kartoffel brötchen

** Bread Baking (Satur)Day ** Rustikale Erdäpfelweckerl

Einen wunderschönen guten Morgen meine Lieben! Ich hoffe ihr seid gut in das neue Jahr gestartet?! Bei mir heißt es schon wieder lernen, lernen, lernen! Ich weiß nicht, ob ich es hier schon erwähnt habe – ich hab mich im Herbst dazu entschieden, doch noch einen „neuen“ Beruf zu erlernen,- darum auch das „kleine“ Blogpäuschen über Weihnachten und Silvester.

Da die Küche aber nicht ganz kalt bleibt, denn auch zwischen dem Lernen muss gegessen werden, geht es ab heute frisch & munter hier auf Julie’s KochArt weiter. Denn wer mich kennt, weiß dass Kochen & Backen für mich Entspannung ist. Ja und aus dem letzten „Spa-Day in the Kitchen“ ist folgendes Rezept entstanden! 🙂

Rustikale Erdäpfel-Weckerl

Zutaten für 6 Stück (Durchmesser 10 cm):

ca. 350 g gekochte Erdäpfeln (roh ca. 400g), 130 ml Wasser (lauwarm), 25 g frische Germ, 1/2 TL brauner Zucker, 220 g glattes Weizenmehl, 200 g glattes Weizenvollkornmehl, 1 TL Olivenöl, 1 TL Paprikapulver edelsüß, 1/2 TL Paprika scharf, 2-3 TL Salz, ein bisschen Pfeffer aus der Mühle, 1 Msp. Chiliflocken, Olivenöl zum Bestreichen

Und so wird’s gemacht:

Die Erdäpfeln mit der Schale kochen. Etwas auskühlen lassen und schälen. Sind sie vollständig ausgekühlt, durch die Kartoffelpresse drücken und beiseite stellen.

Die frische Germ mit Zucker und Wasser verrühren,- in die Rührschüssel geben. Dann darf die Hälfte vom Mehl, wie auch das Olivenöl, die zwei verschiedenen Arten von Paprikapulver, ein bisschen frisch geriebener Pfeffer und die Chiliflocken dazu.

Jetzt die Rührmaschine ein paar Runden drehen lassen, dann darf auch schon der Rest dazu – Rest vom Mehl, Salz und die gepressten Erdäpfeln. Gut verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Sollte der Teig zu klebrig sein, dann fügt noch ein wenig Mehl dazu!

Den Teig mit Mehl bestauben, abdecken und an einem warmen Ort für ca. 50-60 Minuten gehen lassen.

Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Ich hab mich für Weckerln entschieden und gleich meine neue Silikonform für Burger-Brötchen verwendet (Durchmesser Brötchen 10 cm). Der kleine Monk in mir war zufrieden, als die Weckerl aus dem Ofen kamen und endlich mal die gleiche Größe hatten 🙂 !

Den Teig in 6 Teile teilen – à 150-160 g. Ihr könnt sie natürlich auch kleiner machen! Die Teigstücke rund schleifen und in die Silikonform setzen und ein bisschen flach drücken. Habt ihr diese nicht, einfach auf ein Backpapier setzen und flach drücken. Abdecken und nochmals für 20-30 min. rasten lassen.

Inzwischen das Backrohr auf 180-190°C (Heißluft) vorheizen und ein feuerfestes Gefäß mit Wasser hineinstellen,- damit sich der Dampf, den wir zum Backen brauchen, entwickeln kann.

Bevor die rustikalen Erdäpfel-Weckerl ins Backrohr dürfen, werden sie noch mit ein bisschen Olivenöl eingestrichen,- wer will kann sie auch einschneiden (Muster) und der Optik wegen noch mit ein bisschen Mehl bestauben.

Zügig ins Backrohr stellen, damit der Dampf nicht komplett entweicht. Dort bleiben sie auf der mittleren Schiene für ca. 40-50 Minuten (je nach Backrohr). Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob die Weckerln fertig gebacken sind, dann macht die Klopfprobe. Auf der Unterseite klopfen – klingt es hohl, dann sind sie fertig.

Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen & dann nur noch genießen! Ich hab uns einen Liptauer dazu gezaubert! 🙂

Gutes Gelingen meine Lieben! Eure Julie

In der Menüleiste unter Tipps & Tricks findet ihr euch schon einen kleinen Überblick zum Thema „Germteig„!


**Bread Baking (Satur)Day** Erdäpfel-Dinkel-Brot

Heute mal kurz & knackig: Ich war zum Brunch eingeladen und für Brot & Gebäck zuständig. So ein frisch gebackenes Brot kann schon was, oder? 🙂 Und für den süßen Part gab’s dann noch frische Butterbrioche!

Erdäpfel-Dinkel-Brot

Zutaten für 1 Brot:

300 g gekochte Erdäpfeln (roh ca. 350-360 g), 600 g glattes Dinkelmehl, 100 ml Milch (lauwarm), 200 ml Wasser (lauwarm), 21 g frische Germ, 1 TL Staubzucker, 1 TL Salz, 1 Msp. Muskatblüte gemahlen (Macis), etwas Mehl zum Bestauben & Olivenöl zum Teig Einreiben

Und so wird’s gemacht:

Die Erdäpfeln mit der Schale kochen. Danach schälen und auskühlen lassen. Die ausgekühlten Erdäpfeln durch die Erdäpfelpresse drücken und beiseite stellen.

Die Germ mit Zucker im lauwarmen Milch-Wasser auflösen – mit dem Schneebesen gut verrühren, mit ca. 1 EL Mehl (von der abgewogenen Menge wegnehmen) bestauben. Für ca. 10-15 Minuten rasten lassen.

kartoffelbrot

Jetzt werden alle Zutaten und Bestandteile in einer Rührschüssel vermengt und (am besten mit der Küchenmaschine) zu einem glatten Teig verkneten. Schreckt euch nicht, der Teig kann ein bisschen patzig sein! Eine größere Schüssel mit Olivenöl ausstreichen und den Teig in die Schüssel geben. Noch mit etwas Mehl bestauben, abdecken und an einem warmen Ort, ohne Zugluft, für ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gut durch kneten und in die gewünschte Form bringen. Ich hab mich für eine Kastenform entschieden. Da diese beschichtet ist, war bei mir kein Backpapier etc. notwendig. Also Teig in die Kastenform (mind. 35×12) setzen, abdecken und nochmals für ca. 1 Stunde gehen lassen.

Das Backrohr rechtzeitig auf 240°C aufheizen und den Gitterrost schon auf der untersten Schiene positionieren. Schon beim Aufheizen ein feuerfestes Gefäß, mit Wasser gefüllt, hinein stellen, so dass sich Dampf entwickeln kann.

Kurz bevor das Brot ins Backrohr darf, könnt ihr das Brot an der Oberseite noch einschneiden (Muster). Ich hab den Teig einfach mit den Fingern ein bisschen „verzwirbelt“ 🙂

kartoffelbrot

So und jetzt muss es schnell gehen – ACHTUNG heiß! Am besten mit Hilfe! Denn das Backrohr sollte nicht zu lange offen sein, sonst ist der schöne Dampf auch gleich wieder weg. D.h. Person Nr. 1 macht das Backrohr auf, Person Nr. 2 schiebt das Brot in den Ofen.

Timeline

  • Start 240°C
  • nach 15 Minuten auf 200°C reduzieren
  • nach 10 Minuten auf 180°C reduzieren
  • noch weitere 45 Minuten backen

Backzeit insgesamt: ca. 60-65 Minuten (je nach Backrohr)

Sollte euch das Brot zu schnell zu dunkel werden, dann legt einfach ein Stück Alufolie darüber. Nehmt es aber gegen Ende der Backzeit (für die letzten 10 Minuten) wieder weg, dass die Kruste nicht zu weich wird.

Das fertige Brot aus dem Backrohr nehmen, kurz abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Viel Spaß damit meine Lieben! Eure Julie

 


reindling

Ein Kärtner Urgestein! Der Kärntner Reindling

Es ist mir eine Ehre euch heute im schönen Kärnten begrüßen zu dürfen! In meinem zweit liebsten Bundesland neben meinem „Heimat Bundesland“. Kärnten ist unser südlichstes Bundesland und grenzt im Westen an Tirol, im Norden an Salzburg, im Norden & Osten an die Steiermark und im Süden an Italien. Die Kärntner Küche ist eine traditionelle, bodenständige & deftige Küche. Es wird vorwiegend mit  Getreide, Milchprodukten und Fleisch gekocht,- jene Lebensmittel, die schon „damals“ das Land hervorgebracht hat. Auch die Nachbarn von Kärnten, Italien & Slowenien, haben die facettenreiche Küche Kärntens stark beeinflusst.

reindlingAls ich bei den Vorbereitungen zum Bundesland Kärnten kam, war für mich sofort klar, der Reindling muss dabei sein! Der echte Kärntner Reindling wird ja traditionsgemäß in „der Rein“ gebacken,- einer alten runden Form, die der Gugelhupfform sehr ähnelt. Wer dieses nicht hat, nimmt einfach ein Reindl (Topf) 🙂 Die klassische Füllung besteht aus Butter, Zucker, Zimt & Rosinen. Ob jetzt auch noch Nüsse dazugehören, darüber streiten sich die Geister 🙂 Ich mag diese sehr, daher gibt es bei mir heute die Version mit Nüssen.

Kärntner Reindling

Zutaten für eine Rein:

Teig: 500 g glattes Mehl, 30 g frische Germ, 50 g Staubzucker, 1 Prise Salz, 250 ml lauwarme Milch, 100 g weiche Butter, 1 Ei, 1 Eidotter

Fülle: 70 g zerlassene Butter, 100 g Kristallzucker, 2-3 EL Zimt, 60 g geröstete & gemahlene Haselnüsse, 100-120 g ungeschwefelte Rosinen, Butter für die Form, Staubzucker zum Bestreuen

Und so wird’s gemacht:

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und eine Mulde bilden. In einer Schüssel die Germ mit etwas lauwarmer Milch (ca. die Hälfte) und 1 EL Zucker (von den 50 g wegnehmen) verrühren.
2 EL Mehl (aus der Rührschüssel) dazugeben und zu einem „dicken“ Dampfl vermischen und in die Mehlmulde gießen. Mit ein bisschen Mehl vom Rand bestreuen und für 15 Minuten aufgehen lassen.

dampflDen restlichen Zucker, Salz, Ei und Eidotter mit der restlichen Milch vermischen. Wenn das Dampfl fertig ist, die Milch-Ei-Mischung, Mehl und Butter in die Rührschüssel geben und zu einem geschmeidigen Germteig verkneten.

Diesen zugedeckt und an einem warmen Ort ohne Zugluft für weitere 30-40 Minuten gehen lassen.

Bevor wir mit dem Teig weitermachen, nicht auf das Ausbuttern der Form vergessen! Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen,- ca. 0,5-1 cm dick. Den Teig dann großzügig mit der flüssigen Butter bestreichen – lasst aber ca. 1 EL übrig! Mit Kristallzucker, Zimt, Nüssen und Rosinen bestreuen. Von der Längsseite eng aufrollen und zu einer Schnecke zusammenrollen. Die Teigschnecke vorsichtig in den Topf setzen. Abdecken und nochmals für 15-20 Minuten aufgehen lassen. Inzwischen das Backrohr auf 180°C vorheizen.

Reindling rohBevor der Reindling ins Backrohr wandert, wird die Oberfläche mit der restlichen flüssigen Butter bestrichen. Dann darf er ins Backrohr. Auf der mittleren Schiene bleibt er für 45-60 Minuten (je nach Backrohr!). Falls er euch zu schnell zu dunkel wird, die Oberfläche einfach mit Alufolie abdecken. Wenn der Kärntner Reindling goldbraun gebacken ist, ist er fertig und darf heraus. Seid ihr euch nicht sicher, einfach die Stäbchenprobe machen. Bleibt am Stäbchen nichts mehr picken, ist der Reindling durchgebacken!

Den Kärntner Reindling in der Rein überkühlen lassen, vorsichtig auf die Hand stürzen und mit der „Schneckenoberfläche“ nach oben auf einen Tortenteller setzen. Dann den warmen Reindling großzügig mit Staubzucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen!

Ja und dann heißt es nur noch genießen! Ob mit einem Glas Milch oder einem Häferl Kaffee,- das müsst ihr entscheiden 🙂 Der Kärntner Reindling schmeckt am besten an dem Tag, an dem er gebacken wurde!

reindlingVielen lieben Dank auch an meine Schwester, die brav das „Handmodel“ für die Fotos gespielt hat 🙂 Viel Spaß beim Nachbacken.

Zu Mittag gibt’s heute wieder ein köstliches Süppchen von Sophie.

Mehr dazu später! Eure Julie