Sweet Friday! Faschingskrapfen aus dem Backofen

Das Rezept hab ich glaub ich schon seit ein paar Jahren auf meiner To-Do-Liste, aber irgendwie fehlte immer die Zeit dafür. Doch heuer war es soweit! Diese Faschingskrapfen werden nämlich NICHT im Fett ausgebacken, sondern kommen aus dem Backofen! Somit ist das schlechte Gewissen nicht ganz so groß 🙂 Doch gleich vorweg – die Ofenkrapfen sollten an dem Tag gegessen werden, an dem sie gebacken werden, da sie am nächsten Tag schon ziemlich fest werden.

Faschingskrapfen aus dem Ofen

Zutaten für 6 große Krapfen:

300 g Dinkelmehl, 3 EL Rohrzucker, 1 Prise Salz, 125 ml Milch, 2 EL Ahornsirup, 30 g frische Germ, 40 g weiche Butter, 1 Ei, 1 Dotter, 1 Msp. Zitronenschale, 1 EL Rum, ca. 4-6 EL Marillenmarmelade zum Füllen (+ optional 1-2 EL zum Bestreichen), Staubzucker zum Bestreuen

Und so wird’s gemacht:

Das Mehl, Zucker und Salz in der Rührschüssel vermischen. Die Milch mit dem Ahornsirup leicht erwärmen (lauwarm). Die Germ hineinbröseln und gut verrühren – bis sich die Germ aufgelöst hat.

Die weiche Butter zum Mehl geben, wie auch die Germ-Milch-Mischung. Jetzt noch Ei und Eidotter, wie auch die Zitronenschale und den Rum dazugeben und schon darf die Küchenmaschine ihre Arbeit machen! Gut verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Falls der Teig noch zu klebrig ist, einfach noch ein bisschen Mehl dazugeben – nur aufpassen, dass der Teig dann nicht zu trocken wird.

Den Teig mit Mehl bestauben und abgedeckt an einem warmen Ort für ca. 30 Minuten aufgehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals gut durchkneten und in 6 Stücke teilen. Die Teigstücke zu Kugeln formen und sanft niederdrücken. Die Teigkugeln entweder so wie ich in eine Silikonform setzen oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Die Teigkugeln am besten mit einem Geschirrtuch abdecken und nochmals für 20-30 Minuten aufgehen lassen. Inzwischen den Backofen auf 160°C (Heißluft) vorheizen.

Nach dem Rasten dürfen die Krapfen auch schon in den Ofen. Auf der mittleren Schiene bleiben sie dort für ca. 15-18 Minuten,- bis sie eine schöne goldbraune Farbe haben.

Optional: wer möchte kann die fertigen Krapfen, wenn sie aus dem Ofen kommen, mit heißer Marillenmarmelade dünn bestreichen.

Die Krapfen etwas auskühlen lassen und mit Marillenmarmelade (mit Hilfe von einem Spritzsack und Krapfen Tülle) füllen und wer mag mit Staubzucker bestreuen.

Ich wünsch euch viel Spaß & ein fast reueloses Sündigen! 🙂
Eure Julie


* 1. Advent * Glühweinkuchen im Glas *

Heute ist es soweit – die erste Kerze brennt! Wie schnell die Zeit doch vergeht, oder? Nicht mehr lange- noch 22 Tage,- dann ist Heilig Abend! Wie ihr vielleicht schon wisst, beschenke ich  meine Familie & Freunde zu Weihnachten gerne mit meinen selbstgemachten „Geschenken aus der Küche“. Heute möchte ich euch einen Neuankömmling in meinem Repertoire vorstellen!

Glühweinkuchen im Glas

Zutaten für 6 Gläser:

125 ml Blauer Portugieser, 2 TL Glühweingewürz, 140 g weiche Butter, 75 g brauner Zucker,
1 Pkg. Vanillezucker, 3 Eier, 2 EL Rum, 1/2 Pkg. Backpulver, 180 g glattes Mehl, 1 EL Zimt, 75 g geriebene Haselnüsse

Sonstiges: 6 kleine WECK-Gläser (ist keine Werbung! Ich hatte sie gerade zu Hause,- auf jeden Fall sollten sie feuerfest sein und einen gut schließenden Deckel haben!)

Und so geht’s:

Den Backofen auf 170°C (Heißluft) vorheizen. Das Backblech/Gitter aus dem Ofen nehmen und erst mit den Gläsern wieder hineingeben. Sonst kann es euch passieren, dass sich die „kalten“ Gläser vor dem „heißen“ Gitter schrecken und springen!

Den Rotwein mit dem Glühweingewürz erhitzen und kurz ziehen lassen. Falls sich gewisse Teile im Glühweingewürz nicht aufgelöst haben, die wieder aus dem Wein herausholen und auskühlen lassen.

Die weiche Butter mit dem braunen Zucker und Vanillezucker schaumig aufschlagen.  Die Eier nach und nach dazugeben und weiter aufschlagen.

Jetzt dürfen der Rum, Mehl, Backpulver und Zimt dazu. Gut unterrühren! Dann die abgekühlte Wein-Gewürz-Mischung dazugeben – unterrühren. Als letztes die Nüsse unterheben.

Den Teig auf die Gläser verteilen,- wobei ihr drauf achten solltet, dass diese nur ca. 2/3 voll sind, da der Kuchen beim Backen ja noch aufgeht. Jetzt dürfen die Gläser (samt Gitter 🙂 ) in den Ofen. Dort bleiben sie für 25-30 Minuten. Eventuell die Stäbchenprobe machen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

Die Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort – mit dem Deckel – luftdicht verschließen! Achtung meine Lieben, dass ist eine heiße Angelegenheit! Die Temperatur vom Backofen auf 100°C reduzieren.

Ich bin nämlich auf Nummer sicher gegangen und hab die kleinen Küchlein im Glas noch „eingekocht“, dass sie auch ja lange halten!

Das heißt eine Auflaufform mit Küchenpapier auslegen und mit heißem Wasser befüllen – ca. 5 cm hoch. Die Kuchengläser hineinstellen, so dass sie sich nicht berühren. Das Ganze kommt jetzt nochmal für 30 Minuten bei 100°C in den Ofen.


Nach den 30 Minuten den Backofen abdrehen, einen Spalt öffnen und die Kuchengläser im Ofen auskühlen lassen. (Ich hab am Abend gebacken und hab die Gläser einfach über Nacht abkühlen lassen.) Durch das Einkochen sind die Glühweinkuchen im Glas für ca. 6 Monate haltbar, wenn sie an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Ich hab die Kuchengläser im Keller gelagert. Die zwei, die ich nicht verschenkt hab, wurden auf die Haltbarkeit getestet. Das letzte Glas wurde im Sommer geöffnet und war noch genießbar – sehr sogar! 🙂

Danach müssen die Glühweinküchlein im Glas nur mehr verpackt/dekoriert/beschriftet werden und schon kann verschenkt werden.

Gutes Gelingen & einen schönen 1. Adventsonntag! Eure Julie


Die Nebenrollen auf unseren Tellern!

Heute darf wieder mal ein Nebendarsteller (Beilage) ins Rampenlicht treten! Da meine bessere Hälfte und ich Fans von Wildgerichten sind, gab es letztens wieder mal Rehragout. Diesmal aber nicht mit den Maroni-Semmelknödeln, sondern mit Maroni-Spätzle!

Maroni-Spätzle

Zutaten für 4 Beilagen-Portionen:

250 g griffiges Mehl, 1 Ei, 160 g Maroni (vorgegart), 250-300 ml Milch, 1 EL Öl, 2 Prisen Salz, 140 g Maroni (vorgegart), Butter zum Schwenken, Salz fürs Wasser & zum Abschmecken

Und so wird’s gemacht:

Die 160 g vorgegarten Maroni mit dem Ei pürieren. Eventuell einen Schuss Milch (1-2 EL) dazu geben. Danach mit der restlichen Milch und dem Öl gut vermischen. Das Mehl dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz abschmecken und kurz rasten lassen.

In einem geeigneten Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, etwas vom Teig in den Trichter der Nockerlhobel füllen und in das kochende Salzwasser schaben. Zwischendurch umrühren und so weitermachen, bis der Teig verarbeitet ist.

Wenn die Nockerl an der Oberfläche schwimmen, mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser heben und zum Abtropfen in ein Sieb geben.

Die restlichen Maroni (140 g) grob hacken. Die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, Maroni darin leicht anrösten und die Nockerl dazugeben. Schwenken, abschmecken und mit dem Rehragout und Preiselbeergelee anrichten.

Viel Spaß damit! Eure Julie