die Kugeln leicht flachdrücken, mit Mehl bestauben und einschneiden. Und schon dürfen sie ins Backrohr! Dort bleiben sie für ca. 35 Minuten. Wenn die Frühstücksweckerl eine schöne Kruste haben und hohl klingen,- das hört man, wenn man auf die Unterseite klopft,- dann sind sie fertig!

Ein bisschen auskühlen lassen und genießen! Eure Julie


roggenbrot pur mit sauerteig

Endlich wiedermal frisch gebackenes Brot!

In letzter Zeit komm ich viel zu selten dazu, selber Brot zu backen … doch dieses Wochenende war endlich wieder mal Zeit und dieses tolle Roggenbrot ist auch schnell gemacht. Man muss zwar am Vorabend 5 Minuten Arbeit investieren, aber was sind 5 Minuten? 🙂 Ich hab mich dieses Mal für ein Roggenbrot entschieden, da ich nebenbei auch zum ersten Mal eine Rehpastete im Glas bzw. Rehstreichwurst ausprobiert habe. Und was passt da besser dazu, als ein frisches, dunkles und krosses Roggenbrot! 🙂

Roggenbrot

Zutaten für 1 Brot:

Vorteig: 100 g Roggenmehl (Type 1150), 75 g flüssigen Natursauerteig (gibt es auch schon im Beutel zum Kaufen), 100 ml Wasser

Brotteig: 35 g frische Germ, 350 ml lauwarmes Wasser, 500 g Roggenmehl (Type 1150), 2 EL Salz, Mehl zum Ausarbeiten

Und so wird’s gemacht:

Ab Vorabend die Zutaten für den Vorteig in einer Schüssel gut miteinander vermischen und am besten mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken. Bei Zimmertemperatur ca. 12 Stunden reifen lassen.

Am nächsten Tag geht’s dann an den Brotteig. Dafür die frische Germ in lauwarmen Wasser (350 ml) auflösen. Mehl, Germwasser und Vorteig in eine Rührschüssel geben und alles miteinander verkneten. Ich hab das meiner KitchenAid überlassen, da der Teig ca. 10 Min. geknetet werden soll. Und von Hand 10 Min. kneten kann ganz schön anstrengend werden 🙂 Die Hälfte der Zeit soll langsam geknetet werden und dann schnell. In der Halbzeit kommt dann noch das Salz zum Teig dazu!

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort 30-45 Min. gehen lassen. Lasst euch nicht abschrecken, Roggenteig ist sehr klebrig, bitte kein zusätzliches Mehl dazugeben!

Nach der ersten Rastung wird ein paar Mal „rund gewirkt“ – gefalten. Wie das funktioniert, könnt ihr euch am Foto unten anschauen. Zuletzt einen schönen Laib formen und nochmal 30 Minuten gehen lassen.

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Nach der zweiten Rastung nochmal rund wirken und einen ovalen Brotlaib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, abdecken und rasten lassen. Inzwischen das Backrohr auf 240°C aufheizen und ein mit Wasser benetztes Backblech mit ins Rohr schieben.

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Wenn die Temperatur erreicht ist, das „Wasserblech“ herausnehmen und das Blech mit unserem Brot ins Backrohr schieben. Die ersten 10 Minuten belassen wir es bei den 240°C, dann wird auf 220°C reduziert und weitere 35 Minuten gebacken. Das Roggenbrot darf ruhig eine dunkle Kruste bekommen, umso besser schmeckt es dann.

Das fertige Brot aus dem Backrohr nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen,- auch wenn man sehr widerstehen muss, es nicht gleich anzuschneiden! 🙂 Aber es lohnt sich!

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Ich hab das Roggenbrot fürs Abendessen gebacken, da ich auch eine Rehpastete im Glas/Streichwurst ausprobiert hab und die Kombi war ein Traum! 🙂 Das Rezept für die Rehpastete im Glas folgt auch in den nächsten Tagen, versprochen 🙂

Krosse Brotgrüße, eure Julie 🙂


Die Walnussbrötchen haben den Test bestanden! :-)

Ende Juli hab ich die Ehre, die Trauzeugin einer lieben Freundin zu sein. Jetzt fragt ihr euch natürlich „und was hat das mit Walnussbrötchen zu tun?“ 🙂 Ich werd’s euch verraten! Meine liebe Braut wünscht sich eine Candy Bar. Da wir aber nicht wollen, dass sich die Gäste nur mit Süßem bis zum Abendessen den Bauch voll schlagen, haben wir uns gedacht, dass wir sozusagen eine klassische Agape, wo es meistens Brot gibt und eine Candy Bar kombinieren. Ja und jetzt bin ich am tüfteln, wie was wo wann. Denn die Hochzeit ist im Hochsommer an einem Samstag, was so viel heißt, dass ich am Freitag „den Backtag“ einlegen werde. Es darf aber nichts ausgetrocknet schmecken und muss am Samstag noch eine 2-stündige Autofahrt überleben! 🙂 Und das meine Lieben ist die Geschichte zu den heutigen Walnussbrötchen. Denn diese leckeren kleinen Brötchen haben den Test mit Bravour bestanden!

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Walnussbrötchen

Zutaten für 24 Stück Brötchen/12 Stück Brötchen+1 großes Brot/2 Brote

1 Würfel frische Germ (Hefe), 150 g Sauerteig, 500 ml Buttermilch, 1 EL Honig, 200 g Walnüsse, 250 g Dinkelvollkornmehl, 550 g Roggenmehl, 3 TL Salz

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Und so wird’s gemacht:

 In einer kleineren Schüssel die Germ zerbröseln und mit 180 ml lauwarmen Wasser und 1 EL Honig gut vermischen. Die Walnüsse grob hacken.

Da der Teig recht fest wird, ist hier die Hilfe einer Küchenmaschine Gold wert! 🙂 Alle Zutaten in die Rührschüssel geben und die Germ-Wasser-Mischung dazugießen. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Da der Teig sehr fest wird, hab ich ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche trotzdem noch per Hand durchgeknetet. Dann ab damit in eine große Schüssel, zudecken und an einem warmen Ort, ohne Zugluft, ca. 2,5 Stunden gehen lassen!

Den Teig aus der Schüssel nehmen, kurz durchkneten und auf die Förmchen aufteilen.

Wie ihr am Foto erkennen könnt, hab ich die Variante 12 Brötchen und ein Brot gewählt. Verwendet hab ich kleine rechteckige Silikonförmchen (100 ml Inhalt). Wenn ihr die nicht habt, könnt ihr z.B auch ein Muffinblech verwenden! Dann aber nicht aufs ausfetten vergessen! Oder ihr formt einfach Brötchen mit der Hand und setzt sie auf ein mit Backpapier belegtes Backblech! Die Kastenform für das Brot hab ich mit Backpapier ausgelegt.

Wenn alles portioniert wurde, nochmals abdecken und für 30 Min. rasten lassen. Währenddessen wird das Backrohr auf 180°C (Heißluft/Umluft) vorgeheizt. Beim Vorheizen ein Blech mit Wasser benetzen und mit aufheizen, so dass unser Brötchen es später schön dampfig haben!

Ist die Temperatur erreicht, das mit Wasser benetzte Blech herausnehmen und das Blech mit den Brötchen und dem Brot hineinschieben,- mittlere Schiene.

Die Brötchen brauchen im Backrohr ca. 35-40 Min. Das Brot ca. 50-60 Min.! Die fertigen Brötchen 1-2 Min. auskühlen lassen, aus den Förmchen lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Das gleiche passiert dann später auch mit dem Brot, da dieses ja ein bisschen länger im Backrohr bleibt.

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Wie gesagt, den Test haben sie bestanden! Ich hab zwei Stück in der Brotdose übernachten lassen und sie waren auch noch am nächsten Tag weich und saftig! Die restlichen Brötchen hab ich eingefroren und das Brot wurde zum Abendessen und am nächsten Tag zum Frühstück verspeist.

Ich wünsch euch gutes Gelingen! Eure Julie

P.S.: wenn ihr euch mit den Backtemperaturen nicht sicher seid, da ihr vielleicht noch ein älteres Modell zu Hause habt, dann macht einen Blick auf die Umrechnungstabelle, die ich in einem Kochbuch gefunden hab!