Eine süße Versuchung! Topfen-Streusel-Kuchen mit Germteig

Bei gewissen Mehlspeisen kann ich einfach nicht nein sagen … bei gebackenem Topfenkuchen schon gar nicht 🙂 Und als „Sahnehäubchen“ dann sogar noch mit Streusel … was soll ich euch sagen?! Ich hab der Versuchung nicht Stand halten können 🙂

Topfen-Streusel-Kuchen mit Germteigboden

Zutaten für 1 Torte/Kuchen (Durchmesser 30 cm):

Tortenboden: 1 Würfel frische Germ, 250 ml lauwarme Milch, 1 Ei (versprudelt), 45 g Zucker,
1 Pkg. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 50 g weiche Butter, 450 g glattes Mehl

Fülle: 200 g Butter, 200 g Staubzucker, 3 Eier, 1 kg Topfen, 2 gehäufte EL Vanillepuddingpulver, Schale 1 Bio Zitrone (unbehandelt)

Streusel: 175 g Mehl, 110 g Staubzucker, 100 g zerlassene Butter, 1/2 Pkg. Vanillezucker

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um den Germteig. Die frische Germ mit 1 EL Zucker (von den 45 g wegnehmen) und der Hälfte der lauwarmen Milch gut verrühren,- bis sich die Germ vollständig aufgelöst hat.

Dann kommen alle Zutaten mit der Germ-Milch-Mischung in die Rührschüssel von der Küchenmaschine. Am besten den Knethaken verwenden. Für ca. 5 Minuten kneten lassen,- so dass ein geschmeidiger Teig enstehen kann. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort, ohne Zugluft für ca. 35-40 Minuten aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um den Rest. Zuerst um die Backform. Ich hab zwar eine große Pie Form verwendet – die würde ich euch aber NICHT empfehlen, da mir die Füllung beim Backen leider übergelaufen ist. Was soviel heißt, verwendet am besten eine Tortenform, da der Tortenring den Kuchen rundherum einen guten Halt gibt 🙂

Boden mit Backpapier auslegen, den Rand mit Butter befetten und mit Mehl bestauben. Inzwischen in den Kühlschrank stellen.

Für den Streusel alle Zutaten miteinander vermischen und gut mit den Händen durchkneten. Beiseite stellen. So trocknet der Streusel ein bisschen aus und ihr könnt ihn später super über den Kuchen streuen!

Das Backrohr auf 180°C vorheizen!

Für die Fülle Butter mit Staubzucker schaumig aufschlagen. Die restlichen Zutaten dazugeben und alles nochmal gut verrühren. (Die Fülle erst ca. 5-10 Min., bevor der Germteig fertig aufgegangen ist, zubereiten.)

Den Germteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, in der gewünschten Form ausrollen und in die vorbereitete Tortenform legen. Die Topfenmasse auf den Germteig streichen. Und zu guter Letzt den Streusel über den Kuchen geben. Das geht am besten, wenn ihr ein bisschen vom Streusel zwischen die Handflächen nehmt, über den Kuchen halten und die Handflächen aneinander reiben. So bekommt ihr einen schönen feinen Streusel!

So aber jetzt ab damit ins Backrohr! Auf der mittleren Schiene platziert braucht der Topfen-Streusel-Kuchen ca. 40-45 Minuten bei 180°C. Da jedes Backrohr anders tickt, schaut mal nach 30 Minuten ins Backrohr, ob der Kuchen eventuell abgedeckt gehört, dass der Streusel nicht zu dunkel wird!

Den fertigen Kuchen aus dem Backrohr holen, auskühlen lassen und vor dem Servieren noch mit Staubzucker bestreuen!

Lasst es euch schmecken! Eure Julie

 


*** Türchen Nr. 13 ***

Es ist der Tag der Lichterkönigin. An diesem Tag finden überall in Schweden, am Lucia-Morgen, leuchtende Luciaumzüge statt. Mit dem Luciafest soll Freude und Helligkeit in die dunklen Tage des ausklingenden Jahres gebracht werden! Und da diese Umzüge meistens am Morgen stattfinden, gibt es den Brauch, dass die Lucia nach dem Gesang ein traditionelles Frühstück mit Luciabrötchen, Pfefferkuchen und Glögg serviert. Und um an dieser Tradition fest zu halten, habe ich heute frische Luciabrötchen für euch. An alle Schweden unter auch,- ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein typisch schwedisches Rezept ist,- daher seid mir bitte nicht böse, ich habe mein bestes gegeben! 🙂

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Luciabrötchen

Zutaten für ca. 8 Stück:

Teig: 425 g glattes Mehl, 2 Säckchen Safran, 75 g weiche Butter, 1 Prise Salz,     1 Pkg./7 g Trockengerm (oder 25 g frische Germ), 60 g Zucker, 1 Vanillezucker, 250 ml Milch, 50 g gestiftelte Mandeln

Sonst noch: 1-2 EL getrocknete Cranberrys (original Rosinen), 1 Eidotter zum Bestreichen

Und so wird’s gemacht:

Die Milch muss lauwarm sein. Jeweils 125 ml in ein Schüsserl geben. Einmal darin den Safran verrühren und im anderen Teil die Germ (Hefe) auflösen.

Und dann dürfen auch schon alle Zutaten zusammen in die Küchenmaschine. Die Prise Salz und die gestiftelten Mandeln erst zum Schluss dazugeben. So lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst.

Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort, ohne Zugluft 60-90 Min. aufgehen lassen.

Nach dem Rasten wird der Teig noch einmal durch geknetet. Den Teig in acht Stücke Teilen und zu Rollen formen. Luciabrötchen haben die Form von einem S, wobei die Enden jeweils, wie eine Schnecke eingerollt werden. Die Luciabrötchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, mit einem Geschirrtuch abdecken und rasten lassen, während das Backrohr aufheizt!

Das Backrohr auf 170°C vorheizen, die Lucias dürfen noch ein bisschen rasten. Ist die Temperatur erreicht, werden die Luciabrötchen noch mit einem versprudeltem Eidotter bestrichen und in die Mulden jeweils eine getrocknete Cranberry gedrückt. In Schweden werden sie original mit Rosinen gemacht, da ich aber nicht so ein Rosinen Fan bin, hab ich auf Cranberrys umdisponiert 🙂

Ab damit ins Backrohr! Dort bleiben sie für ca. 20-25 Minuten, bis sie goldbraun gebacken sind. Blech aus dem Backrohr holen und die Luciabrötchen am Blech auskühlen lassen!

Ich wünsch euch allen einen schönen Lucia Tag! 🙂 Eure Julie


Hochzeitsgugelhupf Burgenland

Burgenländische Traditionen! Hochzeitsgugelhupf

Im Burgenland (wie auch überall anders 🙂 ) gibt es eine Vielzahl an Hochzeitstraditionen, wie auch viele typische Hochzeitsgerichte. Ich hab mir für euch eine der burgenländischen Traditionen heraus gesucht und mich an einen Hochzeitsgugelhupf ran getraut. Dieser wird meist an die braven Helferlein rund um eine Hochzeit verschenkt!

Burgenländischer HochzeitsgugelhupfSeit ich mir die Zutaten für den Gugelhupf durchgelesen hab, geht mir ein Kinderlied nicht mehr aus dem Kopf! Denn die Hauptzutaten sind Safran, Kakao und Rumrosinen. Könnt ihr euch denken, welche Zutat mir den Ohrwurm verschafft hat?

Backe, backe Kuchen,
der Bäcker hat gerufen.
Wer will guten Kuchen backen,
der muß haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Butter und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl.
Schieb, schieb in’n Ofen rein!

Ich hab als Kind ja immer „Safran macht den Kuchen gelb“ gesungen! 🙂 So aber jetzt wollen wir einen guten Kuchen backen! 🙂

Burgenländischer Hochzeitsgugelhupf alà Julie

Zutaten für 1 kleinen Gugelhupf (Durchmesser 18 cm):

Teig: 280 g glattes Mehl, 1/2 TL Salz, 125 ml Milch, 1 Brieferl Safran, 65 g Butter, 20 g frische Germ, 30 g Staubzucker, 1 Ei, 1 Eidotter, 1/2 TL Zitronenschale

Fülle: 25 g zerlassene Butter, 80 g Kristallzucker, 1 EL ungesüßten Kakao, 60 g goldene Rosinen & getrocknete Cranberries gemischt, Rum

Und so geht’s:

Rosinen und Cranberries in Rum einweichen,- sie sollten mit Rum bedeckt sein!

Milch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen. Ein Drittel davon in ein Schüsserl um leeren. In diesem die frische Germ mit 1 TL Staubzucker (von der oben angegeben Menge) verrühren. Zur restlichen Milch (im Topf) den Safran, Butter und Zucker geben und alles so lange verrühren, bis sich alles aufgelöst bzw. geschmolzen ist.

In einer Rührschüssel für die Küchenmaschine alles miteinander,- mit den restlichen Zutaten für den Teig,- gut vermischen und zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig mit Mehl bestäuben und die Rührschüssel abdecken. Den Teig an einem warmen Ort für  1 Stunde aufgehen lassen.

Inzwischen die Gugelhupfform gut ausbuttern. Den Zucker mit dem Kakao vermischen und die Rosinen/Cranberries abseihen. Den Rum könnt ihr für die nächsten Rumrosinen aufbewahren!

Den Germteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einem Rechteck ausrollen. Da es aber nicht viel Teig ist, geht das auch einwandfrei mit den Händen.

Den Teig mit Butter bestreichen (ein bisschen übrig lassen für später). Mit der Kakao-Zucker-Mischung bestreuen. Zum Schluss die Rosinen und Cranberries darauf verteilen. Von der Längsseite eng aufrollen und die Enden zusammendrücken. Die Teigrolle in die Gugelhupfform legen und die Enden zusammendrücken.

Die Gugelhupfform abdecken und nochmals für ca. 15 Minuten aufgehen lassen. Inzwischen das Backrohr auf 180°C (Heißluft) aufheizen. Bevor der burgenländische Hochzeitsgugelhupf ins Backrohr darf, wird er noch mit der restlichen zerlassenen Butter bestrichen.

Ich hab den Gugelhupf die ersten 30 Minuten auf der untersten Schiene platziert. Danach hab ich auf die mittlere Schiene gewechselt. Insgesamt braucht der Hochzeitsgugelhupf ca. 45-50 Minuten (je nach Backrohr),- eventuell nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken.

Den fertigen Hochzeitsgugelhupf ein bisschen auskühlen lassen, bevor ihr in aus der Form stürzt! Mit Staubzucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen. Und dann bleibt es euch überlassen, ob ihr ihn als Dankeschön verschenkt oder selbst genießt! Unbedingt am Backtag verspeisen, da er danach (typisch Germteig) ein bisschen fester & trocken wird.

Gutes Gelingen & bis morgen! Eure Julie