* 1. Advent * Glühweinkuchen im Glas *

Heute ist es soweit – die erste Kerze brennt! Wie schnell die Zeit doch vergeht, oder? Nicht mehr lange- noch 22 Tage,- dann ist Heilig Abend! Wie ihr vielleicht schon wisst, beschenke ich  meine Familie & Freunde zu Weihnachten gerne mit meinen selbstgemachten „Geschenken aus der Küche“. Heute möchte ich euch einen Neuankömmling in meinem Repertoire vorstellen!

Glühweinkuchen im Glas

Zutaten für 6 Gläser:

125 ml Blauer Portugieser, 2 TL Glühweingewürz, 140 g weiche Butter, 75 g brauner Zucker,
1 Pkg. Vanillezucker, 3 Eier, 2 EL Rum, 1/2 Pkg. Backpulver, 180 g glattes Mehl, 1 EL Zimt, 75 g geriebene Haselnüsse

Sonstiges: 6 kleine WECK-Gläser (ist keine Werbung! Ich hatte sie gerade zu Hause,- auf jeden Fall sollten sie feuerfest sein und einen gut schließenden Deckel haben!)

Und so geht’s:

Den Backofen auf 170°C (Heißluft) vorheizen. Das Backblech/Gitter aus dem Ofen nehmen und erst mit den Gläsern wieder hineingeben. Sonst kann es euch passieren, dass sich die „kalten“ Gläser vor dem „heißen“ Gitter schrecken und springen!

Den Rotwein mit dem Glühweingewürz erhitzen und kurz ziehen lassen. Falls sich gewisse Teile im Glühweingewürz nicht aufgelöst haben, die wieder aus dem Wein herausholen und auskühlen lassen.

Die weiche Butter mit dem braunen Zucker und Vanillezucker schaumig aufschlagen.  Die Eier nach und nach dazugeben und weiter aufschlagen.

Jetzt dürfen der Rum, Mehl, Backpulver und Zimt dazu. Gut unterrühren! Dann die abgekühlte Wein-Gewürz-Mischung dazugeben – unterrühren. Als letztes die Nüsse unterheben.

Den Teig auf die Gläser verteilen,- wobei ihr drauf achten solltet, dass diese nur ca. 2/3 voll sind, da der Kuchen beim Backen ja noch aufgeht. Jetzt dürfen die Gläser (samt Gitter 🙂 ) in den Ofen. Dort bleiben sie für 25-30 Minuten. Eventuell die Stäbchenprobe machen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

Die Gläser aus dem Ofen nehmen und sofort – mit dem Deckel – luftdicht verschließen! Achtung meine Lieben, dass ist eine heiße Angelegenheit! Die Temperatur vom Backofen auf 100°C reduzieren.

Ich bin nämlich auf Nummer sicher gegangen und hab die kleinen Küchlein im Glas noch „eingekocht“, dass sie auch ja lange halten!

Das heißt eine Auflaufform mit Küchenpapier auslegen und mit heißem Wasser befüllen – ca. 5 cm hoch. Die Kuchengläser hineinstellen, so dass sie sich nicht berühren. Das Ganze kommt jetzt nochmal für 30 Minuten bei 100°C in den Ofen.


Nach den 30 Minuten den Backofen abdrehen, einen Spalt öffnen und die Kuchengläser im Ofen auskühlen lassen. (Ich hab am Abend gebacken und hab die Gläser einfach über Nacht abkühlen lassen.) Durch das Einkochen sind die Glühweinkuchen im Glas für ca. 6 Monate haltbar, wenn sie an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Ich hab die Kuchengläser im Keller gelagert. Die zwei, die ich nicht verschenkt hab, wurden auf die Haltbarkeit getestet. Das letzte Glas wurde im Sommer geöffnet und war noch genießbar – sehr sogar! 🙂

Danach müssen die Glühweinküchlein im Glas nur mehr verpackt/dekoriert/beschriftet werden und schon kann verschenkt werden.

Gutes Gelingen & einen schönen 1. Adventsonntag! Eure Julie


Die Nebenrollen auf unseren Tellern!

Heute darf wieder mal ein Nebendarsteller (Beilage) ins Rampenlicht treten! Da meine bessere Hälfte und ich Fans von Wildgerichten sind, gab es letztens wieder mal Rehragout. Diesmal aber nicht mit den Maroni-Semmelknödeln, sondern mit Maroni-Spätzle!

Maroni-Spätzle

Zutaten für 4 Beilagen-Portionen:

250 g griffiges Mehl, 1 Ei, 160 g Maroni (vorgegart), 250-300 ml Milch, 1 EL Öl, 2 Prisen Salz, 140 g Maroni (vorgegart), Butter zum Schwenken, Salz fürs Wasser & zum Abschmecken

Und so wird’s gemacht:

Die 160 g vorgegarten Maroni mit dem Ei pürieren. Eventuell einen Schuss Milch (1-2 EL) dazu geben. Danach mit der restlichen Milch und dem Öl gut vermischen. Das Mehl dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz abschmecken und kurz rasten lassen.

In einem geeigneten Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen, etwas vom Teig in den Trichter der Nockerlhobel füllen und in das kochende Salzwasser schaben. Zwischendurch umrühren und so weitermachen, bis der Teig verarbeitet ist.

Wenn die Nockerl an der Oberfläche schwimmen, mit einem Siebschöpfer aus dem Wasser heben und zum Abtropfen in ein Sieb geben.

Die restlichen Maroni (140 g) grob hacken. Die Butter in einer beschichteten Pfanne schmelzen, Maroni darin leicht anrösten und die Nockerl dazugeben. Schwenken, abschmecken und mit dem Rehragout und Preiselbeergelee anrichten.

Viel Spaß damit! Eure Julie

 


Weiter geht’s mit den „Einkoch-Spielen“! Trauberl Sirup

Ehrlich gesagt, weiß ich schön langsam nicht mehr, ob es ein Fluch oder Segen ist … so viele Weintrauben … und es ist noch immer kein Ende in Sicht! Vielleicht hätte ich doch unter die Winzer gehen sollen 🙂 Nichtsdestotrotz mussten Ideen her. Und da purzelte auch schon eine via Instagram von der lieben Sina daher. Ich hätte nie daran gedacht, aus Weintrauben einen Sirup zu machen. Daher ein großes DANKE liebe Sina für die Inspiration! Auf Instagram gab’s dann noch eine kleine Abstimmung zur Namensfindung … and now we proudly present the one and only – Trauberl Sirup! 🙂 Gleich vorweg – das heutige Rezept ist eher eine Anleitung!

Trauberl Sirup

Blaue Weintrauben waschen, verdorrte Trauben entfernen, wie auch die zu dicken Stiele! Bei mir hat dann der Dampfentsafter die Arbeit übernommen. Den Traubensaft hab ich dann wie folgt zu Sirup eingekocht:

  • 1 Liter Traubensaft
  • 1 kg Sirupzucker für Steinobst und Beeren (der rote 🙂 Firma wird nicht genannt, da ich dieses Schmafu mit als Werbung kennzeichnen nicht leiden kann!)
  • 1 Vanilleschote (bisschen aufritzen und klopfen)
  • Saft von einer halben Zitrone

Den Traubensaft mit dem Sirupzucker, der Vanilleschote und dem Zitronensaft bei mittlerer Temperatur aufkochen. Dann für ca. 10-12 Minuten bei hoher Temperatur sprudelnd kochen lassen. Wenn sich Schaum bildet, diesen abschöpfen.

Den fertigen Sirup in sterile Flaschen füllen und sofort verschließen. Kühl & trocken lagern. Der geöffnete Sirup muss dann in den Kühlschrank. Ich hab dieses Mal auf das zusätzliche „Pasteurisieren“ im Backofen verzichtet. Wollt ihr trotzdem auf Nummer sicher gehen, dann einfach hier entlang, da findet ihr die Anleitung dazu!

Gutes Gelingen! Eure Julie