Mit Linz beginnt’s: Linzer Gugelhupf

Hallo ihr Lieben! Ich bin’s wiedermal, eure Tina! 🙂 Als mir meine liebe Schwester von ihrem virtuellen Roadtrip durch Österreich erzählt, war ich voll begeistert und hab mich auch gleich gemeldet etwas zu backen. Denn der Koch & Backplan von Julie war ziemlich lang 🙂 Da ich mittlerweile keine „Angst“ mehr vom Gugelhupf backen hab, hab ich mir den Linzer Gugelhupf ausgesucht. Der Linzer Gugelhupf ist eigentlich ein klassisch heller Gugelhupf. Doch die gemahlenen Gewürznelken, der Zimt und die Zitronenschalen geben ihm den gewissen Kick! Ich hab ihn zum Verkosten meinen Arbeitskolleginnen mitgebracht – alles zamputzt 🙂

Linzer Gugelhupf

Linzer Gugelhupf alá Tina

Zutaten für 1 Gugl:

300 g glattes Mehl, 1 Pkg. Backpulver, 220 g Butter, 4 Eier, 1/2 TL gemahlene Gewürznelken, 80 ml Milch, 3 EL Rum, 200 g Staubzucker, 1 TL Zimt, 1 TL abgeriebene Zitronenschale, Butter & Semmelbrösel für die Form

Und so wird’s gemacht:

Das Backrohr auf 170°C Ober/Unterhitze vorheizen! Ihr habt nur Heißluft? Dann werft einen Blick in Julie‘ Tipps & Tricks!

Die Gugelhupf Form ausbuttern und mit Semmelbröseln „bestauben“. Ich hab eine Silikonform zum Backen verwendet, daher hab ich diesen Schritt auslassen.

Zuerst die Eier trennen & das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Die Butter mit dem Zucker schaumig aufschlagen. Die Eidotter nach und nach unterrühren. Nebenbei die Eiklar zu Schnee steif schlagen. Das heißt am besten mit einer Küchenmaschine und Handmixer arbeiten! 🙂

Als nächstes Milch, Rum, Zitronenschale, Zimt und Nelken in die Buttermasse geben und gut verrühren.

Zum Schluss abwechselnd den Schnee und das Mehl vorsichtig unterheben (nicht alles auf einmal,- lieber auf 2-3 Teile aufteilen). Den Teig in die Gugelhupfform füllen und bei 170°C (Ober/Unterhitze) für ca. 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Ich hab den Gugelhupf die letzten 10 Minuten mit einem Stück Alufolie abgedeckt, da er mir sonst zu dunkel geworden wäre. Aber da jedes Backrohr anders arbeitet,- einfach ein bisschen auf den Linzer Gugelhupf aufpassen, vielleicht ist es bei euch ja nicht notwendig!

Gugelhupf Linzer ArtDen fertigen Gugelhupf in der Form für 10-15 Minuten auskühlen lassen,- erst dann stürzen. Das heißt nicht ungeduldig werden, sonst reißt euch der Gugelhupf vielleicht!

Den lauwarmen Linzer Gugl großzügig mit Staubzucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen.

Meine Mädls in der Arbeit haben ihn für gut befunden und alles verputzt! 🙂 Eure Tina

P.S.: Wer doch noch Gusta auf etwas Deftiges hat, sollte noch bei Sophie vorbeischauen! Denn sie hat uns heut zu Mittag köstliche überbackene Grammelknödel gezaubert! 🙂


Mit Linz beginnt’s: Linzer Stangerl

Guten Morgen meine Lieben! Sophie & ich waren über Nacht ein bisschen unterwegs und begrüßen euch heute aus dem schönen Oberösterreich! Es liegt im Herzen Mitteleuropas und grenzt im Norden an die Tschechische Republik. Im Osten an Niederösterreich, im Süden an die Steiermark & Salzburg und im Westen an Deutschland. Klingt ziemlich groß oder? Ist es auch! Denn mit fast 12.000 km² ist Oberösterreich das 4. größte Bundesland Österreichs.

Was erwartet euch? Ich hab meine Beiträge der Hauptstadt Linz gewidmet 🙂 Daher auch die Überschrift „Mit Linz beginnt’s“ und Sophie wird euch wieder mit einem köstlichen Menü verwöhnen. Auf los geht’s los, denn sonst wird mein Kaffee kalt und/oder noch schlimmer, Sophie stibitzt mir mein Linzer Stangerl 🙂

Linzer Stangerl

Linzer Stangerl

Zutaten für 18-20 Stück:
(fertig zusammengesetzte Stangerl)

500 g Thea (Backmagarine/optional: Butter), 360 g Staubzucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 4 Eier, 720 g Mehl, ca. 200 g Marillenmarmelade, ca. 350 g Glasur-Schokolade Zartbitter

Zubehör: Backbleche, Spritzsack, eine große Sterntülle

Und so wird’s gemacht:

Den Backofen auf 180°C (Heißluft) vorheizen.

Die Backmagarine in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und schaumig rühren. Dann den Staubzucker dazugeben und weiter schaumig aufschlagen. Nach und nach die Eier dazugeben. Zuletzt kommt das Mehl dazu, welches ihr ruhig mit der Küchenmaschine einrühren könnt.

Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Teigmasse in den Spritzsack füllen (nicht alles auf einmal!) und 8-10 cm lange Stangerl auf das Backblech aufdressieren.

Ab damit in den Backofen (mittlere Schiene)! Dort bleiben die Stangerl für ca. 12-15 Minuten (je nach Backofen). Herausnehmen, Backpapier vom Backblech ziehen und auskühlen lassen. Inzwischen kann die nächste Partie gebacken werden. Bei mir waren es insgesamt vier Ladungen 🙂

Linzer StangerlSind die „halben“ Linzer Stangerl ausgekühlt, können sie gefüllt werden. Die glatte Seite vom Linzer Stangerl mit Marillenmarmelade bestreichen und mit einer zweiten Hälfte zusammensetzen.

Die Schokolade in eine Rührschüssel oder einen kleinen Topf geben und über Wasserdampf schmelzen. Die Linzer Stangerl in die Schokolade tunken (beide Enden), auf ein Backpapier legen und trocknen lassen. Ja und dann kann auch schon genascht werden 🙂 Wobei ich dazu sagen muss, dass sie am besten schmecken, wenn sie 1-2 Tage Zeit bekommen um rasten zu dürfen!

Viel Spaß damit! Eure Julie


Mozart Pralinen

Mozartstadt Salzburg! Mozart Praline

Als ich mir meinen Koch- und Backplan für diese kulinarische Rundreise durch Österreich zusammen gestellt habe, war für mich gleich klar, dass ich für Salzburg Pralinen machen möchte! Schließlich hab ich im Pralinenkurs mit Christina Krug, der Inhaberin der Schnabulerie in Mödling, alles gelernt, was ich bisher falsch gemacht hab 🙂 Ich hab dieses Mal schon einiges besser hinbekommen, doch wenn man sich die Fotos genauer anschaut, dann merkt man, dass ich beim Temperieren der Schokolade einen Fehler gemacht habe … Dem Geschmack macht das aber Gott sei Dank nix aus und wie heißt es so schön – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Auftstehen, Krönchen richten und weiter üben! 🙂

Mozart PralinenDa ich keine klassische Mozartkugel machen wollte hab ich die typischen Zutaten, wie Nougat, Pistazien und Marzipan, einfach ein bisschen anders eingesetzt! Da ich nicht so ein großer Fan von Marzipan bin, hab ich dieses sogar durch Amaretto ersetzt. Ihr bekommt heute sozusagen eine Hommage an die Mozartkugel von mir.

Julie’s Mozart Pralinen

Zutaten für ca. 63 Stück:

120 g Schlagobers, 270 g Vollmilchschokolade (Callebaut), 90 g Nougat, 60 g Butter, 2 EL Amaretto, ca. 1/2 Pkg. gehackte Pistazien (ca. 12 g), ca. 100 g Zartbitterschokolade (Callebaut) zum Verschließen der Hohlkörper, ca. 300 g Zartbitterschokolade (Callebaut) zum Überziehen der Pralinen, 63 Stück Pralinenhohlkörper (Kugeln) aus Zartbitterschokolade

Und so wird’s gemacht:

Vorweg meine Lieben – für diese Pralinen müsst ihr zwei Tage einplanen!

Das Nougat mit der Butter in einer Schüssel über Wasserdampf schmelzen und gut verrühren. Die Vollmichschokolade Drops in eine Schüssel geben. Das Schlagobers aufkochen und gleich über die Schokolade leeren. Glatt rühren. Die Nougat-Butter-Masse und Amaretto in die Schokoladenmasse einrühren und auskühlen lassen – eventuell ein bisschen in den Kühlschrank stellen, dass die Ganache anziehen kann, dann geht das Füllen der Hohlkörper ein bisschen einfachen.

Während die Ganache auskühlt, die gehackten Pistazien in die Hohlkörper streuen.

pralinen hohlkörperDie Ganache in einen Spritzsack füllen – mit einer ganz kleinen Lochtülle – und die Hohlkörper bis zur Kante füllen. Über Nacht im Kühlschrank absteifen lassen.

Am nächsten Tag ca. 80-100 g Zartbitterschokolade schmelzen (max. 45°C) und die Pralinen verschließen/deckeln. Zum Anziehen in den Kühlschrank stellen.

Und jetzt geht’s ans Schokolade Temperieren. Die Zartbitterschokolade (ca. 250-300 g) über Wasserdampf auf max. 45°C erwärmen/schmelzen. Dann die Schüssel auf ein „kaltes Wasserbad“ setzen und auf ca. 25°C runter kühlen – durch ständiges Rühren,- am besten einen Teigschaber verwenden. Dann kommt die Schüssel wieder auf das „warme Wasserbad“. Jetzt die Zartbitterschokolade auf 30°C – max. 31°C erwärmen. Ist die Temperatur erreicht, weg von der Wärme nehmen und das Pralinen überziehen kann beginnen.

Die gefüllten Hohlkörper aus dem Kühlschrank holen und aus der Form lösen. Christina hat uns damals im Kurs eine coole Möglichkeit gezeigt, in der man keine Pralinengabel braucht.

Einfach ein bisschen Schokolade auf die Handfläche geben. Dann eine Praline in die Hand nehmen und dann vorsichtig zwischen den Handflächen in der Schokolade wuzeln,- wie als würdet ihr ein Knödel formen. So bekommt die Praline auch eine schone Maserung und man muss sich nicht mit der Pralinengabel spielen. Die Praline auf ein Backpapier setzen und ein Stück verschieben,- so entstehen keine Fußerl! Wer möchte jetzt mit gehackten Pistazien bestreuen.

Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht! 🙂 Übersetzt: wenn die Pralinen glänzen, wenn sie getrocknet sind, dann habt ihr beim Temperieren der Schokolade alles richtig gemacht. Entsteht aber ein leichter „grauer“ Schleier (wie bei mir), dann heißt es weiter üben 🙂

Trocknen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Gekühlt sind die Pralinen 2-3 Wochen haltbar. Da die Pralinen aber im kalten Zustand den Geschmack verändern, empfehle ich euch sie cirka eine halbe Stunde bevor ihr sie „servieren“ wollt, aus dem Kühlschrank zu nehmen!

Wie gesagt, lasst euch nicht entmutigen, wenn euch beim ersten Mal nicht alles so gelingt, wie ihr wollt! Dem Geschmack macht es Gott sei Dank nichts aus! Und auch ich übe noch brav! 🙂

Eure Julie