Die Nebenrollen auf unseren Tellern!

Heute darf wieder mal ein Nebendarsteller (Beilage) ins Rampenlicht treten! Da meine bessere Hälfte und ich Fans von Wildgerichten sind, gab es letztens wieder mal Rehragout. Diesmal aber nicht mit den Maroni-Semmelknödeln, sondern mit Maroni-Spätzle!

Maroni-Spätzle

Zutaten für 4 Beilagen-Portionen:

250 g griffiges Mehl, 1 Ei, 160 g Maroni (vorgegart), 250-300 ml Milch, 1 EL Öl, 2 Prisen Salz, 140 g Maroni (vorgegart), Butter zum Schwenken, Salz fürs Wasser & zum Abschmecken

Und so wird’s gemacht:

Die 160 g vorgegarten Maroni mit dem Ei pürieren. Eventuell einen Schuss Milch (1-2 EL) dazu geben. Danach mit der restlichen Milch und dem Öl gut vermischen. Das Mehl dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz abschmecken und kurz rasten lassen.

In einem geeigneten Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, etwas vom Teig in den Trichter der Nockerlhobel füllen und in das kochende Salzwasser schaben. Zwischendurch umrühren und so weitermachen, bis der Teig verarbeitet ist.

Wenn die Nockerl an der Oberfläche schwimmen, mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser heben und zum Abtropfen in ein Sieb geben.

Die restlichen Maroni (140 g) grob hacken. Die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, Maroni darin leicht anrösten und die Nockerl dazugeben. Schwenken, abschmecken und mit dem Rehragout und Preiselbeergelee anrichten.

Viel Spaß damit! Eure Julie

 


„Hüttengaudi deluxe“ – Ran an den dritten Gang!

Guten Morgen meine Lieben! Und wie haben euch die letzten zwei Tage gefallen? Heute hab ich den dritten Gang für euch, für mich ist dieser Gang ein typisches Hütten-Essen. Ein österreichischer Klassiker aus Vorarlberg, der in Österreich weiß nicht wie viele Namen hat 🙂 Von Käsespätzle über Kasnocken bis zu Käsknöpfle! Und genau die kochen wir heute als dritten Gang für das „Hüttengaudi deluxe“ Menü!

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Käsespätzle mit selbstgemachtem Röstzwiebel

Zutaten für ca. 4 Portionen:

Käsespätzle: 375 g griffiges Mehl, 3 Eier, 300 ml Milch, 2 EL Sonnenblumenöl, 7,5 g Salz, 150 g Gruyère Käse, 3-4 EL Schlagobers, Salz fürs Wasser, wer will Petersilie zum Dekorieren, 1-2 EL Butter für die Pfanne

Röstzwiebel: 5 kleine Zwiebeln bzw. soviel man will oder braucht, 50 g glattes Mehl, 2 TL Paprikapulver, Öl zum Frittieren

Und so wird’s gemacht:

Fangen wir mit den Röstzwiebeln an, denn die kann man auch schon am Vormittag zubereiten und hat eine Arbeit weniger!

Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Mehl mit Paprikapulver vermischen und die Zwiebelringen damit stauben. Frittieröl erhitzen und die gestaubten Zwiebelringe goldbraun frittieren. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Nicht erschrecken, die Röstzwiebel werden erst knusprig, wenn sie ausgekühlt sind!

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Und jetzt kümmern wir uns um die Nockerln. Ei, Milch und Öl gut verquirlen, dann das Mehl dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz abschmecken und kurz rasten lassen.

In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, etwas vom Teig in den Trichter der Nockerlhobel füllen und in das kochende Salzwasser schaben. Zwischendurch umrühren und so weitermachen, bis der Teig verarbeitet ist.

Wenn die Nockerln an der Oberfläche schwimmen, mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser heben, zum Abtropfen in ein Sieb geben und mit kaltem Wasser abschrecken. Beiseite stellen.

Käse grob reiben. In einer Pfanne 1-2 EL Butter zerlassen, Nockerln dazu, leicht anrösten, dann den Käse und das Schlagobers dazu und auf mittlerer Hitze die Käsespätzle anrösten. Kann man hier anrösten sagen? 🙂 Egal, ab und zu umrühren, dass sich nichts anbrennt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und schon geht’s ans Anrichten! Käsespätzle auf dem Teller anrichten, Röstzwiebel darauf verteilen und mit Petersilie dekorieren. Fertig ist der Hauptgang! (Hier würde auch super ein grüner Blattsalat dazu passen,- wer will! 🙂 )

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Der Hauptgang ist echt keine Hexerei! 🙂 Die Nockerln könnt ihr, wenn ihr wollt, auch schon am Vorabend machen und habt so einen Stressfaktor weniger!

Morgen gibt’s dann den süßen Abschluss meines „Hüttengaudi deluxe“ Menüs! Ich freu mich auf euch, bis morgen! Eure Julie


Ein Österreicher mit ungarischen Wurzeln :-)

Österreichische Klassiker sind aus meiner Küche nicht mehr weg zu denken! Mein heutiger Küchengast,- ein Österreicher mit ungarischen Wurzeln, der zu Tisch bittet 🙂

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Paprikahendl mit Nockerl

Zutaten für 4 Portionen:

1-1,5 kg Hühnerfleisch (Brust, Keulen, Haxen – entscheidet selbst!), 1 großer Zwiebel, ca. 3 EL Öl, 1-2 EL Tomatenmark, 2 EL Paprikapulver edelsüß, ca. 1/2 Liter Hühnersuppe, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 2-3 EL Creme fraiche oder Sauerrahm, 1 TL Maizena und wer will ein bisschen Majoran

Und so wird’s gemacht:

Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden. Hühnerfleisch mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl erhitzen und das Hühnerfleisch darin kurz auf beiden Seiten scharf anbraten und dann wieder aus der Pfanne nehmen.

Im restlichen Öl den Zwiebel glasig anschwitzen. Das Tomatenmark und das Paprikapulver dazuzugeben. Kurz anrösten und mit Hühnersuppe ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und wer mag mit Majoran würzen. Das Hühnerfleisch in den Paprikasaft geben und ca. 20-30 Minuten dünsten, bis die Hühnerstücke gar sind. Wichtig ist, dass die Hühnerstücke mit genug Flüssigkeit bedeckt sind und vergesst nicht ab und zu umzurühren!

Sobald das Hühnerfleisch durch sind, aus dem Saft herausnehmen. Dann den Topf vom Herd nehmen und Crème fraiche mit dem Maizena glatt rühren und die Sauce damit binden. Das Fleisch zurück in die Sauce geben, nochmal kurz erhitzen und zusammen mit den Nockerln anrichten.

Das Rezept für die Nockerl findet ihr hier!

Mahlzeit! Eure Julie