Kulinarisches Filmfestival: Ratatouille

Wie heißt es so schön? Das Beste kommt zum Schluss! Das Beste ist in diesem Fall mein absoluter Lieblingsfilm, wenn es ums Kochen geht! Eine kleine Ratte schwingt den Kochlöffel und kocht mit solch einer Leidenschaft, dass der strengste Restaurantkritiker in die Knie geht! 🙂 Ich glaub ihr wisst alle, welches Gericht ich gewählt habe, oder? Ich hab mich von Rémy inspirieren lassen und hab mich über sein Ratatouille drüber getraut!

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Julie’s Ratatouille

Zutaten für 3-4 Portionen:

Tomatensauce: 2-3 Tomaten, 1/3 Zucchini, 2 Karotten, 1 Stück/1 Strang Stangensellerie, 1 Knoblauchzehe, 1 Lorbeerblatt, 1/2 Zwiebel, 200 g passierte Tomaten, Salz, Pfeffer, Zucker, Olivenöl, 1 Zweig frischen Rosmarin

Ratatouille: 4 Tomaten, 1-2 Zucchini (je nach Größe), 1-2 Melanzani (je nach Größe), 1-2 frische Rosmarinzweige, Olivenöl, Backpapier, Salz, Pfeffer

Vinaigrette: 3 EL Olivenöl, 2 EL Vincotto (optional dunkler Balsamico), 2 EL frisch gehackte Kräuter (Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie), 2 EL der selbstgemachten Tomatensauce

Und so wird’s gemacht:

Wir beginnen mit der Tomatensauce. Das angegebene Gemüse waschen, putzen und eventuell schälen. Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben, zudecken und köcheln lassen – bis alles weich ist. Das weiche Gemüse ein bisschen auskühlen lassen. Für den nächsten Schritt hab ich meinen Standmixer verwendet, ein Pürierstab tut’s aber auch 🙂 Alles in den Mixer füllen. Einen guten Schuss Olivenöl, wie auch Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker dazu geben. Alles zu einer glatten Sauce mixen. Ein paar Esslöffel auf die Seite geben, da ihr diese dann noch für die Vinaigrette braucht!

Während die Tomatensauce köchelt, könnt ihr schon das Gemüse vorbereiten und das Backrohr auf 120°C vorheizen. Die Zucchini und Melanzani waschen und in ganz dünne Scheiben schneiden (2-3mm). Die Tomaten müssen vor dem Schneiden geschält werden. Am schnellsten geht das, wenn ihr oben und unten einritzt und für 30 sek in kochendes Wasser legt. Herausnehmen und für 30 sek in kaltes Wasser zum Abschrecken legen,- dann schälen sie sich fast von selbst! Die Tomaten ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

Alles vorbereitet? Dann geht’s jetzt auch schon weiter. Ich hab als Form für mein Ratatouille meine Paella Pfanne verwendet (Durchmesser ca. 30 cm). Als erstes kommt die Tomatensauce in die Form, denn wir wollen ja nicht, dass uns das Ratatouille anbrennt.

Dann heißt es Gemüse schlichten, was ein bisschen Zeit und Geduld in Anspruch nehmen kann, dass alles so schön liegen bleibt, wie man will! 🙂

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Ist das geschafft, wird unser fast fertiges Ratatouille noch gesalzen, gepfeffert, mit Rosmarin bestreut und mit Olivenöl beträufelt. Bevor es ins Backrohr darf, wird es noch mit Backpapier (in der jeweiligen Form ausgeschnitten – bei mir kreisförmig) bedeckt. In der Mitte des Backpapier bitte noch ein kleines Loch einschneiden, dass der Dampf entweichen kann. Das Backpapier ein bisschen andrücken und schon ist es geschafft. Ab damit ins Backrohr und ab jetzt heißt es nur noch bitte warten! 🙂

Während der Wartezeit habt ihr genug Zeit um die Vinaigrette zu zubereiten. Alle Zutaten dafür (siehe oben) gut miteinander vermischen und abschmecken.

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Ablauf

  •  Die 1. Stunde auf 120°C
  • eine weitere Stunde auf 150°C
  • danach das Backpapier entfernen, damit die Oberfläche Farbe bekommt – ca. 15-20 Minuten
  • aus dem Backrohr nehmen und vorsichtig herausnehmen, dass ihr die fächerartige Optik behaltet
  • mit Vinaigrette beträufeln
  • ja und dann, was kommt dann? Ach ja! GENIESSEN!!!! 🙂

 

 

Rémy und ich wünschen euch gutes Gelingen und Bon Appétit! Eure Julie

 

P.S.: Ich hoffe ihr hattet genauso viel Freude mit meinem kulinarischen Filmfestival wie ich! Und nicht vergessen! Bis 23:59 Uhr ist noch Zeit mitzumachen!Hinterlasst mir einfach als Kommentar euren Link zu eurem Beitrag oder ein Foto mit Rezept. Morgen gibt’s dann eine kleine Zusammenfassung bzw. Vorstellrunde!

 


Kulinarisches Filmfestival: Julie & Julia

„Die wichtigste Zutat in Speisen ist Butter!“

Julia Child

Mein kulinarisches Filmfestival neigt sich langsam dem Ende zu. Und wie heißt es so schön, das Beste kommt zum Schluss. Den Abschluss der Woche machen meine zwei Lieblingsfilme. Heute schauen wir Julie & Julia über die Schultern. Zwei Frauen, zwei verschiedene Welten, beide haben bzw. entdecken ihre Leidenschaft zum Kochen und ein gemeinsamer Traum – Schriftstellerin zu werden. Julie wird zur Bloggerin und Julia zu Kochbuch Autorin. Der Film basiert auf dem Buch „Julie & Julia – 365 Tage, 524 Rezepte & eine winzige Küche“ von Julie Powell. Er basiert auf einer wahren Geschichte, denn schlussendlich hat es Julie über ihren Blog doch noch zur Schriftstellerin geschafft! Julie nimmt sich vor in einem Jahr das Kochbuch von Julia Child komplett durchzukochen und berichtet darüber in ihrem Blog. Es ist einfach herrlich ihr zu zuschauen! Also wer ihn noch nicht gesehen hat, schaut euch den Film unbedingt an! 🙂 Wie ich vor Jahren (2009) den Film zum ersten Mal gesehen habe, spukte das Thema Foodblog schon in meinem Kopf herum, aber ich hab mich einfach nicht drüber getraut. Und jetzt schau an, ein paar Jährchen später war es dann doch so weit. Gut Ding braucht Weile! 🙂 Inspiriert hat mich der Film einen französischen Klassiker zu kochen – Bouef Bourguignon.

Julie’s Bouef Bourguignon

Zutaten für 3-4 Portionen:

Marinade:

  • 1 kg Rindfleisch (Gulaschfleisch) – in größere Würfel geschnitten
  • 3 Lorbeerblätter
  • 15-20 rosa Pfefferkörner – grob zerstoßen
  • 750 ml guten & kräftigen Rotwein
  • 7-8 frische Thymianzweige

Zum Kochen:

  • 1 Zwiebel – fein würfelig geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen – fein gehackt
  • 4-5 Karotten – in etwas dickere schräge Scheiben geschnitten
  • 200 g Champignons – grobe Stücke
  • 150 g Speckwürfel
  • 300 ml Kalbsfond
  • 80-100 ml Schlagobers + etwas Mehl zum Binden (wenn notwendig)
  • Öl oder Butter zum Anbraten
  • etwas Mehl
  • Bandnudeln als Beilage, frischer Thymian zum Garnieren
  • Rotwein für den Koch 🙂

Und so machen wir Julia Child stolz!

Am Vortag wird das Rindfleisch eingelegt. Dafür alle Zutaten für die Marinade (siehe oben) miteinander vermischen und das Rindfleisch einlegen. Entweder mit Frischhaltefolie abdecken oder mit einem Deckel verschließen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen und schon ist die Arbeit getan. Bitte verwendet einen wirklich guten Rotwein – kurz gesagt, einen den ihr auch trinken würdet. Denn umso besser der Rotwein ist, umso besser wird euer Bouef Bourguignon!

Am nächsten Tag geht es wie folgt weiter. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Die Marinade abseihen, NICHT wegleeren. Die Lorbeerblätter und den Thymian fischt euch heraus.

Die Fleischstücke in Mehl wälzen. In einem größeren Topf etwas Butter oder Öl erhitzen und die Fleischstücke daran goldbraun anbraten. Haben diese die gewünschte Farbe dürfen Speck, Zwiebel und Knoblauch dazu. Kurz mitrösten und mit der Marinade (alles verwenden) ablöschen. Als nächsten den Kalbsfond dazu gießen, die Lorbeerblätter und den Thymian aus der Marinade, wie auch die Karottenscheiben dazugeben. Von der Flüssigkeit her, sollte alles bedeckt sein. Ist das nicht der Fall gebt noch Wasser dazu! Bei mir waren es ca. 150 ml – einfach nach Gefühl. Noch ein Priserl Salz dazu geben, Deckel drauf und 2 Stunden sanft köcheln lassen (niedrige Temperatur).

bouef bourguignon

Nach zwei Stunden kontrolliert ihr mal den Weichegrad des Fleisches. Passt dieser euch fast schon, dann dürfen die Champignons dazu. Jetzt den Deckel weg lassen und offen nochmals für ca. weitere 20-30 Minuten köcheln lassen.

Lorbeerblätter und Thymianzweige herausnehmen. Ich hab einen Schuss Schlagobers dazu gegeben, abbinden mit Mehl hab ich nicht müssen, da mir die Konsistenz der Sauce gepasst hat. Wollt ihr die Sauce ein bisschen „dicker“ dann bindet die Sauce einfach mit ein bisschen Mehl ab. Dieses am besten gleich ins Schlagobers einrühren.

Als Beilage zum Bouef Bourguignon gab’s bei uns Bandnudeln. Aber ich glaub ein frisches Baguette passt auch super dazu! Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen und ein schönes Wochenende!

Bon Appètit! Eure Julie


Kulinarisches Filmfestival: Kiss the Cook

Kiss the Cook – So schmeckt das Leben! Ein Starkoch schmeißt seinen Job hin und kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Gemeinsam mit seinem Sohn und seinen ehemaligen Sous Chef startet er eine kulinarische Tour mit einem Imbisswagen durch den Süden Amerikas und begeistert die Massen mit seinen Kochkünsten. Back to the Roots! Der Hauptdarsteller seiner kulinarischen Kochkünste ist ein ganz spezielles Sandwich. Wisst ihr welches ich meine? Die Rede ist vom „Cubano Sandwich“. Ich muss ehrlich gestehen, ich hab es nicht gekannt und schon war klar, welches Gericht ich euch zu diesem Film präsentieren möchte. Klassisch nach Rezept gibt’s bei mir selten, irgendwie kommt immer der Julie Style dazu, wie auch heute. Ich hab für euch heute meine Version des Cubano Sandwiches inklusive einen Hauch Österreich! 🙂

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Julie’s Cubano Sandwich

Zutaten für ca. 4 Portionen:

Mojo Schweinsbraten: 1 kg Schopfbraten (Schwein), Saft von 3-4 Orangen (ca. 225ml), Saft von 3-4 Limetten (ca. 100 ml), Schale einer Bio Limette, Schale einer Bio Orange, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, 50 ml bestes Olivenöl, 1 Handvoll frisch gehackter Oregano, 1 Frischhaltebeutel

Zubehör: pro Sandwich 2 Scheiben VULCANO Rohschinken, pro Sandwich 1-2 Scheiben geräucherter Gauda, Gurkerl (in Scheiben geschnitten), Dijon Senf, Fleischthermometer, ein wenig Butter oder Öl

Die Brötchen sind selbst gebacken, das Rezept dazu kennt ihr schon. Ich hab nämlich das Rezept für die Burger Buns verwendet. Wobei ich nur die halbe Menge gebacken habe (6-7 Stück zu 150-160 g) und sie eher länglicher bzw. oval geformt habe! Die übrig gebliebenen Buns hab ich einfach eingefroren,- für die nächste Burger Action 🙂

Und so verdient ihr euch das Küsschen! 🙂

Mit dem Fleisch müsst ihr einen Tag vorher beginnen, da der Schopfbraten 12-24 Stunden in der Marinade ziehen muss. Für die Marinade alle Zutaten (siehe oben bei Mojo Schweinebraten) gut miteinander vermischen. Den Schopfbraten kalt abspülen und trocken tupfen. Ich hab dann einfach einen Frischhaltebeutel hergenommen (einen großen), hab das Fleisch hinein gegeben und die Marinade dazu geleert. Diesen dann gut verschließen und zur Sicherheit hab ich den Beutel in eine Form gesetzt. So ist der Schopfbraten von allen Seiten gut mit der Marinade bedeckt. Jetzt kommt er für 12-24 Stunden in den Kühlschrank. Wenn ihr dran denkt, z.B. beim Kühlschrank öffnen, dann schüttelt den Beutel (vorsichtig! 🙂 ) ein bisschen hin und her.

Ihr könnt auch die Burger Brötchen schon am Vortag backen, da diese dann sowieso noch getoastet werden. Ich würde sie aber über Nacht eingepackt in den Kühlschrank legen, da sie dort doch ein bisschen „frischer“ bleiben. Wie gesagt, wenn ihr sie am Vortag backt!

burger brötchenAm nächsten Tag den marinierten Schopfbraten aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen. Das Backrohr auf 240°C (Heißluft) vorheizen. Den Schopfbraten aus der Marinade nehmen und von allen Seiten gut salzen und pfeffern. Die Marinade nicht wegleeren. Diese in einen kleinen Topf geben und einkochen. Die eingekochte Marinade brauchen wir später noch zum Bestreichen während der Braten im Backrohr ist.

Das Fleisch hat Zimmertemperatur, das Backrohr ist vorgeheizt, dann kann’s ja eigentlich auch schon losgehen! Den Fleischthermometer in die dickste Stelle des Bratens stechen. Der Schopfbraten wird direkt auf den Rost gesetzt, darunter kommt eine Schüssel mit Wasser. Ich hab hierfür meine Form für’s Truthahn braten verwendet 🙂 Mein Braten war ca. 1,5 Stunden im Rohr.

mojo schopfbraten

Hier der Ablauf:

Die erste Stunde auf 240°C – daziwschen immer wieder mit der eingekochten Marinade bestreichen. Dann auf 200°C reduzieren für weitere 30-40 Minuten – dazwischen mit der Marinade bestreichen. Wichtig ist hier, dass ihr einfach die Kerntemperatur beobachtet. Wenn diese 67-70°C aufweist, ist der Braten fertig und keine Angst, wenn er außen ein bisschen dunkler wird! Den fertigen Braten aus dem Backrohr nehmen, nochmals mit der Marinade bestreichen und 15-20 Min. rasten/auskühlen lassen. Erst dann wird der Mojo Braten dünn aufgeschnitten.

Ich weiß, ich weiß, das klingt und liest sich alles sehr lang! Aber der Aufwand ist es echt wert! Jetzt geht es auch schon an die Vorbereitungen für das Zusammensetzen des Cubano Sandwiches.

Der Mojo Braten ist dünn aufgeschnitten. Die Brötchen werden halbiert und auf der Innenseite getoastet – entweder in einer beschichteten Pfanne oder in einem Klapptoaster/Kontaktgrill. Die Innenseiten der Brötchen dünn mit Dijonsenf bestreichen. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl oder Butter erhitzen und die Mojo Bratenscheiben kurz anbraten und schon kann gebaut werden.

Aufbau vom Cubano Sandwich:

  • Unterseite Brötchen mit Senf bestrichen
  • Mojo Schweinsbraten in Scheiben geschnitten
  • 2 Scheiben VULCANO Rohschinken
  • 1-2 Scheiben geräucherter Gauda
  • Gurkerlscheiben
  • Brötchen (Deckel)

Und jetzt kommt noch die Krönung. Die Außenseiten dünn mit Butter bestreichen und im Klapptoaster/Kontaktgrill knusprig toasten.

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Ich hatte leider keins von beiden zu Hause und war ein bisschen erfinderisch 🙂 Denn wichtig ist, dass das Sandwich knusprig wird und der Käse schmilzt und nicht dass es „pressed“ ist. Ich hab mir den „pressed“ Effekt mit einem schweren Topf herbeigeführt! 🙂

Und dann meine Lieben, heißt es nur noch ENJOY!!! Der Aufwand ist es echt wert. Wir haben die Cubanos am nächsten Tag nochmal gegessen (waren ja 4 Portionen) und ehrlich gesagt, sie waren noch gschmackiger als am „Kochtag“!

cubano sandwichEnjoy & don’t forget to kiss the cook! 🙂 Eure Julie

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