Was Süßes für den Süßen!

Ich hab ja gestern schon angekündigt, dass es heute mein zweites Missgeschick gibt, welches aber sehr wohl verbloggt wird, da es ein altbewährtes Rezept ist! Nur hat’s die liebe Julie wieder mal nicht erwarten können, bis der Teig ausgekühlt war 🙂 Wer gestern meinen Beitrag gelesen hat, weiß schon, dass es heute eine Kardinalschnitte gibt!

Meine bessere Hälfte hatte vergangenes Wochenende Geburtstag und mein Blog hatte Geburtstag also musste was richtig sündiges her! Es gibt ja die verschiedensten Variationen der Kardinalschnitte,- mit oder ohne Creme, zwei oder drei Schichten Teig, Schlagobers- oder Kaffeecreme und und und! Ich halte es da sehr klassisch, zwei Schichten Teig, Ribiselmarmelade und eine weiße Creme, die ich nicht aus Schlagobers mache, sondern mit einer Patisserie Creme, die aufgeschlagen wird. Die ist ein bisschen fester und zerrinnt nicht so schnell bzw. man braucht auch kein Sahnesteif.

Lasst euch von den Fotos nicht durcheinander bringen! Auf denen seht ihr meine gerettete Version, die leider nur halb so groß geworden ist, wie sie sollte! Die Mengenangaben sind für eine „große“ Kardinalschnitte, aus der ihr ca. 7-8 schöne Stück herausbekommt!

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Kardinalschnitte

Zutaten:

8 Eier, 230 g Feinkristallzucker, 90 g Staubzucker, 90 g glattes Mehl, 500 ml Patisserie Creme (optional Schlagobers), 1-2 Pkg. Vanillezucker, etwas Ribiselmarmelade, Staubzucker zum Bestreuen (wer mag)

In der Ruhe liegt die Kraft! 🙂

Zuerst wird ein bisschen was vorbereitet 🙂 Ein Backblech (rechteckig/ca. 30×40) mit Backpapier auslegen. Wenn ihr die Ränder ein bisschen mit Butter oder Margarine ausfettet, bleibt euch das Backpapier auch dort wo es sein soll. Einen Spritzsack mit Sterntülle herrichten und ach ja und das Backrohr auf 160°C (Heißluft) vorheizen!

Für den Biskuitteig vorbereiten: 6 Eidotter, 2 ganze Eier, 90 g Staubzucker & 90 g Mehl

Für den Eischnee vorbereiten: 6 Eiklar & 230 g Feinkristallzucker

So, jetzt kann es los gehen! Für den Biskuitteig die Eidotter, die ganzen Eier und den Staubzucker auf mittlerer Geschwindigkeit schaumig aufschlagen. Das kann schon ein paar Minuten dauern, also nicht nervös werden!

Hat dieser eine schöne Konsistenz, dreht ihn einfach auf langsam, lasst ihn weiter rühren und beginnt die Eiklar aufzuschlagen,- den Feinkristallzucker dabei langsam einrieseln lassen.

Wenn der Eischnee steif ist, diesen in einen Spritzsack füllen und Streifen der längs nach aufdressieren. Dazwischen Platz lassen. Insgesamt sollen es 6 Streifen, wobei zwischen Nr. 3 + 4 KEIN Platz gelassen wird! Ich hoffe am Foto kann man das erkennen!

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Ist das erledigt, muss es auch rasch weiter gehen. Im Biskuitteig fehlt jetzt noch das Mehl,- dieses unterheben. Die Masse könnt ihr gleich in den Spritzsack vom Eischnee geben. Die Biskuitmasse wir jetzt in die 4 frei bleibenden Streifen gefüllt.

Bei mir gibt es immer (warum auch immer…) eine „schöne“ Seite, die ich dann für „oben“ verwende und ja eine nicht so schöne Seite,- die kommt dann nach unten. Aber keine Sorge, gebacken, schaut der Teig dann immer besser aus! 🙂

So ab damit ins Backrohr,- auf der mittleren Schiene, bei 160°C, für ca. 25 Minuten. Wenn der Biskuit goldgelb ist, darf der Teig für unser Schnittchen wieder raus! Wenn ihr euch nicht sicher seid, macht in einem der Biskuitstreifen die Stäbchenprobe!

Aus dem Backrohr nehmen und ein paar Minuten auskühlen lassen. Mit einem dünnen Messer die weißen Streifen Nr. 3+4 teilen. Und jetzt heißt es geduldig sein! Bevor es weitergeht, muss der Teig VOLLSTÄNDIG ausgekühlt sein! Ich hätte Hans Krankl mit meinem „I werd narrisch“ Konkurrenz machen können! 🙂 So zornig war ich auf mich selbst, dass ich mal wieder nicht geduldig war.

Meine war nämlich noch einen Hauch warm und als ich die nicht so schöne Seite für die Unterseite ablösen wollte, ist mir alles zerrissen! Den anderen Streifen, hab ich dann noch schön brav abkühlen lassen 🙂 Diese hab ich dann halbiert, daher ist meine Kardinalschnitte kleiner geworden.

So aber jetzt ist sie ausgekühlt. Die einfachste Variante zum Ablösen ist, dass ihr zuerst einmal das Backpapier zwischen den getrennten Streifen durchschneidet. Dann einen Streifen aus dem Blech nehmen, umdrehen – Backpapier ist jetzt oben – und das Backpapier mit ein bisschen Fingerspitzengefühl ablösen. Am besten gleich auf die Unterlage setzen, mit der die Kardinalschnitte nachher in den Kühlschrank kommt.

Die Unterseite mit Ribiselmarmelade bestreichen. Als nächstes wird die Patisserie Creme mit 1-2 Pkg. Vanillezucker aufgeschlagen. Diese wirklich gut aufschlagen, umso stabiler und schnittfester ist die Creme dann! Diese dann auf dem Streifen gleichmäßig verteilen. Als nächstes den zweiten Streifen vorsichtig ablösen, auf die Creme setzen, ein bisschen andrücken und die Seiten mit Hilfe einer Tortenspachtel glatt streichen.

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Bevor die Kardinalschnitte serviert wird, ist es ratsam, wenn ihr diese für 30-45 Minuten in den Kühlschrank stellt, dass die Creme anziehen kann.

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Jetzt müsst ihr sie nur noch anschneiden und wer mag bestreut die Kardinalschnitte vor dem Servieren noch mit Staubzucker!

Gutes Gelingen & immer schön geduldig bleiben! 🙂 Eure Julie

 

P.S.: Die Sommervariante ist auch ein Traum! Erdbeermarmelade statt Ribisel verwenden und in die Creme frische Erdbeeren, ein bisschen Vanillemark und zum süßen statt Vanillezucker  1-2 TL Erdbeermarmelade verwenden! 🙂

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