Die ganz große Aioli Liebe!

Anfang Juli kehrte endlich meine Muse fürs Kochen zurück … und diese Motivation hab ich ein ganzen Wochenende voll ausgenutzt 🙂 Es wurde gekocht und gebacken – der Herd, der Airfryer, das Backrohr – alle mussten ran! An diesem Wochenende sind viele neue Rezepte entstanden. Einen Teil kennt ihr schon, die Restlichen folgen nach und nach.

Aber heute möchte ich euch meine neue große & essbare Liebe vorstellen – Aioli. Ich hab schon öfters Mayo und Pesto zubereitet, aber Aioli war noch nie dabei, da ich immer geglaubt hab, dass es ziemlich kompliziert ist. Was soll ich euch sagen, dem ist nicht so. Und ich hab sogar ein Rezept ohne Ei für euch. Grad im Sommer find ich das recht gut, da man sich dann nicht so große Gedanken wegen der Kühlung machen muss … aber eigentlich sollte das Aioli eh frisch zubereitet und sofort serviert werden.

Julie’s Aioli

Zutaten für 2-3 Portionen:

75 ml laktosefreie Milch (ich verwende nur diese, funktioniert aber auch mit Vollmilch!)
4 Knoblauchzehen
2 TL Dijon Senf
2 TL Zitronensaft
2-3 Tropfen Agavensirup
125 ml Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer und Zitronensaft zum Abschmecken

Und so einfach geht’s:

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben! Den Knoblauch schälen und durch die Knobipresse in ein hohes Gefäß drücken.

Zum Knoblauch darf jetzt die Milch, der Senf und der Agavensirup dazu. Mit dem Stabmixer gut pürieren. Danach den Zitronensaft, ein bisschen Salz und Pfeffer dazu geben. Nochmal durchmixen.

Jetzt holt euch entweder Hilfe oder achtet besonders gut darauf, dass das hohe Gefäß beim Mixen nicht davon rutscht. Denn jetzt müsst ihr das Öl langsam einfließen lassen (wie beim Mayo machen) und dabei mit dem Stabmixer pürieren, bis das Öl verarbeitet ist und das Aioli eine schöne cremige Konsistenz hat. Eventuell nochmals mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und schon ist euer Aioli fertig! Ich sag nur – Achtung Suchtgefahr!

Ich wünsch euch noch einen schönen Mittwoch meine Lieben!
Eure Julie

 


Mein fliegender Kochlöffel geht auf Reisen! Ab nach Japan um Gyoza zu essen!

Ich glaub hier streiten sich die Geister! Denn die japanischen Teigtaschen kommen angeblich ursprünglich aus China. Ich lass die Geister sich mal weiter streiten und lass meinen fliegenden Kochlöffel mal beginnen zu kochen. Ich hab endlich ein Rezept gefunden, was auch funktioniert und geschmeckt hat!

Japanische Teigtaschen – Gyoza

Zutaten für 15-18 Stück (je nach Größe):

TEIG: 200 g glattes Mehl (Type 480), 150 ml heißes Wasser, Kartoffelstärke zum Ausrollen

FÜLLE: 1-2 cm frischer Ingwer, 2 Knoblauchzehen (eingelegt in Chiliöl – Fertigprodukt), 3 EL dunkle Sojasauce, 200 g Faschiertes gemischt (im Original wird nur Schwein verwendet – hab ich leider zu der Zeit nicht bekommen), 1/2 TL Salz, Pfeffer, 1 kleiner Jungzwiebel, 1 EL Sesamöl,
1 Prise Chiliflocken

DAZU: gab’s bei uns eine gekaufte Süß-Saure-Habanero-Sauce von einem regionalen Anbieter 🙂

SONST NOCH: Sonnenblumenöl zum Anbraten, runden Ausstecher mit 8-10 cm Durchmesser

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um den Teig, da er ein bisschen rasten muss. Dafür das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und das heiße Wasser (am besten aus dem Wasserkocher) dazugießen. Dann die Maschine ihre Arbeit machen lassen. Den Teig herausnehmen und jetzt noch ein bisschen von Hand durchkneten. Den Teig halbieren und in Frischhaltefolie einpacken. Zur Seite legen (NICHT in den Kühlschrank) und 30 Minuten rasten lassen.

Inzwischen kümmern wir uns um die Fülle. Den Ingwer schälen und wie auch die eingelegten Knoblauchzehen ganz fein hacken. Den Jungzwiebel putzen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden – auch den grünen Teil mitverwenden (wenn er in Ordnung ist!).

Ist das erledigt werden alle Zutaten für die Fülle in einer Schüssel miteinander vermischt. Abdecken und beiseite stellen.

Jetzt geht’s ans Gyoza machen! 🙂 Die Arbeitsfläche mit Kartoffelstärke bemehlen und den Teig darauf 1mm dünn ausrollen. Mit der Ausstechform jetzt die Teigfladen ausstechen. Die Teigfladen mit Kartoffelstärke bestreuen, dann könnt ihr sie nämlich stapeln und sie kleben nicht zusammen.

Der nächste Schritt – das Füllen & Wickeln – war für mich der Schwierigste. Aber wie heißt es so schön,- „Gut Ding braucht Weile“! Also lasst euch nicht hetzen!

Die Teigfladen auflegen (eventuell Kartoffelstärke drunter) und ca. 1 EL Fülle in die Mitte setzen.

Am besten stellt ihr euch ein kleines Schälchen mit Wasser in die Nähe, damit ihr euch immer wieder die Finger befeuchten könnt.

Einen Teigfladen in die Hand nehmen, den Rand mit euren nassen Fingern befeuchten und zusammenklappen. Jetzt von außen zur Mitte hin  2-3 Wellen falten. Das selbe auf der anderen Seite wiederholen. Ist der Teig verschlossen, nehmt ihr das Gyoza in beide Hände, bildet mit euren Daumen ein Dreieck und formt so die Gyozas zu einem Halbmond.

Perfekt ist zwar anders, aber sie haben gehalten!

In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Die Teigtaschen einlegen und 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Dann 20-50 ml Wasser (je nachdem wie viele Gyozas ihr anbratet) eingießen (Achtung Spritzgefahr!) und sofort einen Deckel drauf geben. Für ca. 5-6 Minuten dämpfen, bis die Teigtaschen leicht glasig sind und das Wasser verdampft ist.

 

Dann heißt es eigentlich nur noch Deckel entfernen und die fertigen Gyozas anrichten! Wir waren begeistert und wenn man mal den Dreh raus hat, ist es auch nicht mehr so schwierig 🙂


Gutes Gelingen & viel Spaß damit! Eure Julie

 


Mein g’schmackiges Österreich! Riebel Muffins

Guten Abend meine Lieben! Ich melde mich aus den Weihnachtsferien zurück, wobei Ferien eigentlich das falsche Wort ist … waren doch eher sehr arbeitsreiche Tage … Nach dem Jahreswechsel hab ich noch ein paar „faule“ Tage dran gehängt, doch ab heute geht’s wieder frisch und munter los! Es warten schon so einige neue Rezepte auf euch! Also los geht’s 🙂

Riebel MuffinsDa ich von unserer kulinarischen Reise durch Österreich noch etwas Riebel übrig hatte, hab ich diesen zu pikanten Muffins verbacken.

Riebel Muffins

Zutaten für 6 Stück:

75 g weiche Butter, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, 1 Ei, 1 Dotter, 55 g Frischkäse, 60 g glattes Mehl, 70 g Riebel (fein), Prise Rosmarin, 1 TL Backpulver, 70 g Zucchini, 75 g Feta, 2 EL getrocknete Tomaten, etwas Butter für die Form & Semmelbrösel

Und so geht’s:

Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Das Muffinblech ausfetten und mit Bröseln bestäuben.

Zucchini grob raspeln. Die getrocknete Tomaten fein hacken.

Butter, Salz, Pfeffer, Zucker, Ei & Eidotter, Prise Rosmarin und Frischkäse cremig aufschlagen. Mehl, Backpulver und Riebel untermischen. Zum Schluss die Zucchiniraspeln, die gehackten getrockneten Tomaten und der Feta (zerbröckelt) dazugeben und behutsam unterheben.

Den Teig auf die Muffinmulden verteilen und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene bei 180°C für ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Riebel MuffinsHerausnehmen, kurz abkühlen lassen und aus die Riebel-Muffins aus den Mulden lösen. Entweder gleich heiß & frisch verschmausen oder auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen! Bei uns gab’s einen Schnittlauch-Aufstrich dazu und schon fertig war das Abendessen!

Bis bald & einen schönen Abend meine Lieben! Eure Julie