Sweet Friday! Schoko-Marillen-Blechkuchen

Wie Julia Child schon einst sagte: “ A party without cake is just a Meeting!“ 🙂 Anfang Juli hatte ein lieber Freund von mir seinen 30. Geburtstag und ist genauso ein Schokoholic wie ich. Daher war klar – ich brauch viel Schokolade! Da die Marillen auch schon Saison haben und ich Anfang Juli endlich österreichische in der Hand hatte, gab’s eine Blechkuchenversion, aber halt mit Schoko.

Gleich vorweg, da ich ein bisschen im Backstress war, hab ich genau zwei Fotos geschafft – im Rohzustand! Nichtsdestotrotz er war köstlich und wurde verschmaust. Wer Schoko nicht zu gern mag, wie Niki und ich, einfach hier entlang zum Marillen-Becher-Kuchen (in der „hellen“ Variante!).

Schoko-Marillen-Blechkuchen

Zutaten für 1 Form (ca. 27×27 cm):

120 g zerlassene Kochschokolade, 250 g glattes Mehl, 2 TL Kakao, 200 g Feinkristallzucker, 1 Pkg. Weinstein Backpulver, 4 Eier, 125 g zerlassene Butter, 125 ml flüssiges Schlagobers, ca. 400-500 g frische Marillen, eventuell Staubzucker zum Bestreuen oder Marillenmarmelade zum Aprikotieren

Und so schnell geht’s:

Das Backrohr auf 160°C vorheizen. Die Backform mit Backpapier auslegen. Die Marillen waschen, trocken tupfen, halbieren und entsteinen.

Eier und Zucker in der Küchenmaschine schaumig aufschlagen. Dann die restlichen Zutaten dazu geben und alles gut verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.

Die Teigmasse in die Backform füllen und mit den Marillen belegen. Jetzt darf der Kuchen ins Rohr. Auf der mittleren Schiene bleibt er dort für ca. 50-60 Minuten (je nach  Backrohr!).

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob der Kuchen durchgebacken ist, einfach die Stäbchenprobe machen.

Verwendet ihr eher eine rechteckige Form, die nicht zu hoch ist (meine ist quadratisch und fast 5 cm hoch), reduziert sich die Backzeit!!! Also nach 35-40 Minuten mal kontrollieren.

Den fertigen Kuchen aus dem Rohr holen und auskühlen lassen. Wer möchte kann den Schoko-Marillenkuchen jetzt mit Staubzucker bestreuen oder mit einer leicht angewärmten Marillenmarmelade aprikotieren.

Gutes Gelingen & ein schönes Wochenende meine Lieben! Eure Julie


Bye bye Marillchen!

Guten Morgen meine Lieben! Hier bin ich wieder,- in voller Frische und mit vielen neuen Rezepten, die auf euch warten! Habt ihr mich vermisst … ein kleines bisschen? 🙂 Auf der einen Seite gibt‘ ein großes Hallo, doch auf der anderen Seite müssen wir schon wieder Abschied nehmen. Denn schön langsam heißt es „Auf Wiedersehen liebe Marillen!“. Doch NOCH gibt es sie! 🙂 Also besorgt euch noch schnell 2 kg Marillen, denn für das heutige Rezept braucht ihr sie. Eigentlich wollte ich ja noch Marillenröster einkochen, da aber meine gelben Karotten schon aus dem Hochbeet raus wollten, hab ich ein bisschen umdisponieren müssen 🙂 Ein paar überreife Pfirsiche warteten auch schon drauf verarbeitet zu werden, daher entschied ich mich für ein fruchtig pikantes Chutney! Um das Verhältnis zwischen Zucker Essig und Fruchtanteil richtig hinzubekommen, hab ich mich einfach an mein Rezept für das Kürbischutney gehalten – zwecks der Haltbarkeit:-) Der Rest kam dann irgendwie von alleine. Denn Marillen, Zwiebel, Pfirsiche und gelbe Karotten schreien ja fast nach Kurkuma, Zimt, Koriander und Kreuzkümmel. Und um den ganzen noch ein bisschen Pepp zu verleihen, hüpfte die Chili auch noch mit rein. So aber jetzt genug gequatscht, los geht’s denn es gibt viel zu tun!

Marillenchutney2

Pikantes Marillen-Chutney mit gelben Karotten, Pfirsich & Chili

Zutaten für ca. 12-14 Gläser (à ca. 210 ml):

  • 2 kg Marillen (geputzt ca. 1550 g) – in ca. 1 cm große Stücke schneiden
  • 4 Stück Pfirsiche (ca. 310 g) – in ca. 1 cm große Stücke
  • 3 große Zwiebeln – schälen und fein würfelig schneiden
  • 500 g gelbe Karotten – klein würfelig schneiden
  • 1 TL Chiliflocken, 1 Zimtstange, 1 TL Kurkuma, 1/2 TL Koriander gemahlen, 1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen, 300 ml Apfelessig, 300 ml weißer Balsamico, 600 g Rohrzucker, 3-4 EL neutrales Öl
  • 5-6 cm frischer Ingwer – schälen und fein hacken
  • 4 Knoblauchzehen – schälen und fein hacken
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Sonstiges: saubere Gläser, großen Topf, Trichter

Und so wird’s gemacht:

Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Karotten darin glasig anschwitzen. Dann alle Gewürze bis auf Salz und Pfeffer dazugeben, kurz mitrösten und mit Essig ablöschen. Als nächstes dürfen die Marillen- und Pfirsichstücke und der Zucker in den Topf.

Gut durchrühren und bei mittlerer Hitze ca. 1 Stunde köcheln lassen. Dazwischen immer wieder mal umrühren, damit nichts anbrennen kann.

Marillen Chutney rohHat das Chutney eine musige Konsistenz (eventuell ein zwei Runden mit dem Stabmixer schwingen) mit Salz & Pfeffer abschmecken. Danach könnt ihr das Marillenchutney in saubere und sterile Gläser abfüllen.

Im Kühlschrank haltet sich das Chutney ca. 4 Wochen, wenn ihr es aber nach dem Abfüllen noch im Backrohr sterilisiert, verlängert sich die Haltbarkeit und muss nicht im Kühlschrank gelagert werden. Denn dann reicht ein kühler & dunkler Ort!

Sterilisieren im Backrohr: das Backrohr auf 100°C vorheizen. Eine tiefere Auflaufform (Rand mind. 5 cm hoch) mit Küchenpapier auslegen und mit heißem Teewasser befüllen. Die Gläser hineinstellen. Diese sollten mind. 2 cm im heißen Wasser stehen. Dann geht’s auch schon ins Backrohr. Dort bleiben die Gläser für die nächsten 40 Minuten. Nach den 40 Min., Backrohr abdrehen und die Gläser im Backrohr auskühlen lassen. Ab und zu mal aufmachen, dass der Dampf entweichen kann. Gläser herausnehmen, trocken wischen und falls ihr es verschenken wollt – beschriften!

Das pikante Marillenchutney passt hervorragend zu Fisch und asiatischen „angehauchten“ Gerichten 🙂 Wer morgen vorbei schaut, kann sich gleich ein neues Rezept mit dem Marillen-Chutney als Begleiter abholen!

Ich wünsch euch einen guten Start in die Woche! Bis morgen! Eure Julie


Schnelle Galette mit Ziegenkäse, Marille & Thymian

Heute heißt es wieder schnell aufgetischt! Rezepte die schnell zubereitet sind, sind bei mir immer herzlich willkommen! Der heutige Beitrag gehört noch zu den Experimenten für das Geburtstagsbuffet meiner Schwester. Im Nachhinein betrachtet ist es erstaunlich, was ich da in kurzer Zeit alles gezaubert hab! Die Grundidee für das heutige Rezept war Ziegenkäse mit einer fruchtigen Begleitung und frischen Kräutern. Da auch noch eine Rolle Quiche- bzw. Tarteteig übrig war, lag es auf der Hand, alles darin zu „verpacken“ 🙂

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Schnelle Galette mit Ziegenkäse, Marillen & Thymian

Zutaten für 1 Galette:

1 Rollen Quiche bzw. Tarte Teig, 1 Ziegenkäserolle (ca. 130-150 g), 1 kleine Dose Marillen, ein paar Zweige frischer Thymian,1 Eidotter, 1EL Schlagobers

Schnelles Chutney: 1/2 kleine rote Zwiebel (fein würfelig geschnitten), 4-5 EL Marillenmarmelade, Chiliflocken, Salz, Olivenöl

Und so schnell geht’s:

Das Backrohr auf 180°C vorheizen.

Für das „schnelle“ Chutney in einem kleinen Topf einen 1/2 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen. Die Marillenmarmelade dazugeben und die Temperatur zurück drehen. Einmal durch erhitzen. Mit Salz und Chiliflocken abschmecken und beiseite stellen.

Die Ziegenkäserolle in Scheiben schneiden. Die Marillen aus der Dose abseihen. Ich wollte als fruchtigen Begleiter eigentlich Feigen, die hab ich aber leider nicht bekommen. 1 Eidotter mit 1 EL Schlagobers versprudeln,- brauchen wir zum Abschluss zum Bestreichen der Galette. Die Rolle Teig aus dem Kühlschrank nehmen und am besten gleich auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen.

galette mit ziegenkäse und marillen

Als erstes kommt das Chutney auf den Teig. Vom Rand circa 3 cm Platz lassen!

schnelle galette mit ziegenkäse und marillen

Als nächstes den Ziegenkäse, die Marillenhälften und die Thymianzweige darauf verteilen.

galette mit ziegenkäse und marille

Jetzt die Ränder wellenartig über die Füllung klappen und ganz leicht andrücken.

Zuletzt wird der Teig noch mit dem Dotter-Obers-Gemisch bestrichen, bevor die Galette ins vorgeheizte Backrohr (mittlere Schiene) darf. Dort bleibt sie für ca. 25-30 Minuten, bis sie goldbraun gebacken ist.

Und das tolle an dieser Variante ist, dass sie heiß, lauwarm, aber auch kalt serviert, köstlich schmeckt!

Ich wünsch euch viel Spaß beim Ausprobieren! Eure Julie