**Bread Baking (Satur)Day** Panini mit Parmesan

Manchmal, aber nur manchmal … muss ich über mich selbst schmunzeln … Diese herrlichen Panini hab ich schon vor ein paar Wochen gebacken. Warum ich schmunzeln muss? Mir fällt immer wieder auf, dass ich wahnsinnig gern Brot backe, wenn es draußen heiß ist. Ich hab’s mir nämlich sogar am Rezept notiert: Sonntag. 5. August – mittags – 31°C – Backtemperatur 220°C – Kopfschütteln 🙂 Aber das Schwitzen in der Küche hat sich ausgezahlt!

Panini mit Parmesan & Rosmarin

Zutaten für 8 Panini:

80 g frischer Parmesan, 500 g glattes Mehl (T 480), 10 g Salz, 1 Pkg. Trockengerm (7 g), 2 EL gutes Olivenöl, 1 EL getrockneter Rosmarin (fein gehackt)

Und so wird’s gemacht:

Parmesan grob reiben. Mehl, Olivenöl, Trockengerm, Rosmarin und 340 ml lauwarmes Wasser in die Schüssel der Rührmaschine geben. Mit der Maschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den geriebenen Parmesan nach und nach, wie auch das Salz dazu geben und weiter verkneten.

Den Teig mit Mehl bestauben, abdecken und an einem warmen Ort ohne Zugluft für 2 Stunden aufgehen lassen.

Das Backrohr rechtzeitig auf 220°C (Heißluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.


Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche legen. NICHT mehr durchkneten,- nur ein paar Mal im Mehl wenden, so dass euch der Teig nicht an den Fingern kleben bleibt. Den Teig in 8 Teile aufteilen (am besten mit einer Teigkarte) und auf das Backblech legen.

Dann geht’s auch schon ins vorgeheizte Backrohr. Dort bleiben die Panini, auf der mittleren Schiene, für ca. 20 Minuten (je nach Backrohr) – bis sie eine goldbraune Farbe annehmen.

Die fertig gebackenen Panini auf einem Kuchengitter auskühlen lassen!

 

Wir haben die Panini einfach nur mit Parmaschinken gefüllt & verschmaust! Köstlich sag ich euch! Die restlichen wurden auf Vorrat eingefroren! 🙂

Viel Spaß damit & ein schönes Wochenende! Eure Julie


Eine süße Versuchung! Topfen-Streusel-Kuchen mit Germteig

Bei gewissen Mehlspeisen kann ich einfach nicht nein sagen … bei gebackenem Topfenkuchen schon gar nicht 🙂 Und als „Sahnehäubchen“ dann sogar noch mit Streusel … was soll ich euch sagen?! Ich hab der Versuchung nicht Stand halten können 🙂

Topfen-Streusel-Kuchen mit Germteigboden

Zutaten für 1 Torte/Kuchen (Durchmesser 30 cm):

Tortenboden: 1 Würfel frische Germ, 250 ml lauwarme Milch, 1 Ei (versprudelt), 45 g Zucker,
1 Pkg. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 50 g weiche Butter, 450 g glattes Mehl

Fülle: 200 g Butter, 200 g Staubzucker, 3 Eier, 1 kg Topfen, 2 gehäufte EL Vanillepuddingpulver, Schale 1 Bio Zitrone (unbehandelt)

Streusel: 175 g Mehl, 110 g Staubzucker, 100 g zerlassene Butter, 1/2 Pkg. Vanillezucker

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um den Germteig. Die frische Germ mit 1 EL Zucker (von den 45 g wegnehmen) und der Hälfte der lauwarmen Milch gut verrühren,- bis sich die Germ vollständig aufgelöst hat.

Dann kommen alle Zutaten mit der Germ-Milch-Mischung in die Rührschüssel von der Küchenmaschine. Am besten den Knethaken verwenden. Für ca. 5 Minuten kneten lassen,- so dass ein geschmeidiger Teig enstehen kann. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort, ohne Zugluft für ca. 35-40 Minuten aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um den Rest. Zuerst um die Backform. Ich hab zwar eine große Pie Form verwendet – die würde ich euch aber NICHT empfehlen, da mir die Füllung beim Backen leider übergelaufen ist. Was soviel heißt, verwendet am besten eine Tortenform, da der Tortenring den Kuchen rundherum einen guten Halt gibt 🙂

Boden mit Backpapier auslegen, den Rand mit Butter befetten und mit Mehl bestauben. Inzwischen in den Kühlschrank stellen.

Für den Streusel alle Zutaten miteinander vermischen und gut mit den Händen durchkneten. Beiseite stellen. So trocknet der Streusel ein bisschen aus und ihr könnt ihn später super über den Kuchen streuen!

Das Backrohr auf 180°C vorheizen!

Für die Fülle Butter mit Staubzucker schaumig aufschlagen. Die restlichen Zutaten dazugeben und alles nochmal gut verrühren. (Die Fülle erst ca. 5-10 Min., bevor der Germteig fertig aufgegangen ist, zubereiten.)

Den Germteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, in der gewünschten Form ausrollen und in die vorbereitete Tortenform legen. Die Topfenmasse auf den Germteig streichen. Und zu guter Letzt den Streusel über den Kuchen geben. Das geht am besten, wenn ihr ein bisschen vom Streusel zwischen die Handflächen nehmt, über den Kuchen halten und die Handflächen aneinander reiben. So bekommt ihr einen schönen feinen Streusel!

So aber jetzt ab damit ins Backrohr! Auf der mittleren Schiene platziert braucht der Topfen-Streusel-Kuchen ca. 40-45 Minuten bei 180°C. Da jedes Backrohr anders tickt, schaut mal nach 30 Minuten ins Backrohr, ob der Kuchen eventuell abgedeckt gehört, dass der Streusel nicht zu dunkel wird!

Den fertigen Kuchen aus dem Backrohr holen, auskühlen lassen und vor dem Servieren noch mit Staubzucker bestreuen!

Lasst es euch schmecken! Eure Julie

 


*** Türchen Nr. 13 ***

Es ist der Tag der Lichterkönigin. An diesem Tag finden überall in Schweden, am Lucia-Morgen, leuchtende Luciaumzüge statt. Mit dem Luciafest soll Freude und Helligkeit in die dunklen Tage des ausklingenden Jahres gebracht werden! Und da diese Umzüge meistens am Morgen stattfinden, gibt es den Brauch, dass die Lucia nach dem Gesang ein traditionelles Frühstück mit Luciabrötchen, Pfefferkuchen und Glögg serviert. Und um an dieser Tradition fest zu halten, habe ich heute frische Luciabrötchen für euch. An alle Schweden unter auch,- ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein typisch schwedisches Rezept ist,- daher seid mir bitte nicht böse, ich habe mein bestes gegeben! 🙂

image

Luciabrötchen

Zutaten für ca. 8 Stück:

Teig: 425 g glattes Mehl, 2 Säckchen Safran, 75 g weiche Butter, 1 Prise Salz,     1 Pkg./7 g Trockengerm (oder 25 g frische Germ), 60 g Zucker, 1 Vanillezucker, 250 ml Milch, 50 g gestiftelte Mandeln

Sonst noch: 1-2 EL getrocknete Cranberrys (original Rosinen), 1 Eidotter zum Bestreichen

Und so wird’s gemacht:

Die Milch muss lauwarm sein. Jeweils 125 ml in ein Schüsserl geben. Einmal darin den Safran verrühren und im anderen Teil die Germ (Hefe) auflösen.

Und dann dürfen auch schon alle Zutaten zusammen in die Küchenmaschine. Die Prise Salz und die gestiftelten Mandeln erst zum Schluss dazugeben. So lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst.

Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort, ohne Zugluft 60-90 Min. aufgehen lassen.

Nach dem Rasten wird der Teig noch einmal durch geknetet. Den Teig in acht Stücke Teilen und zu Rollen formen. Luciabrötchen haben die Form von einem S, wobei die Enden jeweils, wie eine Schnecke eingerollt werden. Die Luciabrötchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, mit einem Geschirrtuch abdecken und rasten lassen, während das Backrohr aufheizt!

Das Backrohr auf 170°C vorheizen, die Lucias dürfen noch ein bisschen rasten. Ist die Temperatur erreicht, werden die Luciabrötchen noch mit einem versprudeltem Eidotter bestrichen und in die Mulden jeweils eine getrocknete Cranberry gedrückt. In Schweden werden sie original mit Rosinen gemacht, da ich aber nicht so ein Rosinen Fan bin, hab ich auf Cranberrys umdisponiert 🙂

Ab damit ins Backrohr! Dort bleiben sie für ca. 20-25 Minuten, bis sie goldbraun gebacken sind. Blech aus dem Backrohr holen und die Luciabrötchen am Blech auskühlen lassen!

Ich wünsch euch allen einen schönen Lucia Tag! 🙂 Eure Julie