Mein fliegender Kochlöffel geht auf Reisen! Ab nach Japan um Gyoza zu essen!

Ich glaub hier streiten sich die Geister! Denn die japanischen Teigtaschen kommen angeblich ursprünglich aus China. Ich lass die Geister sich mal weiter streiten und lass meinen fliegenden Kochlöffel mal beginnen zu kochen. Ich hab endlich ein Rezept gefunden, was auch funktioniert und geschmeckt hat!

Japanische Teigtaschen – Gyoza

Zutaten für 15-18 Stück (je nach Größe):

TEIG: 200 g glattes Mehl (Type 480), 150 ml heißes Wasser, Kartoffelstärke zum Ausrollen

FÜLLE: 1-2 cm frischer Ingwer, 2 Knoblauchzehen (eingelegt in Chiliöl – Fertigprodukt), 3 EL dunkle Sojasauce, 200 g Faschiertes gemischt (im Original wird nur Schwein verwendet – hab ich leider zu der Zeit nicht bekommen), 1/2 TL Salz, Pfeffer, 1 kleiner Jungzwiebel, 1 EL Sesamöl,
1 Prise Chiliflocken

DAZU: gab’s bei uns eine gekaufte Süß-Saure-Habanero-Sauce von einem regionalen Anbieter 🙂

SONST NOCH: Sonnenblumenöl zum Anbraten, runden Ausstecher mit 8-10 cm Durchmesser

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um den Teig, da er ein bisschen rasten muss. Dafür das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und das heiße Wasser (am besten aus dem Wasserkocher) dazugießen. Dann die Maschine ihre Arbeit machen lassen. Den Teig herausnehmen und jetzt noch ein bisschen von Hand durchkneten. Den Teig halbieren und in Frischhaltefolie einpacken. Zur Seite legen (NICHT in den Kühlschrank) und 30 Minuten rasten lassen.

Inzwischen kümmern wir uns um die Fülle. Den Ingwer schälen und wie auch die eingelegten Knoblauchzehen ganz fein hacken. Den Jungzwiebel putzen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden – auch den grünen Teil mitverwenden (wenn er in Ordnung ist!).

Ist das erledigt werden alle Zutaten für die Fülle in einer Schüssel miteinander vermischt. Abdecken und beiseite stellen.

Jetzt geht’s ans Gyoza machen! 🙂 Die Arbeitsfläche mit Kartoffelstärke bemehlen und den Teig darauf 1mm dünn ausrollen. Mit der Ausstechform jetzt die Teigfladen ausstechen. Die Teigfladen mit Kartoffelstärke bestreuen, dann könnt ihr sie nämlich stapeln und sie kleben nicht zusammen.

Der nächste Schritt – das Füllen & Wickeln – war für mich der Schwierigste. Aber wie heißt es so schön,- „Gut Ding braucht Weile“! Also lasst euch nicht hetzen!

Die Teigfladen auflegen (eventuell Kartoffelstärke drunter) und ca. 1 EL Fülle in die Mitte setzen.

Am besten stellt ihr euch ein kleines Schälchen mit Wasser in die Nähe, damit ihr euch immer wieder die Finger befeuchten könnt.

Einen Teigfladen in die Hand nehmen, den Rand mit euren nassen Fingern befeuchten und zusammenklappen. Jetzt von außen zur Mitte hin  2-3 Wellen falten. Das selbe auf der anderen Seite wiederholen. Ist der Teig verschlossen, nehmt ihr das Gyoza in beide Hände, bildet mit euren Daumen ein Dreieck und formt so die Gyozas zu einem Halbmond.

Perfekt ist zwar anders, aber sie haben gehalten!

In einer beschichteten Pfanne das Öl erhitzen. Die Teigtaschen einlegen und 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. Dann 20-50 ml Wasser (je nachdem wie viele Gyozas ihr anbratet) eingießen (Achtung Spritzgefahr!) und sofort einen Deckel drauf geben. Für ca. 5-6 Minuten dämpfen, bis die Teigtaschen leicht glasig sind und das Wasser verdampft ist.

 

Dann heißt es eigentlich nur noch Deckel entfernen und die fertigen Gyozas anrichten! Wir waren begeistert und wenn man mal den Dreh raus hat, ist es auch nicht mehr so schwierig 🙂


Gutes Gelingen & viel Spaß damit! Eure Julie

 


Mein g’schmackiges Österreich! Riebel Muffins

Guten Abend meine Lieben! Ich melde mich aus den Weihnachtsferien zurück, wobei Ferien eigentlich das falsche Wort ist … waren doch eher sehr arbeitsreiche Tage … Nach dem Jahreswechsel hab ich noch ein paar „faule“ Tage dran gehängt, doch ab heute geht’s wieder frisch und munter los! Es warten schon so einige neue Rezepte auf euch! Also los geht’s 🙂

Riebel MuffinsDa ich von unserer kulinarischen Reise durch Österreich noch etwas Riebel übrig hatte, hab ich diesen zu pikanten Muffins verbacken.

Riebel Muffins

Zutaten für 6 Stück:

75 g weiche Butter, Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker, 1 Ei, 1 Dotter, 55 g Frischkäse, 60 g glattes Mehl, 70 g Riebel (fein), Prise Rosmarin, 1 TL Backpulver, 70 g Zucchini, 75 g Feta, 2 EL getrocknete Tomaten, etwas Butter für die Form & Semmelbrösel

Und so geht’s:

Das Backrohr auf 180°C vorheizen. Das Muffinblech ausfetten und mit Bröseln bestäuben.

Zucchini grob raspeln. Die getrocknete Tomaten fein hacken.

Butter, Salz, Pfeffer, Zucker, Ei & Eidotter, Prise Rosmarin und Frischkäse cremig aufschlagen. Mehl, Backpulver und Riebel untermischen. Zum Schluss die Zucchiniraspeln, die gehackten getrockneten Tomaten und der Feta (zerbröckelt) dazugeben und behutsam unterheben.

Den Teig auf die Muffinmulden verteilen und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene bei 180°C für ca. 20-25 Minuten goldbraun backen.

Riebel MuffinsHerausnehmen, kurz abkühlen lassen und aus die Riebel-Muffins aus den Mulden lösen. Entweder gleich heiß & frisch verschmausen oder auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen! Bei uns gab’s einen Schnittlauch-Aufstrich dazu und schon fertig war das Abendessen!

Bis bald & einen schönen Abend meine Lieben! Eure Julie


*** Türchen Nr. 15 ***

Ich bin ein kleiner Kaffee Junkie. Wie geht’s euch damit? 🙂 Wenn ich dann noch was Süßes dazu bekomm, bin ich einfach nur glücklich. Ich persönlich finde ja, dass das Fräulein Cantucci eine tolle Begleitung für den Herrn Kaffee abgibt. Daher gibt’s heute hinter Türchen Nr. 15 ein weihnachtliches Rezept für Cantucci mit Vanille und einem Hauch Zimt von mir für euch! Eingepackt in einer schönen Vorratsdose oder auch einfach nur in einem Zellophansackerl sind die Cantucci ein tolles Geschenk aus der Küche.

CantucciCantucci

Zutaten für ca. 25-30 Stück:

300 g glattes Mehl, 1 TL Backpulver, 200 g Kristallzucker, 1 Msp. Tahiti Vanille (oder das Mark 1 Vanilleschote), 1/2 TL Zimt, 1 Msp. Muskatnussschale gemahlen, 1 TL Vanilleextrakt, 1 Prise Salz, 200 g ganze & blanchierte Mandeln, 1 EL Rum, 2 Eier, 50 g weiche Butter, Zitronenabrieb einer 1/2 Bio Zitrone

Und so wird’s gemacht:

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten,- am besten mit der Küchenmaschine. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und für 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Das Backrohr auf 180° C vorheizen! Den Teig aus dem Kühlschrank holen und in 3 Teile teilen. Die einzelnen Teile jeweils zu einer dünnen Rolle formen,- da die Rollen beim Backen ordentlichen in die Breite gehen 🙂

cantucciDie Teigrollen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen – Abstand dazwischen lassen – und für ca. 30 Minuten backen. Wenn sie einen leichten braun goldenen Schimmer haben, dürfen sie raus. Jetzt müsst ihr die Cantucci Rollen ein paar Minuten auskühlen lassen. Danach werden aus den Rollen (mit einem guten und scharfen Sägemesser) ca. 1 cm dicke und schräge Stücke geschnitten.

CantucciDie einzelnen Stücke mit der Schnittfläche wieder aufs Backblech legen und für weitere 5-10 Minuten goldbraun backen. Aus dem Backrohr holen und auskühlen lassen! Erst dann verpacken … oder essen 🙂 Luftdicht und kühl gelagert halten sich die Cantucci ziemlich lange!

Viel Spaß beim Ausprobieren! Eure Julie