Linzer Torte klein

Mit Linz beginnt’s: Linzer Pies

Heute heißt es Abschied nehmen! Wir sind nicht nur den letzten Tag in Oberösterreich, auch unsere kulinarische Reise geht heute zu Ende … leider! Damit uns/euch der Abschied nicht so schwer fällt, möchte ich euch den Abschied mit meinen kleinen Linzer Pies versüßen!

Das älteste überlieferte Rezept für die Linzer Torte stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist damit das älteste bekannte Tortenrezept der Welt! Ich hab mir gedacht, ich verjünger die alte Dame ein bisschen und zeig sie euch in einem neuen Outfit – als kleine Linzer Pies! 🙂 Ein gelungenes Facelifting, oder?

Linzer TorteJulie’s Linzer Pies

Zutaten für 4 Stück:

100 g gemahlene Walnüsse, 50 g gemahlene Haselnüsse, 165 g glattes Mehl, 1/2 TL Backpulver, 150 g Butter, 120 g Staubzucker, 2 Eidotter, 1 TL Zimt, 1 Msp. Tahiti Vanille (oder das Mark einer 1/2 Vanilleschote), 1 Eidotter zum Bestreichen, 8-10 EL Ribiselmarmelade, 2-3 EL Mandelblättchen, Butter für die Formen

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten für den Teig zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ich hab das meiner Kitchen Aid überlassen und hab den Teig danach noch ein paar Mal per Hand durch geknetet. Dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einpacken und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Das Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen! Die kleinen Tarteformen ausbuttern! (Ich empfehle euch, falls ihr euch kleine Tarte Förmchen zulegen wollt, kauft euch welche mit herausnehmbaren Boden. Sonst flucht ihr so wie ich durch die Küche, wenn es darum geht, sie später zu stürzen! 🙂 )

Den Teig zuerst in 4 gleich große Stücke teilen. Dann nehmt ihr einen Teil und teilt diesen nochmal,- wobei hier im Verhältnis 2/3 – 1/3. Das größere Stück zu einer Kugel formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche flach drücken (kreisförmig). Das runde Teigstück in das Tarteförmchen legen und andrücken. Dann ca. 2 EL Ribiselmarmelade auf den Teig geben und ein bisschen verstreichen. Meine Marmelade wirkt so dunkel, da ich dieses Mal meine Ribisel Tricolore Marmelade verwendet hab (weiße, rote & schwarze Ribiseln).

Als nächstes machen wir aus dem kleineren Teil den „Deckel“ für unsere Linzer Pies. Eine Kugel formen und vorsichtig ausrollen. Mit einem Keksausstecher (Form ist euch überlassen) in der Mitte ein Loch oder drei kleiner Löcher ausstechen. Den „Deckel“ vorsichtig auf die Marmelade setzen und die Ränder vorsichtig zusammendrücken. Die restlichen drei Teile auf die gleiche Weise verarbeiten.

Eidotter versprudeln, die Linzer Pies damit bestreichen und mit ein paar Mandelblättchen bestreuen. Dann wandern sie ins Backrohr. Die Linzer Pies auf der mittleren Schiene im Backrohr platzieren. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 160°C reduzieren. Insgesamt bleiben die Pies für ca. 50 Minuten (je nach Backrohr) im Backrohr.

Und dann meine Lieben ist Geduld gefragt. Die fertigen Linzer Pies unbedingt auskühlen lassen, bevor ihr sie aus der Form holt. Denn sonst zerfallen sie euch … deswegen sind nur drei Linzer Pies am Foto statt vier 🙂 Je nach Belieben mit Staubzucker bestreuen!

Ihr wollt doch lieber eine große Linzer Torte backen? Dann hab ich noch drei weiter Rezepte für euch! Ihr könnt zwischen der Linzer Torte von Sophie, meiner Linzer Torte aus Mürbteig oder meiner Linzer Torte aus einem Rührteig wählen! Ihr habt die Qual der Wahl 🙂 Ich bin gespannt für welches Rezept ihr euch entscheidet!

Viel Spaß damit! Eure Julie


Der Duft von Weihnachten liegt in der Luft!

Jetzt darf man das schon sagen, da wir Ende Oktober haben und wenn der November genauso schnell vergeht, wie dieser Monat, dann leuchtet bald das erste Kerzerl am Adventkranz. Linzer Torte, Linzer Kuchen, Linzer Schnitte … es gibt die verschiedensten Variationen sie zu zubereiteten. Wenn ich eine der Linzer Variationen backe, denke ich meistens an Weihnachten, da meine liebe Omi, sie immer zusätzlich zur Weihnachtsbäckerei gebacken hat. Dann noch der Duft von Zimt, wer kommt da nicht in Weihnachtsstimmung? 🙂

Ich hab bis jetzt eine Linzer Torte immer mit einem Rührteig gebacken,- das Rezept folgt ein anderes Mal, denn dieses Mal, hab ich mich an eine Mürbteig Variante getraut. Das Original Rezept stammt aus einen meiner Lieblingskochmagazinen KOCHEN & KÜCHE, doch wer mich schon ein bisschen kennt, weiß, es bleibt nie beim Original 🙂 Daher habt ihr unten mein abgewandeltes Rezept der Linzer Torte. Unbedingt ausprobieren, wir haben gar nicht mehr aufhören können zum Naschen! 🙂

Linzer Torte

Zutaten (Durchmesser 26 cm):

Teig: 200 g gemahlene Mandeln, 100 g gemahlene & geröstete Haselnüsse,
320 g Mehl, 1 TL Backpulver, 300 g Butter (zimmerwarm), 240 g Staubzucker,
3 Eidotter, 2 TL Zimt, Mark 1 Vanilleschote

Was ihr sonst noch braucht: ca. 200-250 g Ribiselmarmelade, 1 Eidotter zum Bestreichen, 4-5 EL Mandelblättchen, Butter zum Ausfetten der Form

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten für den Teig zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ich hab das meiner Kitchen Aid überlassen und hab den Teig danach noch ein paar Mal per Hand durch geknetet. Dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einpacken und für ca. 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

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Bevor es weiter geht, wird das Backrohr auf 180°C vorgeheizt!

Den Teig in zwei Hälften teilen. Die eine Hälfte zu einer kleinen Kugel formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2 cm dick ausrollen.

Ein Backblech mit Backpapier herrichten. Jetzt wird der ausgerollte Teig vorsichtig auf das Backblech gezogen. Mit dem Tortenring (oberer Teil der Springform, den Boden ausstechen und den Teig rundherum wegnehmen.

Dass ihr nachher nicht vergesst, jetzt den Tortenring ausbuttern! Die Reste vom Teig vom Boden mit der zweiten Hälfte des Teiges verkneten. Mit ca. einem 1/4 des Teiges formen wir jetzt eine ca. 1-2 cm dicke „Teigschnur“.

Bevor diese auf den Boden gesetzt wird, wird der Teigrand vom Boden noch mit ein bisschen Eidotter bestrichen. Die Teigschnur im Kreis auflegen und ein bisschen andrücken. Jetzt kommt die Ribiselmarmelade ins Spiel 🙂 Ich hab sicher 250 g Marmelade verwendet, da ich das marmeladige in der Linzer Torte sehr gern hab. In der Mitte der Torte verstreichen,- am Foto oben ist das gut sichtbar!

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Aus dem restlichen Teig ca. 1 cm dicke Teigschnüre für das Gitter formen und auf die Torte legen. Bevor es ins Backrohr geht, wird das Gitter auch noch mit Eidotter bestrichen und mit den Mandelblättchen bestreut.

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So und was ist jetzt noch mit dem Tortenring, den ihr ausbuttern habt müssen? Dieser wird jetzt vorsichtig über die Torte gesetzt. Ihr müsst ihn nicht unbedingt festziehen, er dient lediglich als Schutz, dass die Torte nicht auseinander laufen kann,- so wie es mir passiert ist 🙂 Bei der zweiten Torte hab ich mir dann schon zu helfen gewusst! 🙂

Ab geht’s ins Backrohr! Die ersten 15 Min. bei 180°C backen, dann die Temperatur auf 160°C verringern. Insgesamt braucht die Linzer Torte ca. 45-60 Minuten im Backrohr.

Wir wollten sie ja unbedingt gleich kosten, daher haben wir sie lauwarm probiert 🙂 Ganz ehrlich nicht zu empfehlen, da der warme Mürbteig im Mund immer mehr wurde 🙂 Als sie ausgekühlt war, war das natürlich ganz anders und am nächsten Tag war sie perfekt! Also mein Tipp: die Linzer Torte nach diesem Rezept am besten einen Tag vorher backen, dann hat sie ein bisschen Zeit zum Durchziehen und mürb zu werden! Staubzucker drauf, anrichten und servieren!

Viel Spaß damit! Eure Julie