burgenländer kipferl

Burgenländer Kipferl oder doch Tascherl?

Heute Morgen sind wir im östlichsten Bundesland von Österreich angekommen. Wir sind im idyllischen & meist sonnigen Burgenland. Sophie hat euch ja heute schon mit ihrer „Pannonischen Kukuruzsuppe“ empfangen. Ich servier euch heute das Jauserl! Gebacken hab ich für euch Burgenländer Kipferl, wobei ich dazu eher Tascherl sagen würde 🙂 Ich hatte nämlich keinen Halbmond-Keksausstecher zur Hand und hab sie aus der Not heraus einfach mit dem Messer geschnitten. Und auch wenn die Optik nicht die beste ist, der Geschmack macht alles wieder gut! Durch diesen kulinarischen Roadtrip entdecke ich immer mehr neue Seiten an mir. Denn neben meiner neuen Liebe zu Mohn, hab ich jetzt plötzlich auch Schmetterlinge im Bauch, wenn es um gebackenen Eischnee geht 🙂

BurgenländerBurgenländer Tascherl alá Julie

Zutaten für ca. 2 Bleche:

Teig: 300 g glattes Mehl, 250 g weiche Butter, 3 Eidotter, 1 EL Staubzucker, 1 Prise Salz, 65 ml kalte Milch, 30 g frische Germ

Fülle: 3 Eiklar (Zimmertemperatur), 250 g Staubzucker, 100 g geriebene Walnüsse, 100 g gemahlene Mandeln

Sonstiges: Staubzucker zum Bestreuen

Und so geht’s :

Die frische Germ mit kalter Milch versprudeln und mit den restlichen Zutaten für den Teig vermischen und zu einem glatten Teig verkneten. Abdecken und für 1,5 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.

Kurz bevor die Rastzeit zu Ende ist, kümmern wir uns um den Eischnee. Für diesen die Eiklar in die Rührschüssel geben und aufschlagen. Wenn diese leicht zu schäumen beginnen, langsam den Staubzucker einrieseln lassen und so lange aufschlagen, bis ein schön glänzender und fester Eischnee entsteht.

Burgenländer

Meine Omi hat mir ja folgendes beigebracht:

„Du willst wissen, ob der Schnee fest ist? Dann halt dir die Schüssel verkehrt über den Kopf. Und wenn dir nix auf die Haare klatscht, dann ist er fertig!“

Den Teig in vier Teile schneiden. Jedes Teil rechteckig ausrollen (ca. 5 mm). Ein Viertel des Eischnees darauf verteilen und mit einem Viertel der Nüsse bestreuen. Dann wird der Teig zu einer Rolle aufgerollt. Ein bisschen flach drücken und „Schnitten“ abschneiden. Diese vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Die restlichen Teigstücke genauso verarbeiten.

Die „rohen“ Burgenländer Tascherl dürfen jetzt noch ein bisschen rasten – ca. 15-20 Minuten. In dieser Zeit wird das Backrohr auf 200°C vorgeheizt. Dann geht’s ab ins Backrohr. Ich hab beide Bleche gleichzeitig gebacken und hab in der „Halbzeit“ die Position gewechselt. Im Backrohr bleiben die Burgenländer Tascherl für ca. 20 Minuten,- bis sie eine goldbraune Farbe angenommen haben.

Aus dem Backrohr nehmen, kurz überkühlen lassen und mit Staubzucker bestreuen. Danach vollständig auskühlen lassen. Ja und dann müsst ihr sie verstecken, falls ihr so wie ich eine Naschkatze zuhause habt – Suchtgefahr!!! 🙂 Dann sind sie schneller weg, als sie gebacken wurden!

Bis Morgen meine Lieben & viel Spaß beim Backen! Eure Julie

 

Julie’s Restaurant Tipp: Falls ihr mal zum Neusiedlersee unterwegs seid, dann schaut in der Mole West vorbei! Ein Platzerl auf der Terasse, bei Sonnenuntergang, in bester Begleitung und ein Glaserl Aperol Spritzer 🙂 So lässt sich’s leben!

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