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Ein Kärtner Urgestein! Der Kärntner Reindling

Es ist mir eine Ehre euch heute im schönen Kärnten begrüßen zu dürfen! In meinem zweit liebsten Bundesland neben meinem „Heimat Bundesland“. Kärnten ist unser südlichstes Bundesland und grenzt im Westen an Tirol, im Norden an Salzburg, im Norden & Osten an die Steiermark und im Süden an Italien. Die Kärntner Küche ist eine traditionelle, bodenständige & deftige Küche. Es wird vorwiegend mit  Getreide, Milchprodukten und Fleisch gekocht,- jene Lebensmittel, die schon „damals“ das Land hervorgebracht hat. Auch die Nachbarn von Kärnten, Italien & Slowenien, haben die facettenreiche Küche Kärntens stark beeinflusst.

reindlingAls ich bei den Vorbereitungen zum Bundesland Kärnten kam, war für mich sofort klar, der Reindling muss dabei sein! Der echte Kärntner Reindling wird ja traditionsgemäß in „der Rein“ gebacken,- einer alten runden Form, die der Gugelhupfform sehr ähnelt. Wer dieses nicht hat, nimmt einfach ein Reindl (Topf) 🙂 Die klassische Füllung besteht aus Butter, Zucker, Zimt & Rosinen. Ob jetzt auch noch Nüsse dazugehören, darüber streiten sich die Geister 🙂 Ich mag diese sehr, daher gibt es bei mir heute die Version mit Nüssen.

Kärntner Reindling

Zutaten für eine Rein:

Teig: 500 g glattes Mehl, 30 g frische Germ, 50 g Staubzucker, 1 Prise Salz, 250 ml lauwarme Milch, 100 g weiche Butter, 1 Ei, 1 Eidotter

Fülle: 70 g zerlassene Butter, 100 g Kristallzucker, 2-3 EL Zimt, 60 g geröstete & gemahlene Haselnüsse, 100-120 g ungeschwefelte Rosinen, Butter für die Form, Staubzucker zum Bestreuen

Und so wird’s gemacht:

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und eine Mulde bilden. In einer Schüssel die Germ mit etwas lauwarmer Milch (ca. die Hälfte) und 1 EL Zucker (von den 50 g wegnehmen) verrühren.
2 EL Mehl (aus der Rührschüssel) dazugeben und zu einem „dicken“ Dampfl vermischen und in die Mehlmulde gießen. Mit ein bisschen Mehl vom Rand bestreuen und für 15 Minuten aufgehen lassen.

dampflDen restlichen Zucker, Salz, Ei und Eidotter mit der restlichen Milch vermischen. Wenn das Dampfl fertig ist, die Milch-Ei-Mischung, Mehl und Butter in die Rührschüssel geben und zu einem geschmeidigen Germteig verkneten.

Diesen zugedeckt und an einem warmen Ort ohne Zugluft für weitere 30-40 Minuten gehen lassen.

Bevor wir mit dem Teig weitermachen, nicht auf das Ausbuttern der Form vergessen! Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig ausrollen,- ca. 0,5-1 cm dick. Den Teig dann großzügig mit der flüssigen Butter bestreichen – lasst aber ca. 1 EL übrig! Mit Kristallzucker, Zimt, Nüssen und Rosinen bestreuen. Von der Längsseite eng aufrollen und zu einer Schnecke zusammenrollen. Die Teigschnecke vorsichtig in den Topf setzen. Abdecken und nochmals für 15-20 Minuten aufgehen lassen. Inzwischen das Backrohr auf 180°C vorheizen.

Reindling rohBevor der Reindling ins Backrohr wandert, wird die Oberfläche mit der restlichen flüssigen Butter bestrichen. Dann darf er ins Backrohr. Auf der mittleren Schiene bleibt er für 45-60 Minuten (je nach Backrohr!). Falls er euch zu schnell zu dunkel wird, die Oberfläche einfach mit Alufolie abdecken. Wenn der Kärntner Reindling goldbraun gebacken ist, ist er fertig und darf heraus. Seid ihr euch nicht sicher, einfach die Stäbchenprobe machen. Bleibt am Stäbchen nichts mehr picken, ist der Reindling durchgebacken!

reindlingDen Kärntner Reindling in der Rein überkühlen lassen, vorsichtig auf die Hand stürzen und mit der „Schneckenoberfläche“ nach oben auf einen Tortenteller setzen. Dann den warmen Reindling großzügig mit Staubzucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen!

Ja und dann heißt es nur noch genießen! Ob mit einem Glas Milch oder einem Häferl Kaffee,- das müsst ihr entscheiden 🙂 Der Kärntner Reindling schmeckt am besten an dem Tag, an dem er gebacken wurde!

reindlingVielen lieben Dank auch an meine Schwester, die brav das „Handmodel“ für die Fotos gespielt hat 🙂 Viel Spaß beim Nachbacken.

Zu Mittag gibt’s heute wieder ein köstliches Süppchen von Sophie.

Mehr dazu später! Eure Julie

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