Denk vegetarisch! :-) Avocado, Mango & Roggenbrot

Heute heißt es wieder mal „Denk Vegetarisch“! Ich bin ein großer Avocado Fan, liebe Ziegenfrischkäse und in Kombination mit dem fruchtig-scharfen Mango-Chutney … um es in Frank Rosins Worten zu sagen … Gaumensex! 🙂

 

 

Avocadocreme

Zutaten für ca. 4-6 Portionen:

6 reife Avocados, Saft einer 1/2 Zitrone, 1 Spritzer weißer Balsamico, 1 EL Creme fraiche, ein bisschen gehackte Petersilie (optional), mit Salz, Pfeffer und weißer Balsamico zum Abschmecken

So wird’s gemacht:

Avocados schälen und in kleine Stücke schneiden. Jetzt habt ihr ein paar Möglichkeiten. Entweder mit einer Gabel zerdrücken oder mit dem Stabmixer pürieren. Die restlichen Zutaten dazu geben und gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Creme noch Säure vertragen kann, dann einfach noch einen Spritzer Zitronensaft oder weißen Balsamico dazu geben. Bis zum Anrichten abdecken und kühl stellen.

Mangochutney

Zutaten für ca. 4 Portionen:

2 reife Thai Mangos, 1-2 kleine Zwiebeln, 2-3 Knoblauchzehen, 1 TL Kokosöl, 1 TL Ingwerpaste, je 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlener Koriander, Kurkuma, 1 EL süßsaure Chilisauce, Salz, Pfeffer, Zitronensaft zum Abschmecken

So wird’s gemacht:

Thai Mangos schälen und in gröbere Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel fein würfelig schneiden, Knoblauch fein hacken.

In einer beschichteten Pfanne das Kokosöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig anschwitzen. Die Gewürze dazu geben und kurz mit anrösten. Dann die Mangostücke dazu geben und ebenfalls kurz mitrösten. Mit einem Schuss Wasser ablöschen. Jetzt darf noch die Ingwerpaste und die Chilisauce dazu.

Jetzt darf das Chutney 5-10 Minuten sanft köcheln. Immer wieder mal umrühren. Wenn das Chutney eine musige Konsistenz hat, ist es fertig. Jetzt noch mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Wenn ihr schon alles zum Anrichten vorbereitet habt, dann nach Wunsch anrichten. Ansonsten das Chutney einfach kurz bevor angerichtet wird, nochmals erwärmen!

Sonstiges: 2 Scheiben Roggenbrot, Olivenöl, Knoblauchzehen halbiert zum Einreiben, ein paar Cocktailtomaten, Ziegenkäse (Frischkäse oder Brie/Rolle)

Roggenbrot in Scheiben schneiden mit ein bisschen Olivenöl und Knoblauch einreiben und toasten (Backrohr/Toaster/Pfanne). Cocktailtomaten waschen und halbieren. Ziegenkäse vorbereiten – in Scheiben schneiden etc.

Ist das alles erledigt kann es auch schon los gehen mit dem Anrichten. Meine bessere Hälfte hat lieber den Ziegenfrischkäse. Daher hab ich ihm das Brot damit bestrichen und das Chutney darauf gesetzt. Die Avocadocreme wollte er extra. Ein paar Cocktailtomaten dazu – fertig!

Mein Brot hab ich mit Avocadocreme bestrichen. Ein paar Scheiben Ziegenkäse darauf gelegt (die hab ich mit dem Creme Brulee-Brenner ein bisschen geflämmt) und mit dem Mango-Chutney garniert. Cocktailtomaten dazu und schon war mein Essen auch fertig!

Lasst der Phantasie freien Lauf und lasst es euch schmecken! Eure Julie


*** Türchen Nr. 9 ***

Gestern gab’s ja schon einen Spoiler Alarm, was sich heute hinter dem Türchen Nr. 9 verstecken wird. Das gschmackige Apfel-Zwiebel-Chutney, welches ich gestern zum Garnieren der käsigen Appetizer verwendet hab, hab ich selbst gemacht und macht sich auch unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk aus der Küche super! Also wer hat nochmal Lust zum Einkochen?! 🙂

apfel zwiebel chutneyApfel-Zwiebel-Chutney

Zutaten für ca. 20-22 Gläser á 200 ml:

2 kg Äpfel (entkernt & geschält), 1 kg roter Zwiebel (geschält), 40 g Ingwer (2-3 cm), Öl, 1 TL Kreuzkümmel, 1/2 TL Chiliflocken, 1 TL Koriander gemahlen, 1/2 TL Senfkörner, Saft 1 Zitrone, 1 TL Garam Masala, 600 ml Apfelessig, 500 g Rohrzucker, 100 ml Weißwein, 250 g Gelierzucker 2:1, 4 TL Salz

Und so wird’s gemacht:

In eine größere Schüssel etwas kaltes Wasser gießen, die Zitrone auspressen und den Saft zum Wasser geben. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Ins Zitronenwasser legen. Die Zwiebel schälen und fein nudelig schneiden. Den Ingwer schälen und ganz fein hacken. Alle Gewürze (außer Salz) miteinander vermischen – Senfkörnen grob zerstossen.

Öl (ca. 2 EL) in einem großen Topf erhitzen, die Gewürze und Ingwer leicht anrösten. Den Zwiebel dazu geben, kurz mitrösten und mit Weißwein ablöschen. Als nächstes die Äpfel aus dem Zitronenwasser nehmen und in den großen Topf geben. Zudecken und 10 Min. sanft köcheln lassen – ab und zu mal umrühren. Wenn die Äpfel dann schon ein bisschen weicher sind, kommen der Rohrzucker und der Essig dazu. Bei mittlerer Temperatur musig einkochen – das dauert je nach Schnittgröße 30-40 Minuten. Ab jetzt ohne Deckel köcheln lassen – und bitte nicht auf das Umrühren vergessen!

Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, mit Salz abschmecken und den Gelierzucker dazugeben. Gut verrühren und für 5-7 Minuten köcheln lassen. Danach sofort in saubere & sterile Gläser abfüllen und verschließen. Ich hab dann die Gläser für 10-15 Minuten auf den Kopf gestellt – danach wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen. Kühl und dunkel lagern, dann halten euch die Chutneys 4-6 Wochen! Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann sterilisiert die fertig abgefüllten Gläser noch im Backrohr! Wie das geht, könnt ihr hier nachlesen!

Dann heißt es nur noch beschriften, hübsch verpacken und schon habt ihr ein paar köstliche Geschenke aus der Küche für eure Freunde & Familien!

Viel Spaß beim Einkochen! Eure Julie


Bye bye Marillchen!

Guten Morgen meine Lieben! Hier bin ich wieder,- in voller Frische und mit vielen neuen Rezepten, die auf euch warten! Habt ihr mich vermisst … ein kleines bisschen? 🙂 Auf der einen Seite gibt‘ ein großes Hallo, doch auf der anderen Seite müssen wir schon wieder Abschied nehmen. Denn schön langsam heißt es „Auf Wiedersehen liebe Marillen!“. Doch NOCH gibt es sie! 🙂 Also besorgt euch noch schnell 2 kg Marillen, denn für das heutige Rezept braucht ihr sie. Eigentlich wollte ich ja noch Marillenröster einkochen, da aber meine gelben Karotten schon aus dem Hochbeet raus wollten, hab ich ein bisschen umdisponieren müssen 🙂 Ein paar überreife Pfirsiche warteten auch schon drauf verarbeitet zu werden, daher entschied ich mich für ein fruchtig pikantes Chutney! Um das Verhältnis zwischen Zucker Essig und Fruchtanteil richtig hinzubekommen, hab ich mich einfach an mein Rezept für das Kürbischutney gehalten – zwecks der Haltbarkeit:-) Der Rest kam dann irgendwie von alleine. Denn Marillen, Zwiebel, Pfirsiche und gelbe Karotten schreien ja fast nach Kurkuma, Zimt, Koriander und Kreuzkümmel. Und um den ganzen noch ein bisschen Pepp zu verleihen, hüpfte die Chili auch noch mit rein. So aber jetzt genug gequatscht, los geht’s denn es gibt viel zu tun!

Marillenchutney2

Pikantes Marillen-Chutney mit gelben Karotten, Pfirsich & Chili

Zutaten für ca. 12-14 Gläser (à ca. 210 ml):

  • 2 kg Marillen (geputzt ca. 1550 g) – in ca. 1 cm große Stücke schneiden
  • 4 Stück Pfirsiche (ca. 310 g) – in ca. 1 cm große Stücke
  • 3 große Zwiebeln – schälen und fein würfelig schneiden
  • 500 g gelbe Karotten – klein würfelig schneiden
  • 1 TL Chiliflocken, 1 Zimtstange, 1 TL Kurkuma, 1/2 TL Koriander gemahlen, 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen, 300 ml Apfelessig, 300 ml weißer Balsamico, 600 g Rohrzucker, 3-4 EL neutrales Öl
  • 5-6 cm frischer Ingwer – schälen und fein hacken
  • 4 Knoblauchzehen – schälen und fein hacken
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Sonstiges: saubere Gläser, großen Topf, Trichter

Und so wird’s gemacht:

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Karotten darin glasig anschwitzen. Dann alle Gewürze bis auf Salz und Pfeffer dazugeben, kurz mitrösten und mit Essig ablöschen. Als nächstes dürfen die Marillen- und Pfirsichstücke und der Zucker in den Topf.

Gut durchrühren und bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen. Dazwischen immer wieder mal umrühren, damit nichts anbrennen kann.

Marillen Chutney rohHat das Chutney eine musige Konsistenz (eventuell ein zwei Runden mit dem Stabmixer schwingen) mit Salz & Pfeffer abschmecken. Danach könnt ihr das Marillenchutney in saubere und sterile Gläser abfüllen.

Im Kühlschrank haltet sich das Chutney ca. 4 Wochen, wenn ihr es aber nach dem Abfüllen noch im Backrohr sterilisiert, verlängert sich die Haltbarkeit und muss nicht im Kühlschrank gelagert werden. Denn dann reicht ein kühler & dunkler Ort!

Sterilisieren im Backrohr: das Backrohr auf 100°C vorheizen. Eine tiefere Auflaufform (Rand mind. 5 cm hoch) mit Küchenpapier auslegen und mit heißem Teewasser befüllen. Die Gläser hineinstellen. Diese sollten mind. 2 cm im heißen Wasser stehen. Dann geht’s auch schon ins Backrohr. Dort bleiben die Gläser für die nächsten 40 Minuten. Nach den 40 Min., Backrohr abdrehen und die Gläser im Backrohr auskühlen lassen. Ab und zu mal aufmachen, dass der Dampf entweichen kann. Gläser herausnehmen, trocken wischen und falls ihr es verschenken wollt – beschriften!

Das pikante Marillenchutney passt hervorragend zu Fisch und asiatischen „angehauchten“ Gerichten 🙂 Wer morgen vorbei schaut, kann sich gleich ein neues Rezept mit dem Marillen-Chutney als Begleiter abholen!

Ich wünsch euch einen guten Start in die Woche! Bis morgen! Eure Julie