Das Grüne Gold! Teil 7

Wie am Anfang der Woche schon versprochen gibt es heute ein weiteres Bärlauch-Rezept. Heute „konservieren“ wir ihn für später, wenn der Bärlauch frisch nicht mehr zu haben ist. Ich hab letztes Jahr aus dem letzten Bärlauch der Saison (daher gibt es das Rezept auch erst jetzt) das erste Mal Salz ausprobiert. Herrlich sag ich euch, wenn ihr auch im Sommer zum Beispiel Salate damit würzen könnt. Aber probiert es aus und überzeugt euch selbst!

Bärlauchsalz

Zutaten:

100 g frischer Bärlauch, 500 g grobes Meersalz

Und so wird’s gemacht:

Bärlauch gut waschen und gut trocken tupfen. Dann wird der Bärlauch gehackt und püriert.

Ich würde das in einer Küchenmaschine machen, die auch dann später das grobe Salz zermahlen kann! Nicht dass ihr euch euer Gerät kaputt macht!

Als nächstes kommt das Salz dazu. Beides miteinander weiter pürieren, bis eine sehr fein körnige Masse entsteht. Die grüne Bärlauch-Salz-Paste dann auf ein Backpapier glatt aufstreichen.

Ich hab das ganze dann auf ein Backblech gelegt, mit einem Geschirrtuch abgedeckt und in die Sonne gestellt zum trocknen,- dauert ca. 1 Tag! Das Abdecken empfehle ich euch, da sonst das Salz die schöne grüne Farbe verliert.

Ist die Paste gut getrocknet, dann einfach mit dem Fleischhammer zerkleinern. Ich hab die Stücke dann einfach noch einmal in die Moulinex gegeben. Wie grob oder fein ihr euer Salz möchtet, ist ganz euch überlassen! 🙂

 

Hab ich euch Gusta auf Bärlauch gemacht, dann schaut euch doch noch diese Rezepte über das „Grüne Gold“ an: Bärlauch-Ciabatta, Erdäpfelknödel mit Mozzarella & Bärlauchsauce, Bärlauch-Pesto, Bärlauch-Avocado-Aufstrich & Bärlauchbutter.

Gutes Gelingen! Eure Julie


* 2. Advent * Hafertaler *

Was haben Haferflocken und Kekse gemeinsam? Beides geht immer, oder? Ich war schon immer ein Fan der Flocken. Wenn ich in Kinderzeiten Bauchweh hatte, gab’s von Omi daraus eine gute Suppe. Ihr werdet euch jetzt denken, was Haferschleimsuppe? Freiwillig? Ja! 🙂 Denn meine Omi kochte die Suppe immer mit feinen Flocken, klein geschnittenen Karotten und frischer Petersilie für mich. Oder ein köstlicher Frühstücksporridge? Kaum mehr wegzudenken aus meinem Speiseplan. Aber eigentlich schweife ich ab, denn heute geht es nicht um Suppe oder Porridge, sondern um Kekse.

Kennt ihr diese herrlichen Hafertaler die es beim gelb-blauen Schweden zum Kaufen gibt? Ich hab endlich ein Rezept gefunden, welches nicht nur ran kommt ans Original,- nein ich find sie sogar ein bisschen besser 🙂 Aber probiert sie aus und entscheidet selbst!

Hafertaler

Zutaten für ca. 50-60 Stück (je nach Größe):

200 g weiche Butter, 200 g brauner Zucker, 1 großes Ei, 250 g kernige Haferflocken, 100 g gemahlene Mandeln, 1 gehäufter TL Backpulver,
1 Prise Salz, 1 Msp. Zimt

Und so geht’s:

Die Butter schaumig schlagen. Den Zucker und das Ei dazugeben und weiter schlagen, bis sich alles gut verbunden hat und eine cremige Masse entstanden ist. Dann die restlichen Zutaten dazugeben und untermischen.

Das Backrohr auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mit einem Teelöffel ca. kirschgroße Teighäufchen abstechen und auf das Backpapier setzen. Unbedingt 4-5 cm Platz dazwischen lassen, da die Teigkugeln wirklich auseinander laufen und zu Talern werden!

Die Hafertaler auf der mittleren Schiene ca. 10-13 Minuten (je nach Backrohr) backen, bis sie eine schöne goldige Farbe haben. Herausholen und unbedingt ein bisschen abkühlen lassen, da die Hafertaler ziemlich weich. Dann vorsichtig vom Papier lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen,- dann sind sie nämlich auch schön knusprig.

Am besten arbeitet ihr mit zwei Blechen! Während die ersten Hafertaler abkühlen, können die nächsten ins Backrohr!

Die Hafertaler sind ausgekühlt? Dann in ein luftdichtes Glas oder in eine Dose schlichten. Dort sind sie ca. 3 Wochen haltbar, wenn sie vorher nicht aufgegessen sind!

Viel Spaß beim Ausprobieren! Eure Julie


* 1. Advent * Glühweinkuchen im Glas *

Heute ist es soweit – die erste Kerze brennt! Wie schnell die Zeit doch vergeht, oder? Nicht mehr lange- noch 22 Tage,- dann ist Heilig Abend! Wie ihr vielleicht schon wisst, beschenke ich  meine Familie & Freunde zu Weihnachten gerne mit meinen selbstgemachten „Geschenken aus der Küche“. Heute möchte ich euch einen Neuankömmling in meinem Repertoire vorstellen!

Glühweinkuchen im Glas

Zutaten für 6 Gläser:

125 ml Blauer Portugieser, 2 TL Glühweingewürz, 140 g weiche Butter, 75 g brauner Zucker,
1 Pkg. Vanillezucker, 3 Eier, 2 EL Rum, 1/2 Pkg. Backpulver, 180 g glattes Mehl, 1 EL Zimt, 75 g geriebene Haselnüsse

Sonstiges: 6 kleine WECK-Gläser (ist keine Werbung! Ich hatte sie gerade zu Hause,- auf jeden Fall sollten sie feuerfest sein und einen gut schließenden Deckel haben!)

Und so geht’s:

Den Backofen auf 170°C (Heißluft) vorheizen. Das Backblech/Gitter aus dem Ofen nehmen und erst mit den Gläsern wieder hineingeben. Sonst kann es euch passieren, dass sich die „kalten“ Gläser vor dem „heißen“ Gitter schrecken und springen!

Den Rotwein mit dem Glühweingewürz erhitzen und kurz ziehen lassen. Falls sich gewisse Teile im Glühweingewürz nicht aufgelöst haben, die wieder aus dem Wein herausholen und auskühlen lassen.

Die weiche Butter mit dem braunen Zucker und Vanillezucker schaumig aufschlagen.  Die Eier nach und nach dazugeben und weiter aufschlagen.

Jetzt dürfen der Rum, Mehl, Backpulver und Zimt dazu. Gut unterrühren! Dann die abgekühlte Wein-Gewürz-Mischung dazugeben – unterrühren. Als letztes die Nüsse unterheben.

Den Teig auf die Gläser verteilen,- wobei ihr drauf achten solltet, dass diese nur ca. 2/3 voll sind, da der Kuchen beim Backen ja noch aufgeht. Jetzt dürfen die Gläser (samt Gitter 🙂 ) in den Ofen. Dort bleiben sie für 25-30 Minuten. Eventuell die Stäbchenprobe machen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

Die Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort – mit dem Deckel – luftdicht verschließen! Achtung meine Lieben, dass ist eine heiße Angelegenheit! Die Temperatur vom Backofen auf 100°C reduzieren.

Ich bin nämlich auf Nummer sicher gegangen und hab die kleinen Küchlein im Glas noch „eingekocht“, dass sie auch ja lange halten!

Das heißt eine Auflaufform mit Küchenpapier auslegen und mit heißem Wasser befüllen – ca. 5 cm hoch. Die Kuchengläser hineinstellen, so dass sie sich nicht berühren. Das Ganze kommt jetzt nochmal für 30 Minuten bei 100°C in den Ofen.


Nach den 30 Minuten den Backofen abdrehen, einen Spalt öffnen und die Kuchengläser im Ofen auskühlen lassen. (Ich hab am Abend gebacken und hab die Gläser einfach über Nacht abkühlen lassen.) Durch das Einkochen sind die Glühweinkuchen im Glas für ca. 6 Monate haltbar, wenn sie an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Ich hab die Kuchengläser im Keller gelagert. Die zwei, die ich nicht verschenkt hab, wurden auf die Haltbarkeit getestet. Das letzte Glas wurde im Sommer geöffnet und war noch genießbar – sehr sogar! 🙂

Danach müssen die Glühweinküchlein im Glas nur mehr verpackt/dekoriert/beschriftet werden und schon kann verschenkt werden.

Gutes Gelingen & einen schönen 1. Adventsonntag! Eure Julie