Brot & Wein – so muss es sein!

Einen wunderschönen guten Morgen meine Lieben! Heute geht es endlich los! Ab heute heißt es „Julie & Sophie unterwegs in Österreich“! Das Auto ist vollgetankt und die Reiseroute steht. Doch bevor Sophie & ich losfahren, möchten wir euch in den ersten paar Tagen natürlich noch unser Heimat vorstellen.

Willkommen im schönen Niederösterreich! Ich  bin ja eigentlich eine gebürtige Mödlingerin, doch der Liebe wegen, hat es mich vor ein paar Jahren „aufs Land“ nach Eichgraben gezogen. Und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase ist aus einem Stadtkind ein Landei geworden! 🙂

Das schöne Niederösterreich teilt sich in vier Vierteln auf. Dem Waldviertel, dem Mostviertel, dem Industrieviertel und dem Weinviertel. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber immer wenn ich an Wein denke, denke ich an die schöne Wachau. Vor allem um die Zeit der Marillenblüte ist es dort himmlisch! Und was gehört zu einem guten Wein … außer netter Gesellschaft? Richtig – Brot! Da liegt es doch auf der Hand, dass ihr heute frisch gebackene Wachauer Laberln von mir bekommt!

Wachauer Laberl

Wachauer Laberln

Zutaten für ca. 8 Stück:

Vorteig: 125 g Weizenmehl (Type 700), 25 g Roggenmehl (Type 960), 150 g lauwarmes Wasser, 7 g frische Germ
Hauptteig: 350 g Weizenmehl (Type 700), 75 g lauwarmes Wasser, 75 g lauwarme Milch, 7 g Backmalz, 10 g Salz, 4 g Kümmel ganz (die Hälfte davon im Mörser fein mörsern)
Sonstiges: Backpapier, etwas Öl

Wachauer Laberl

Und so wird’s gemacht:

Am Vortag kümmern wir uns um den Vorteig. Für diesen die frische Germ im lauwarmen Wasser auflösen und mit den restlichen Zutaten vermischen. Zudecken und für 16 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.

Am nächsten Tag geht es dann mit dem Hauptteig weiter. In einer Rührschüssel alle Zutaten plus dem Vorteig vermengen und verkneten. Ich hab das meiner KitchenAid überlassen, da der Teig 5-7 Minuten gut geknetet werden soll. Dann die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort ohne Zugluft für ca. 45 Minuten aufgehen lassen.

Inzwischen das Backrohr auf 230°C vorheizen. Kurz bevor die Wachauer Laberln später ins Backrohr dürfen, ein Wasser benetzes Blech ins Backrohr schieben, so dass Dampf entsteht.

Den Teig in 8 Stücke (zu ca. 90-100 g) teilen und auf der Arbeitsfläche OHNE Mehl glatt schleifen. Auf ein Brotbackblech oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und die Oberfläche mit ein bisschen Öl einreiben (am besten mit den Fingern, dann kann es nicht passieren, dass ihr zuviel nehmt). Mit einem Tuch abdecken und für weitere 15 Minuten rasten lassen.

Wachauer Laberl

Da meine Schwester an diesem Tag zu Besuch war, hab ich mich in ihr Dirndl geschmissen, mir ein Gläschen Wein eingeschenkt und meiner Schwester die Kamera in die Hand gedrückt 🙂

So aber jetzt dürfen die Wachauer Laberln endlich ins Backrohr. Auf der mittleren Schiene platziert, bleiben sie für ca. 20 Minuten. Nach 20 Minuten die Temperatur auf 200°C reduzieren und für weitere 5-10 Minuten fertig backen. Wenn die Wachauer Laberln schön goldbraun gebacken sind und sie hohl klingen, wenn man auf der Unterseite der Laberln klopft,- dann sind sie fertig! Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Bis später meine Lieben! Eure Julie

Julie’s Gasthaus Tipp: Nur ca. 10-15 Minuten von mir (Eichgraben) entfernt befindet sich die Buchbergwarte. Bei gemütlicher Atmosphäre kann man im Schutzhaus am Buchberg gschmackige Hausmannskost schmausen!


Frisch gebackenes Ciabatta!

Ein paar Ciabatta Varianten hab ich ja schon ausprobiert. Könnt ihr euch noch erinnern? Ihr findet hier bei mir schon Rezepte für ein Ciabatta mit getrockneten Tomaten oder ein Olivenciabatta. Ach ja und eines mit Bärlauch wurde auch schon gebacken! Aber das klassische Ciabatta, eines ohne jegliche Füllung, das hab ich heute für euch!

ciabattaCiabatta

Zutaten für 2 Brote:

Vorteig: 50 g Weizenmehl (Type 1600), 5 g Roggensauerteig (Trockenprodukt), 50 ml lauwarmes Wasser

Hauptteig: 10 g frische Germ, 275 ml lauwarmes Wasser, 500 g Weizenmehl (T 700), 10 g Salz (ca. 2 TL), 3 EL Olivenöl, Olivenöl für die Teigschüssel

Und so wird’s gemacht:

Mit dem Vorteig müsst ihr schon am Tag davor anfangen, da dieser 15-20 Stunden bei Zimmertemperatur reifen muss. Für diesen einfach alle Zutaten in einer kleinen Schüssel gut miteinander verrühren, abdecken und in eine warme Ecke stellen.

Am nächsten Tag geht es dann weiter. Die frische Germ mit dem lauwarmen Wasser verrühren. Dann alle Zutaten bis auf das Salz und das Olivenöl miteinander verkneten. Auch der Vorteig kommt dazu! Am besten lasst ihr das Kneten eurer Küchenmaschine machen, da der Ciabattateig 3 Min. langsam und 7 Min. schnell geknetet werden muss. Das Olivenöl und das Salz könnt ihr nach der 1. Minute dazugeben, wenn der Teig schon leicht verknetet ist.

Eine Schüssel mit Olivenöl ausstreichen und den gut durchgekneteten Teig hineinsetzen. Abdecken und 60-90 Minuten an einem warmen Ort ohne Zugluft aufgehen lassen.

Ist der Teig schon aufgegangen, diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche halbieren. Beide Teile der Länge nach, wie eine Spirale formen. Die Rohlinge auf ein Brotbackblech oder ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, abdecken und ruhen lassen.

ciabatta rohlingeinzwischen den Backofen auf 250°C aufheizen und ein feuerfestes Gefäß mit Wasser oder ein Backblech mit Wasser mit in den Ofen stellen, so dass sich Dampf entwickeln kann.

Hat der Ofen die Temperatur erreicht, das Gefäß mit dem Wasser herausholen (Achtung heiß!!!) und das Backblech mit den Broten in den Ofen schieben. Das sollte relativ zügig gehen, dass euch nicht zu viel Dampf verloren geht!

ciabattaDie Temperatur auf 220°C reduzieren und für ca. 30 Min. goldbraun backen. Die fertigen Ciabatta Brote aus dem Backofen holen und noch heiß mit Olivenöl bestreichen. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Eure Julie


Not macht erfinderisch :-) Frühstücksweckerl mit zweierlei Mohn

Wer kennt das nicht? Man kommt aus dem Urlaub und der Kühlschrank ist leer! Das Tantchen, die unseren Joey versorgt hat, war aber so lieb und hat uns mit Milch (für den lebenswichtigen Frühstückskaffee) versorgt. Ich bin am nächsten Tag so oder so einkaufen gefahren, aber was hab ich vergessen? 🙂 Das Brot. Da ich mich so über mich selbst ärgerte und nicht nochmal einkaufen fahren wollte, hab ich ein bisschen improvisiert, mit dem was da war 🙂 Und ich muss sagen, das Ergebnis hat überzeugt!

brötchen mit MohnFrühstücksweckerl mit zweierlei Mohn

Zutaten für ca. 18 kleine Brötchen:

500 g glattes Mehl, 30 g frische Germ, 1/2 TL Zucker, 250 ml lauwarme Milch, 50 g sehr weiche Butter, 2 Eier, 2 TL Salz, 1 Msp. Muskatschale gemahlen (von Sonnentor/optional Muskatnuss), 1 Eidotter zum Bestreichen, 1 EL Milch zum Bestreichen, 1 EL gequetschten Graumohn, 1 EL gequetschten Weißmohn

Und so wird’s gemacht:

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Mit den Händen eine Mulde formen. Die frische Germ in einem Schüsserl mit der lauwarmen Milch und dem Zucker gut verrühren und in die Mulde gießen. Mit ein bisschen Mehl vom Rand bestäuben. Abdecken und 15 Minuten rasten lassen (Dampfl).

Die Butter mit den Eiern, Salz, Muskatschale vermischen in die Rührschüssel geben. Jetzt alles zu einem glatten Teig verkneten. Wieder zudecken und an einem warmen Ort 40 Minuten aufgehen lassen.

Nach der Rastung den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche setzen. Teigstücke abschneiden und nach Wunsch formen. Meine Teigstücke waren ca. 45-55 g schwer, daher sind die Brötchen auch ein bisschen kleiner ausgefallen. Die Teigrohlinge auf ein Brotbackblech oder ein Blech mit Backpapier setzen, abdecken und nochmals 15-20 Min. rasten lassen. Inzwischen den Backofen auf 200°C vorheizen.

brötchen mit mohnDen Eidotter mit Milch versprudeln. Ist die Temperatur erreicht, kann’s gleich los gehen. Zuvor werden die Rohlinge aber noch mit dem Eidotter-Milch-Gemisch bestrichen und mit zweierlei Mohn bestreut. Dann dürfen sie für ca . 20-25 minuten in den Backofen.

Wenn ihr größere Weckerl geformt habt, dann schiebt das Backblech auf die mittlere Schiene. Da meine Weckerl eher kleiner ausgefallen sind und ich dadurch mehr hatte, hab ich sie auf zwei Bleche verteilt. Ich hab diese auf die untere und mittlere schiene positioniert und in der Halbzeit einfach getauscht!

Die fertigen Weckerl auf dem Brotbackblech oder einem Kuchengitter auskühlen lassen und dann verschmausen! 🙂

Viel Spaß damit! eure Julie

PS: Die Weckerl lassen sich auch super einfrieren und aufbacken!