#fernweh#marokko

Diese Woche kämpfe ich nicht nur gegen meinen Winterblues an, ich hab auch die Ehre mit meinem heutigen Beitrag das Blogevent „Fernwehwoche – 7 Blogger – 7 Länder“ zu eröffnen! Mit mir könnt ihr heute nach Marokko fliehen, in das Schlaraffenland für Genießer!

Warum Marokko? Dieses tolle Land steht ziemlich weit oben auf meiner „dort will ich auch mal hin“ Liste, nur lässt es derzeit mein Geldbörserl nicht zu. Marokko ist ja nicht nur kulturell sehenswert, sondern und gerade weil ich gerne koche und in der Küche experimentiere, ein kulinarisches „must see“! Die marokkanische Küche ist eine so vielseitige Küche. Mal findet man einen europäischen Einfluss hier, dann wieder einen arabischen dort. Und erst die ganzen Gewürze! Ich komm aus dem träumen gar nicht mehr heraus 🙂

Mein erster Versuch marokkanisch zu kochen ging voll in die Hose … ausprobiert hab ich eine einfache Lamm Tajine mit meinen selbst eingelegten Salzzitronen,- aber um es kurz zu machen: bitter & ungenießbar … wobei ich sagen muss, dass nicht die Salzzitronen der Grund waren, sondern die grünen Oliven. Daher hab ich mich als nächstes etwas „leichteren“ zugewandt. Und das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend! 🙂 Bei mir gibt es heute Zaalouka – ein marokkanisches Melanzanipüree mit selbstgemachtem marokkanischen Fladenbrot!

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Zaalouka (Melanzanipüree)

Zutaten für 3-4 Portionen:

2 große Melanzani (600-700 g), 4 mittelgroße Tomaten (ca. 400 g), 3 Knoblauchzehen, 1 kleine rote Zwiebel, 2 EL Olivenöl, 2 TL Paprikapulver edelsüß, 1 TL Kreuzkümmel, 1 Msp. gemahlener Koriander, Salz, Pfeffer, 1/2 Bund Petersilie, 1 EL Zitronensaft

Und so holt ihr euch Marokko in eure Küche!

Zuerst das Backrohr auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Die Melanzani waschen, trocken tupfen und mit einer Gabel rundherum einstechen.  Da könnt ihr euch ruhig austoben! 🙂 Die Melanzani auf ein mit Backpapier oder Alufolie belegtes Backblech legen und im Backrohr für ca. 50 Min. grillen/garen.

Sind die Melanzani gar, aus dem Backrohr nehmen, ein bisschen auskühlen lassen und dann die Haut abziehen. Ist das getan, vollständig auskühlen lassen.

Inzwischen widmen wir uns den Tomaten. Dafür im Wasserkocher heißes Wasser aufkochen und eine Schüssel vorbereiten, in der alle Tomaten Platz haben. Den Strunk der Tomaten entfernen und auf der Unterseite ein Kreuz einritzen. In die Schüssel legen und mit heißem Wasser übergießen. Dort bleiben sie für ca. 20-30 Sekunden. Tomaten heraus nehmen, unter kaltem Wasser abschrecken und die Haut abziehen. Danach halbieren bzw. vierteln und die Kerne entfernen. Übrig bleibt jetzt nur noch das Fruchtfleisch und dieses wird jetzt noch fein gehackt, danach beiseite stellen.

Knoblauch und Zwiebel schälen. Den Zwiebel fein würfelig schneiden und den Knoblauch fein hacken. Die ausgekühlten Melanzani in ca. 1 cm große Würfel schneiden.

In einem beschichteten Topf oder einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und den Knoblauch und die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Paprikapulver, Kreuzkümmel und Koriander dazugeben und kurz mitrösten. Mmmhh alleine der Duft der jetzt in der Küche aufsteigt, ist himmlisch! 🙂

Die Melanzaniwürfel und die gehackten Tomaten dazu geben, leicht salzen und pfeffern und bei geringer Hitze ca. 20-25 Min. köcheln lassen, bis ein Püree entsteht. Nicht vergessen, immer wieder mal umrühren, dass euch nichts anbrennen kann!

Während das Püree so vor sich hin köchelt, kümmern wir uns um die Petersilie. Die Blätter abzupfen und grob hacken. Ein Teil kommt später ins Püree, der andere Teil ist zum Garnieren bestimmt!

Kurz bevor das Püree die gewünschte Konsistenz hat kommt die Petersilie dazu. Gut durchrühren, vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Wenn das Melanzanipüree lauwarm abgekühlt ist, wird es mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer nochmals abgeschmeckt.

Am besten schmeckt es, wenn das Melanzanipüree Zimmertemperatur hat! Vor dem Servieren noch ein bisschen mit der beiseite gestellten Petersilie garnieren und zusammen mit dem frisch gebackenem Fladenbrot servieren!

Marokkanisches Fladenbrot

Zutaten für 1 großes Brot:

250 g glattes Mehl, 250 g Nudelgrieß (ganz feiner Grieß), 1 TL Fleur de Sel, 15 g frische Germ, 250 ml lauwarmes Wasser, Sesam zum Bestreuen, Olivenöl zum Bestreichen

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So wird’s gemacht:

Mehl, Grieß und Salz miteinander vermischen und in eine große Rührschüssel geben. Die frische Germ im lauwarmen Wasser auflösen und zur Mehl-Grieß-Mischung dazugeben.

Jetzt darf die Küchenmaschine arbeiten. Gut verkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich vom Schüsselrand löst.

Jetzt heißt es geduldig sein, da der Teig für unser marokkanisches Brot 2 Stunden lang aufgehen muss! Nicht vergessen, abdecken und an einem warmen Ort, ohne Zugluft rasten lassen.

imageWenn der Teig fertig gerastet hat, das Backrohr auf 240°C aufheizen. Aus dem Teig eine große Flade formen, mit ein bisschen Olivenöl bestreichen und mit Sesam (ich hatte leider keinen schwarzen Sesam mehr zu Hause, darum der „helle“) bestreuen. Abgedeckt noch ca. 20-30 Min. ruhen lassen,- bis das Backrohr aufgeheizt ist!

Hat euer Backrohr die gewünschte Temperatur erreicht, darf unser Fladenbrot hinein! Dort bleibt es für ca. 20-25 Min. Fertig ist das Fladenbrot, wenn es eine goldbraune Kruste hat.

Jetzt müsst ihr es nur noch vollständig auskühlen lassen, anschneiden und zusammen mit dem Melanzanipüree servieren!

Viel Spaß mit ein bisschen Marokko zu Hause! Eure Julie

P.S.: Morgen geht’s bei mir hier weiter nach Japan und Dear von dearlicious entführt euch auf ihren Blog nach Thailand! 🙂

6 Gedanken zu “#fernweh#marokko

  1. kampfdenkalorientierchen schreibt:

    Hallo Julie

    Habe noch nie an marokkanische Küche gedacht. Scheinbar eine Schande. Letzte Woche versuchte ich einen Blumenkohl mit orientalischen Aromen der Recht passabel gelungen ist. Aber eben, die Speisen aus der Levante kenne ich ein bisschen, Nordafrika war bis heute ein nicht existenter Fleck auf meiner Rezept- und Essweltkarte.
    Danke für den Tip und das Rezept.

    Liebe Grüsse Bernhard

    Gefällt 1 Person

    • Julie's KochArt schreibt:

      Das freut mich sehr, dass du eine Freude damit hast! 🙂 Ist eine tolle Küche und ich hab schon so viele Rezepte gefunden, die ich ausprobieren will! 🙂 Vor allem, wenn man keine Angst hat, mit Gewürzen zu experimentieren, ist die marokkanische Küche ein Hit!
      Liebe Grüße, Julie
      PS: Ich bin schon gespannt, was du in deiner Küche zaubern wirst! 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. chilipepperslovelycooking schreibt:

    Liebe Julie,
    wieder ein super Rezept und eeeeeendlich habe ich ein tolles Rezept für Fladenbrot gefunden. Wenn das Rezept auch noch von dir ist, kann ich sicher sein, dass es schmeckt ❤ …
    Alles liebe aus Liechtenstein, Sophie

    Gefällt 1 Person

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