Mein g’schmackiges Österreich! Mohnnudeln

Diese Woche hab ich den Nebenrollen auf unseren Tellern gewidmet! Doch auch so ein Nebendarsteller kann zum Star des Abends werden! Am Mittwoch hab ich euch erzählt, dass uns von den frischen Schupfnudeln ca. 1 Portion übrig geblieben ist. Mit etwas Waldviertler Graumohn und Staubzucker hab ich meiner besseren Hälfte daraus Mohnnudeln gezaubert.

Mohnnudeln

Mohnnudeln

Zutaten für 1 Portion:

1 Portion Schupfnudeln, ca. 1 EL Butter, ca.1-2 EL Staubzucker (je nachdem, wie süß ihr es mögt) und 2-3 EL gequetschten (oder geriebenen) Waldviertler Graumohn, Staubzucker zum Bestreuen

Und so schnell geht’s:

Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Mohn und Staubzucker dazu geben und gut vermischen. Die Schupfnudeln dazu geben und bei geringer Temperatur erwärmen.

Ja und das war’s auch schon. Auf einem Teller anrichten und mit Staubzucker bestreuen. Meine bessere Hälfte isst sie am liebsten „pur“ ohne etwas dazu. Mein Tipp: Apfelmus passt hervorragend dazu!

Guten Appetit! Eure Julie


Eine klassische Nebenrolle auf unseren Tellern! Schupfnudeln

Am Montag schon angesprochen kommen die Nebendarsteller auf unseren Tellern manchmal einfach zu kurz. Daher möchte ich euch heute einen weiteren Nebendarsteller ein bisschen näher vorstellen. Ich hab lang überlegt, ob ich euch das ganze Gericht fotografier oder einfach mal die Beilage in den Vordergrund stell. Da es Rehgulasch gab und es dazu auch schon ein Rezept gibt, darf die Beilage heute mal der Star sein!

schupfnudelnSchupfnudeln

Zutaten für ca. 4 Portionen:

ca. 700 g mehlige Erdäpfel, 100 g griffiges Mehl, 30 g Weizengrieß, 25 g flüssige Butter, 1 Ei, etwas Salz und Butter für die Pfanne

Und so wird’s gemacht:

Die Erdäpfel kochen, schälen und ein bisschen auskühlen lassen. Danach durch die Erdäpfelpresse drücken und mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Einen großen Topf Wasser zustellen und zum Kochen bringen.

Den Teig in 4 Teile schneiden und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen, die etwa daumendick sind. Davon kleine Stücke abschneiden und zwischen den Handflächen zu Schupfnudeln formen/rollen.

Die Temperatur vom Wasser zurückdrehen, so dass das Wasser nur mehr siedet. Die Schupfnudeln einlegen (ich hab das auf 3 Partien aufgeteilt!) und 4-5 Minuten ziehen lassen. Wirklich auf die Uhr schauen, denn wenn sie länger im Wasser liegen werden sie euch zu weich!

Während die Schupfnudeln im Wasser ziehen dürfen, eine große Schüssel mit eiskaltem Wasser vorbereiten. Die fertigen Schupfnudeln mit dem Siebschöpfer abseihen und zum Abschrecken ins kalte Wasser geben, herausnehmen und abtropfen lassen.

Kurz bevor euer Hauptgericht fertig ist, werden die Schupfnudeln fertig zubereitet. Dafür etwas Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Schupfnudeln dazugeben (eventuell salzen), in der Pfanne leicht bräunen und schon kann gegessen werden.

Schupfnudeln kann man auch als Süßspeise zubereiten. Und da uns 1 Portion übrig geblieben ist, hab ich meiner besseren Hälfte etwas Süßes daraus gezaubert! Mehr dazu gibt’s am Samstag!

Mahlzeit & bis bald meine Lieben! Eure Julie

P.S.: Braucht ihr noch weitere Nebendarsteller? Dann einfach hier durchklicken,- ich hab euch ein paar herausgesucht! Erdäpfelpüree, Nockerl (Spätzle), Erdäpfelschmarren, Bratkartoffeln, schnelle Knödel-Cupcakes oder Maroni-Semmelknödel


blutwurstknödel

Ein kulinarischer Tag im grünen Herzen Österreichs! Blunznknödel

Guten Abend meine Lieben! Habt ihr auch schon so einen vollen Bauch, wie ich? 🙂 Aber wir wollen diesen Tag ja noch kulinarisch abschließen, daher hab ich noch ein Abendessen für euch gekocht! Gefastet wird dann morgen! 🙂 Ich wollte euch zuerst ein Blunzgröstl servieren, hab dann aber ein bisschen umdisponiert. Die Zutaten sind eigentlich die gleichen, nur hab ich sie anders verarbeitet 🙂

Blunznknödel mit Krautsalat

Zutaten für 4 Portionen:

Teig: 2 große mehlige Erdäpfel (330 g), 150 g Topfen, 45 g fast flüssige Butter, 100 g glattes Mehl, 30 g Grieß, 1 Ei, Salz

Fülle: 1 mittelgroße Zwiebel, 350 g Blunzn, etwas neutrales Öl, 2 Knobizehen, 2 EL Semmelbrösel, Salz, Pfeffer und Majoran

Guss: 200 ml Milch, 100 ml Schlagobers, 2 EL Sauerrahm, 3 Eier, Salz

Krautsalat: 1 Kopf Weißkraut (ca. 1,2 kg), 150 g Speckwürfel, 1 mittelgroßer Zwiebel, Schuss Weißwein, 2-3 TL Kümmel (je nach Geschmack), etwas Apfelessig, Öl, Salz und Pfeffer

Sonstiges: Butter für die Form, Mehl zum Arbeiten

Und so wird’s gemacht:

Die Erdäpfeln mit der Schale in Salzwasser weich kochen.

Begonnen hab ich mit der Fülle für die Blunznknödel. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfelig schneiden. Die Blunzn aus der Haut schälen und in kleine Stück schneiden. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Dann die Blunzn und den Knoblauch dazugeben und kurz mitrösten. Als nächstes die Semmelbrösel dazugeben, gut durchmischen und mit Salz, Pfeffer und Majoran kräftig abschmecken. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen.

Als nächsten kümmern wir uns um den Krautsalat, da der doch ein bisschen Zeit zum Kochen braucht. Dafür das Kraut vierteln, den Strunk entfernen und in feine dünne Streifen schneiden (oder durch die Reibe einer Küchenmaschine jagen – ich hab das meiner KitchenAid überlassen!). Den Zwiebel schälen und fein würfelig schneiden.

In einer Pfanne/Topf etwas Öl (nicht zu viel, lieber später noch was dazugeben) erhitzen und den Speck darin gut anbraten. Als nächstes die Zwiebelwürfel dazugeben und kurz mitrösten. Als letztes kommt das Kraut hinzu. Mitrösten und alles mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Mit Wasser aufgießen, so dass das Kraut fast bedeckt ist. Mit ein bisschen Salz und Kümmel würzen und für ca. 30-40 Minuten (je nach Schnittstärke des Krauts) dünsten. Ab und zu dazwischen umrühren und eventuell Wasser nachgießen!

Jetzt sind die Erdäpfel wahrscheinlich schon weich, also geht’s weiter mit dem Teig! Die Erdäpfel schälen und durch die Erdäpfelpresse in eine Schüssel drücken. Die Erdäpfelmasse ein bisschen salzen und mit dem Topfen vermischen. Danach kommen die fast flüssige Butter, Grieß, Mehl und Ei dazu. Alles zu einem glatten Teig verkneten und im Kühlschrank für 30-40 Minuten rasten lassen.

Während der Rest rasten und köchelt nehmen wir uns wieder der Blunzfülle an. Die Blunznmasse mit der Hand einmal gut durchkneten und 8 Kugeln daraus formen.

Das Backrohr auf 180°C (Heißluft) vorheizen. Alle Zutaten für den Guss gut miteinander verrühren. Eine Auflaufform mit Butter ausfetten.

blunzenknoedel_zubereitungDen Erdäpfel-Topfen-Teig aus dem Kühlschrank holen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal gut durchkneten und dann in 8 Teile teilen. Je ein Stück in der Hand zu einer Kugel formen, auf der Handfläche flach drücken, eine „Blunznkugel“ in die Mitte setzen und mit dem Teig ummanteln. Das fertige Knödel in die Auflaufform setzen. Den Rest genauso verarbeiten.

blutwurst knödelDen Guss über die Knödel gießen und dann geht’s auch schon ab ins Backrohr! Dort bleiben die Blunznknödel für ca. 35-40 Minuten. Wenn sie goldbraun gebacken sind, dann sind sie fertig!

Wenn das Kraut bissfest ist (je nach Geschmack – manche mögen’s weicher), vom Herd weg nehmen. Kurz überkühlen lassen und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Vor dem Essen eventuell nochmals erwärmen, falls ihr die Variante „lauwarmer Krautsalat“ lieber habt. Wenn nicht einfach auskühlen lassen und gegebenenfalls in eine Schüssel um leeren!

Unsere Blunznknödel sind goldbraun gebacken, das heißt sie sind fertig und wir können essen! 🙂 Ich hab dazu noch eine Schüssel grünen Blattsalat serviert, da ich nicht so der Krautsalat Fan bin, aber der Rest der Essensmannschaft schon! 🙂

Julie’s Tipp: Wozu verwende ich glattes bzw. griffiges Mehl? Ich hatte da lange nicht den Durchblick. Kurz zusammengefasst: Alles was ins Wasser hüpft und darin gekocht wird – griffiges Mehl. Für alles was gebacken bzw. gebraten wird – glattes Mehl!

Ich hoffe unser kulinarischer Tag in der Steiermark hat euch gefallen?! War das ein oder andere für euch dabei? Morgen haben wir einen Tag frei zum Fasten 🙂 Am Montag melden wir uns dann frisch & fröhlich aus dem schönen Kärnten wieder!

Eure Julie