Aus dem Suppentopf: Kürbis-Apfel-Suppe

Bei mir zu Hause ist ja eher meine bessere Hälfte der Suppentiger … aber ab und zu kommt es schon vor, dass auch bei mir das Verlangen größer wird – meistens dann, wenn mich eine Verkühlung erwischt hat 🙂 Dieses Mal gab’s eher eine klassische Variante der Kürbiscremesuppe! Wer es von euch dann aber doch gern – a little bit more spicy – will, sollte in das Rezept der Kürbis-Ingwer-Curry-Suppe hinein schnuppern.

Kürbis-Apfel-Suppe

Zutaten für 4-6 Portionen:

ca. 800 g Kürbis (geschält/Baby Bear/mit Schale ca. 1,5 kg), 2 große Äpfel (geschält & entkernt ca. 200 g), 2 Stück Zwiebel, 1 EL Olivenöl, 300 ml Apfelsaft, ca. 800 ml Gemüsesuppe, 1/2 TL Knoblauchpaste, 1 EL Ingwerpaste, 1-2 EL Cremefine (fest), Salz & Pfeffer zum Abschmecken, Kürbiskernöl – so viel man will!

Und so wird’s gemacht:

Kürbis, Zwiebeln und Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. In einem Topf ca. 1 EL Olivenöl erhitzen und das Gemüse ein paar Minuten anrösten. Mit Suppe und Apfelsaft aufgießen. Deckel drauf, Temperatur ein bisschen zurückdrehen und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Ist das Gemüse weich, darf der Stabmixer ein paar Runden drehen. Vor dem Pürieren aber noch 1-2 EL Cremefine dazu geben und gleich mit pürieren. Wenn euch die Suppe zu dick sein sollte, eventuell noch mit ein bisschen Wasser verdünnen. Mit Salz & Pfeffer abschmecken. Noch ein bisschen Kürbiskernöl drauf träufeln und schon kann gegessen werden!

Wenn ihr die Suppe vor kocht und Cremefine verwendet, dann aufpassen! Nur mehr erhitzen und nicht mehr aufkochen,- sonst könnte es passieren, dass das Cremefine „ausflockt“. Aber keine Angst, geschmacklich passiert der Suppe nichts,- da geht’s rein um die Optik! 🙂

 

Viel Spaß beim Kochen! Eure Julie


Herbstzeit ist Kürbiszeit! Kürbis-Chutney

Mitte letzter Woche kam von der Spiceworld in Salzburg ein Email mit der Einladung bzw. dem Aufruf zu einer Blogparade zum Thema Kürbis,- der Halloween Spice Blog Parade. Und da ich neugierig bin, wie das alles abläuft, denn Blogparade – was ist das? :-), mach ich da doch glatt mit. Zu lesen gibt es meinen Beitrag dann ab 26. Oktober 2015 am Spiceblog. Und dann heißt es liken, sharen und Herzchen auf Instagram sammeln! 🙂 Und mit viel Glück gewinnt man,- es bleibt spannend! Für euch gibt’s aber heute schon mein Rezept für ein ur gutes Kürbis-Chutney!

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Kürbis-Chutney

Zutaten für ca. 10-12 Gläser zwischen 200-300 ml:

2 kg Kürbis (Muskat & Hokkaido), 4 Äpfel, 4 rote Zwiebel, 4 Knoblauchzehen, 2 Zweige frischer Rosmarin, 200 g getrocknete Cranberries, 600 ml weißer Balsamico, 650 g Rohrzucker, 1 TL Chiliflocken, 1 Lorbeerblatt, 1 TL Senfkörner, 1 TL Koriander gemahlen, 1 TL Pimentkörner, 3-4 TL Salz, Pfeffer aus der Mühle, 5-6 EL neutrales Öl oder Olivenöl

Wichtige Utensilien: sauberer & sterile Gläser, Mörser, einen richtig großen Topf, Kartoffelstampfer

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Und so wird’s gemacht:

Aller Anfang ist schwer, heißt es oder? 🙂 Denn jetzt wird mal eine Menge gschnipselt und vorbereitet.

Äpfel waschen und mit der Schale in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Der Kürbis wird in 2 cm große Würfel geschnitten. Nicht vergessen, die Kürbissorte Hokkaido könnt ihr mit Schale verarbeiten. Ich hab als zweite Sorte einen Muskat-Kürbis genommen,- der muss geschält werden.

Rosmarin waschen und trocken tupfen. Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Senf- und Pimentkörner mit Hilfe eines Mörsers grob mahlen.

In einem großen Topf Öl (5-6 EL) erhitzen und die Zwiebel darin glasig anschwitzen. Knoblauch, Chiliflocken, Koriander und die grob gemahlenen Gewürze dazugeben und kurz mit anschwitzen. Mit dem Essig ablöschen und alle restlichen Zutaten dazu geben, bis auf Salz und Pfeffer. Gut durch rühren und ca. 35-45 Minuten bei mittlerer Hitze musig einkochen lassen. Dazwischen immer wieder mal umrühren, damit nichts anbrennt!

Rosmarinzweige herausnehmen, ein paar Runden mit dem Kartoffelstampfer durch den Topf stampfen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Und dann wird rasch , ohne sich zu verbrennen, abgefüllt. Im Kühlschrank haltet sich das Chutney ca. 4-6 Wochen, wenn ihr es aber nach dem Abfüllen noch im Backrohr sterilisiert, verlängert sich die Haltbarkeit und muss nicht im Kühlschrank gelagert werden. Denn dann reicht ein kühler & dunkler Ort!

Sterilisieren im Backrohr: das Backrohr auf 100°C vorheizen. Eine tiefere Auflaufform (Rand mind. 5 cm hoch) mit Küchenpapier auslegen und mit heißem Teewasser befüllen. Die Gläser hineinstellen. Diese sollten mind. 2 cm im heißen Wasser stehen. Dann geht’s auch schon ins Backrohr. Dort bleiben die Gläser für die nächsten 40 Minuten. Nach den 40 Min., Backrohr abdrehen und die Gläser im Backrohr auskühlen lassen. Ab und zu mal aufmachen, dass der Dampf entweichen kann. Gläser herausnehmen, trocken wischen, beschriften und ja dann liegt es an euch! 🙂 Essen? Verschenken? Verstauen?

Das Chutney passt so gut wie zu allem! Wir haben letztens ein kleines Gläschen zum Lamm geleert 🙂 Auch zum Fondue ist es ein leckerer Begleiter! Probiert es aus und entscheidet selbst!

Viel Spaß damit! Eure Julie


Herbstzeit ist Kürbiszeit! Heute wird’s wild! :-)

Hallo meine Lieben! Spät aber doch melde ich mich mit einem neuen Kürbisrezept. Die Herbst- und Winterzeit ist auch Wildzeit und da wir das gerne mögen, gibt es heute ein wildes Gericht mit Kürbis! 🙂 Wer von euch keine Wild mag, kann das optional z.B. auch durch Rind ersetzen. Auf los geht’s los!

Hirschkeulensteaks mit gegrilltem Kürbis aus dem Backrohr

Zutaten für ca. 3 Portionen:

Wild: ca. 500 g Hirschkeulensteak (im Ganzen), 3-4 Pimentkörner, 1 TL rosa Pfeffer, 250 ml Rotwein, 1 Schuss Portwein, 1 TL getrockneter Thymian, 2 Lorbeerblätter, 1 EL Wildgewürz

Sauce: 1 Knoblauchzehe, 1 kleine Zwiebel, 1 Suppenwürfel, 200 ml Wasser, 1 TL Zucker, Salz, 1-2 TL Maizena, 1 EL Butter, 1 EL Olivenöl

Kürbis: 1 Green Hokkaido (ca. 600 g), 1 Pkg. Speck (15-20 Scheiben), 1-2 TL Thymian getrocknet, 1-2 TL Rosmarin getrocknet, Fleur de Sel, Olivenöl

Bratkartoffeln: 1 kg Bratkartoffeln, Olivenöl, Salz

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um die Marinade für das Hirschfleisch. Das Fleisch sollte mindestens eine Stunde Zeit zum Durchziehen haben,- daher, wenn ihr wollt, könnt ihr es auch schon am Vortag einlegen, dann wird es perfekt!

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In einem verschließbaren Behältnis alle Zutaten für das Wild (siehe oben bei den Rezeptangaben) vermischen. Hirschkeulensteak kalt abwaschen, abtupfen und im Ganzen in die Marinade einlegen, Behältnis verschließen und ab in den Kühlschrank. Ab und zu mal wenden, dass die Marinade von allen Seiten gut aufgenommen werden kann.

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Backrohr auf 200°C vorheizen. Kürbis waschen, entkernen und in gleich große Spalten schneiden (nicht zu dünn). Der Hokkaido Kürbis, egal ob grün oder orange, kann mit Schale verarbeitet werden,- ihr braucht ihn also nicht schälen!

Eine Spalte jeweils mit einer Scheibe Speck umwickeln und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Kürbisspalten mit Thymian, Rosmarin und Fleur de Sel bestreuen. Noch ein paar Tropfen Olivenöl drüber und schon dürfen sie ins Backrohr für ca. 25-30 Minuten.

So und was fehlt jetzt noch? Ach ja, der Hirsch und die Sauce 🙂 Fleisch aus der Marinade nehmen, abtupfen und beiseite stellen. Die Marinade abseihen, da wir diese für die Rotweinsauce brauchen. Für die Sauce Zwiebel schälen und klein würfelig schneiden. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einer Pfanne 1 EL Butter und 1 EL Olivenöl erhitzen und den Zwiebeln darin glasig anschwitzen. Mit der Marinade ablöschen, Wasser dazugießen, Suppenwürfel dazugeben und köcheln lassen, bis die Sauce schön einreduziert ist. Mit Salz und Zucker abschmecken, eventuell mit etwas Maizena abbinden,- wenn notwendig.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen,- am besten eine Pfanne verwenden, die ihr auch ins Backrohr stellen könnt. Das Hirschkeulensteak (im Ganzen) von allen Seiten 3-5 Minuten gut anbraten. Mit Alufolie abdecken und ins Rohr zu den Kürbisspalten stellen. Die Kürbisspalten waren bei mir schon 15 Minuten im Backrohr, bevor ich das Fleisch zugeschoben habe. Die Temperatur jetzt auf 160°C reduzieren, dann ist das Fleisch noch schön rosa im Kern und die Kürbisspalten gar.

Wenn ihr das Fleisch lieber durch habt, dann schiebt die Kürbisspalten und den Hirsch gleichzeitig ins Rohr,- bei ca. 180 °C!

Und schon kann angerichtet werden! Dazu gab’s bei uns Bratkartoffeln aus dem Airfryer und Preiselbeer-Gelee! 🙂

Die Kürbiswoche wird noch um einen Tag verlängert! 🙂 Morgen hab ich noch ein tolles Rezept für ein Kürbis-Chutney für euch!

Bis morgen, euer Julie!