Hochzeitsgugelhupf Burgenland

Burgenländische Traditionen! Hochzeitsgugelhupf

Im Burgenland (wie auch überall anders 🙂 ) gibt es eine Vielzahl an Hochzeitstraditionen, wie auch viele typische Hochzeitsgerichte. Ich hab mir für euch eine der burgenländischen Traditionen heraus gesucht und mich an einen Hochzeitsgugelhupf ran getraut. Dieser wird meist an die braven Helferlein rund um eine Hochzeit verschenkt!

Burgenländischer HochzeitsgugelhupfSeit ich mir die Zutaten für den Gugelhupf durchgelesen hab, geht mir ein Kinderlied nicht mehr aus dem Kopf! Denn die Hauptzutaten sind Safran, Kakao und Rumrosinen. Könnt ihr euch denken, welche Zutat mir den Ohrwurm verschafft hat?

Backe, backe Kuchen,
der Bäcker hat gerufen.
Wer will guten Kuchen backen,
der muß haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Butter und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl.
Schieb, schieb in’n Ofen rein!

Ich hab als Kind ja immer „Safran macht den Kuchen gelb“ gesungen! 🙂 So aber jetzt wollen wir einen guten Kuchen backen! 🙂

Burgenländischer Hochzeitsgugelhupf alà Julie

Zutaten für 1 kleinen Gugelhupf (Durchmesser 18 cm):

Teig: 280 g glattes Mehl, 1/2 TL Salz, 125 ml Milch, 1 Brieferl Safran, 65 g Butter, 20 g frische Germ, 30 g Staubzucker, 1 Ei, 1 Eidotter, 1/2 TL Zitronenschale

Fülle: 25 g zerlassene Butter, 80 g Kristallzucker, 1 EL ungesüßten Kakao, 60 g goldene Rosinen & getrocknete Cranberries gemischt, Rum

Und so geht’s:

Rosinen und Cranberries in Rum einweichen,- sie sollten mit Rum bedeckt sein!

Milch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen. Ein Drittel davon in ein Schüsserl um leeren. In diesem die frische Germ mit 1 TL Staubzucker (von der oben angegeben Menge) verrühren. Zur restlichen Milch (im Topf) den Safran, Butter und Zucker geben und alles so lange verrühren, bis sich alles aufgelöst bzw. geschmolzen ist.

In einer Rührschüssel für die Küchenmaschine alles miteinander,- mit den restlichen Zutaten für den Teig,- gut vermischen und zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig mit Mehl bestäuben und die Rührschüssel abdecken. Den Teig an einem warmen Ort für  1 Stunde aufgehen lassen.

Inzwischen die Gugelhupfform gut ausbuttern. Den Zucker mit dem Kakao vermischen und die Rosinen/Cranberries abseihen. Den Rum könnt ihr für die nächsten Rumrosinen aufbewahren!

Den Germteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einem Rechteck ausrollen. Da es aber nicht viel Teig ist, geht das auch einwandfrei mit den Händen.

Den Teig mit Butter bestreichen (ein bisschen übrig lassen für später). Mit der Kakao-Zucker-Mischung bestreuen. Zum Schluss die Rosinen und Cranberries darauf verteilen. Von der Längsseite eng aufrollen und die Enden zusammendrücken. Die Teigrolle in die Gugelhupfform legen und die Enden zusammendrücken.

Die Gugelhupfform abdecken und nochmals für ca. 15 Minuten aufgehen lassen. Inzwischen das Backrohr auf 180°C (Heißluft) aufheizen. Bevor der burgenländische Hochzeitsgugelhupf ins Backrohr darf, wird er noch mit der restlichen zerlassenen Butter bestrichen.

Ich hab den Gugelhupf die ersten 30 Minuten auf der untersten Schiene platziert. Danach hab ich auf die mittlere Schiene gewechselt. Insgesamt braucht der Hochzeitsgugelhupf ca. 45-50 Minuten (je nach Backrohr),- eventuell nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken.

Den fertigen Hochzeitsgugelhupf ein bisschen auskühlen lassen, bevor ihr in aus der Form stürzt! Mit Staubzucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen. Und dann bleibt es euch überlassen, ob ihr ihn als Dankeschön verschenkt oder selbst genießt! Unbedingt am Backtag verspeisen, da er danach (typisch Germteig) ein bisschen fester & trocken wird.

Gutes Gelingen & bis morgen! Eure Julie


burgenländer kipferl

Burgenländer Kipferl oder doch Tascherl?

Heute Morgen sind wir im östlichsten Bundesland von Österreich angekommen. Wir sind im idyllischen & meist sonnigen Burgenland. Sophie hat euch ja heute schon mit ihrer „Pannonischen Kukuruzsuppe“ empfangen. Ich servier euch heute das Jauserl! Gebacken hab ich für euch Burgenländer Kipferl, wobei ich dazu eher Tascherl sagen würde 🙂 Ich hatte nämlich keinen Halbmond-Keksausstecher zur Hand und hab sie aus der Not heraus einfach mit dem Messer geschnitten. Und auch wenn die Optik nicht die beste ist, der Geschmack macht alles wieder gut! Durch diesen kulinarischen Roadtrip entdecke ich immer mehr neue Seiten an mir. Denn neben meiner neuen Liebe zu Mohn, hab ich jetzt plötzlich auch Schmetterlinge im Bauch, wenn es um gebackenen Eischnee geht 🙂

Burgenländer Tascherl alá Julie

Zutaten für ca. 2 Bleche:

Teig: 300 g glattes Mehl, 250 g weiche Butter, 3 Eidotter, 1 EL Staubzucker, 1 Prise Salz, 65 ml kalte Milch, 30 g frische Germ

Fülle: 3 Eiklar (Zimmertemperatur), 250 g Staubzucker, 100 g geriebene Walnüsse, 100 g gemahlene Mandeln

Sonstiges: Staubzucker zum Bestreuen

Und so geht’s :

Die frische Germ mit kalter Milch versprudeln und mit den restlichen Zutaten für den Teig vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. Abdecken und für 1,5 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.

Kurz bevor die Rastzeit zu Ende ist, kümmern wir uns um den Eischnee. Für diesen die Eiklar in die Rührschüssel geben und aufschlagen. Wenn diese leicht zu schäumen beginnen, langsam den Staubzucker einrieseln lassen und so lange aufschlagen, bis ein schön glänzender und fester Eischnee entsteht.

Burgenländer

Meine Omi hat mir ja folgendes beigebracht:

„Du willst wissen, ob der Schnee fest ist? Dann halt dir die Schüssel verkehrt über den Kopf. Und wenn dir nix auf die Haare klatscht, dann ist er fertig!“

Den Teig in vier Teile schneiden. Jedes Teil rechteckig ausrollen (ca. 5 mm). Ein Viertel des Eischnees darauf verteilen und mit einem Viertel der Nüsse bestreuen. Dann wird der Teig zu einer Rolle aufgerollt. Ein bisschen flach drücken und „Schnitten“ abschneiden. Diese vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die restlichen Teigstücke genauso verarbeiten.

Die „rohen“ Burgenländer Tascherl dürfen jetzt noch ein bisschen rasten – ca. 15-20 Minuten. In dieser Zeit wird das Backrohr auf 200°C vorgeheizt. Dann geht’s ab ins Backrohr. Ich hab beide Bleche gleichzeitig gebacken und hab in der „Halbzeit“ die Position gewechselt. Im Backrohr bleiben die Burgenländer Tascherl für ca. 20 Minuten,- bis sie eine goldbraune Farbe angenommen haben.

Aus dem Backrohr nehmen, kurz überkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Danach vollständig auskühlen lassen. Ja und dann müsst ihr sie verstecken, falls ihr so wie ich eine Naschkatze zuhause habt – Suchtgefahr!!! 🙂 Dann sind sie schneller weg, als sie gebacken wurden!

Bis Morgen meine Lieben & viel Spaß beim Backen! Eure Julie

 

Julie’s Restaurant Tipp: Falls ihr mal zum Neusiedlersee unterwegs seid, dann schaut in der Mole West vorbei! Ein Platzerl auf der Terasse, bei Sonnenuntergang, in bester Begleitung und ein Glaserl Aperol Spritzer 🙂 So lässt sich’s leben!